Kleine Kehrwoche

Polizei hat ein Herz für Tiere

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Ente gut, alles gut: Die Polizei hilft gerne auch mal Enten oder anderen Tieren in Bedrängnis. © Manfred Richter / Pixabay

Die Polizei hat manchmal schon mit „komischen Vögeln“ zu tun, beweist aber oft genug auch ein gutes Händchen, wenn es um echte „tierische Mitbürger“ geht. Das belegen unsere heutigen Meldungen, die zwar nicht zu den „bösen Buben“ passen, die ich aber trotzdem nicht wegwerfen wollte, es sind einfach schöne Geschichten.

Als eine Polizeistreife in Augsburg kürzlich an einer Skateranlage vorbeikam, entdeckte sie dort einen eher seltenen Gast: eine Schildkröte. „Das schaut man sich natürlich näher an“, kommentierte ein Polizeisprecher in der entsprechenden Meldung. Und obwohl die Schildkröte sich ordentlich – mit einem Schutzpanzer – auf der Anlage bewegte, brachten die Beamten die „Teenage Mutant Skater-Kröte“ dennoch zur Sicherheit in ein Tierheim.

Ein tragischer Unfall in Coburg ging für sechs Entenküken dennoch gut aus: Zeugen hatten die Polizei verständigt, nachdem die Enten-Mama beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst worden war und starb. Die sechs Entenküken-Waisen irrten daraufhin auf der Straße umher. Die Polizisten fingen alle Jungtiere ein und verständigten den Jagdpächter. Einer der Polizisten wurden wortwörtlich noch vor Ort zur „Polente“ und erklärte sich bereit, die sechs Jungtiere bei sich aufzunehmen, sich um sie zu kümmern und als erwachsene Tiere auszuwildern. Tragisch, aber doch: Ente gut, alles gut.

Damit es nicht stets zum Schlimmsten kommt, wurde eine weitere Entenfamilie am Kieler Hauptbahnhof von der Polizei auf den Gleisen sitzend entdeckt und in Sicherheit gebracht. Zwei Beamte gingen auf's Gleis, ein dritter organisierte einen Karton, in dem es sich die fünf Enten gleich gemütlich machten. In einem nahe gelegenen Park wurden sie freigelassen und fühlten sich gleich wohl.

Lass’ dich von deinem Kamel veralbern: Das war die Devise eines Kamels im niederbayrischen Hauzenberg, das ausbüxte, sodann irgendwo auf der Straße eine Rast einlegte – und den Verkehr zum Stillstand brachte. Dorthin eilte also die verständigte Polizeistreife, konnte das Tier allerdings nicht mehr vorfinden. Die Besitzerin hatte das entlaufene Kamel nämlich mittlerweile wieder eingefangen und zurück auf die Koppel getrieben. Trotzdem wurde die Frau nachdrücklich auf ihre Sorgfaltspflicht als Halterin hingewiesen – denn den Polizisten liegt das Wohl von Mensch und Tier am Herzen.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach