Professor Pröpstl präsentiert Magnus Mehls Tiny Brass Band
Backnang. Professor Pröpstls Puppentheater präsentiert am Donnerstag, 22. Januar, um 20.30 Uhr, die Tiny Brass Band um Magnus Mehl im Bandhaus Backnang.
Das Quartett verbindet das archaische Erbe der New Orleans Brass Bands mit der Kreativität moderner Jazz-Improvisation und entwickelt daraus einen eigenen, facettenreichen Sound. Die Musiker verzichten bewusst auf Harmonie-Instrumente und nutzen stattdessen das Zusammenspiel von Saxofon, Trompete, Tuba und Schlagzeug, um ein breites Klangspektrum zu entfalten, von pulsierenden Grooves über lyrische Melodien bis hin zu vielschichtigen, kontrastreichen Klangstrukturen.
In einer Tuba steckt mehr als nur Bassfunktion
Die Musik der Tiny Brass Band bewegt sich zwischen kraftvoller Energie und filigranen, melodischen Linien. In ihren Eigenkompositionen entstehen dichte Soundgewebe, die sowohl harmonische Offenheit als auch rhythmische Präzision zeigen. Die Band wechselt mühelos zwischen straffen Grooves und freien Improvisationen, wodurch eine dynamische Spannung entsteht. Die Tuba übernimmt dabei nicht nur die Bassfunktion, sondern trägt auch solistische Elemente bei, während das Schlagzeugspiel durch seine Vielseitigkeit von treibend bis subtil reicht.
Die Tiny Brass Band zeigt, wie vielseitig eine Besetzung ohne Harmonieinstrumente klingen kann. Die Mischung aus expressiven Melodien, kraftvollen Rhythmen und spontaner Interaktion verspricht ein spannendes Konzerterlebnis für Jazz- und Brass-Begeisterte.
Über die Musiker
Magnus Mehl ist ein preisgekrönter Saxofonist, der an internationalen Musikhochschulen in Stuttgart, Amsterdam und New York ausgebildet wurde. Er spielte unter anderem mit Paquito de Rivera und Randy Brecker und wurde 2015 mit dem renommierten Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Musiker ist er auch als Komponist und Dozent aktiv.
Christian Mehler ist ein vielseitiger Trompeter, der sowohl im Jazz als auch in der klassischen Musik beheimatet ist. Er trat mit der WDR Big Band auf und ist als Mitglied des „Subway Jazz Orchesters“ sowie als Dozent an der Hochschule für Musik Weimar tätig. Sein Spiel zeichnet sich durch eine nuancierte Klanggestaltung und technische Brillanz aus.
Johannes Bär bringt mit seiner Tuba eine außergewöhnliche klangliche Tiefe ins Ensemble. Neben seiner klassischen Ausbildung experimentiert er mit innovativen Spieltechniken, die weit über die traditionelle Rolle der Tuba hinausgehen. Er ist als Komponist und Arrangeur tätig und wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet.
Ferenc Mehl ist ein erfahrener Schlagzeuger, der mit unterschiedlichen Ensembles weltweit auf Tournee war. Sein Spiel vereint präzise Grooves mit einer großen stilistischen Bandbreite, die von feinfühliger Begleitung bis zu kraftvollen Rhythmen reicht. Er ist in renommierten Jazzformationen aktiv und prägt den Bandsound maßgeblich.
Der Eintritt kostet 20 Euro, Kartenreservierung unter www.kasperl-theater.net.

