Kleine Kehrwoche

Menschheit schafft sich ab (21)

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Smartphone
Smartphone fällt in die Donau. © Pixabay StockSnap
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Portrait Mathias Schwappch fuer Kehrwoche. © Ralph Steinemann Pressefoto

Ich habe neulich einen schönen Spruch bei Facebook gelesen: „Wie dumm können Menschen eigentlich sein? – Keine Ahnung. Der Wettbewerb läuft noch.“ Zumindest zwei Anwärter auf dessen vordere Ränge hätten wir heute an dieser Stelle auch wieder zu bieten. Lost geht’s!

Es ist ja bekannt, dass manche Menschen ohne ihre Handys und Smartphones kaum mehr leben können oder wollen. Dass man dies aber so wörtlich nimmt wie jüngst eine 31-Jährige aus Ulm, das ist schon eine Seltenheit. In einer lauen Spätsommer-Nacht war ihr das Handy in die Donau gefallen. Woraufhin die Frau ins Wasser ging und trotz Dunkelheit und starker Strömung unter einer Eisenbahnbrücke danach tauchte. Sie schwamm ein wenig um die Pfeiler einer Brücke herum – und verschwand. Ihre Mitbewohner wählten dann den Notruf.

Über mehrere Stunden hinweg wurde nach der Vermissten gesucht. Feuerwehr und Wasserwacht waren mit Tauchern im Einsatz, ein Polizeihubschrauber und ein Sonarboot wurden ebenfalls losgeschickt – alles ohne Erfolg. Die Hoffnung schwand, die Frau noch lebend zu finden. Doch dann ging ein Hinweis aus der Bevölkerung ein, wonach sie es selbst ans Ufer geschafft haben könnte. Die Polizei traf die Frau zu Hause an. Sich zu melden und Entwarnung zu geben, darauf war sie nicht gekommen. Womöglich deshalb, weil ihr Handy noch immer im Fluss liegt. Der Einsatz könnte für sie teuer werden.

Weiter geht’s mit einem Diesel-Skandal – oder so ähnlich. Jedenfalls hatte dabei eine Frau aus Eschborn ihren VW versehentlich mit Benzin anstatt mit Diesel betankt. Dumm gelaufen, könnte man aber dank Fachwerkstatt wieder hinkriegen. Oder man versucht es lieber selber? – Kleine Anmerkung am Rande: Niemals nachmachen!

Die Frau jedenfalls dachte sich: „Es saugt und bläst der Heinzelmann“ – und versuchte, den Sprit mithilfe der nahegelegenen Staubsaugeranlage aus dem Tank zu pumpen. Ein Passant half ihr dabei, den Wagen dorthin zu schieben. Beide führten dann einen Gartenschlauch in den Tank ein, wollten den Sprit mithilfe des Geräts „ansaugen“ und das Benzin dann in eine Wanne laufen lassen. Es gab jedoch eine Verpuffung: Der Staubsauger fing Feuer, dann der Wagen, beides brannte komplett aus. Den Schaden schätzte man auf 30.000 Euro. Der Dachschaden der zwei Tüftler konnte noch nicht ermessen werden.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach