Kleine Kehrwoche

Storys um Weihnachtsbäume

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© Pixabay Myshun

Mit der Advents- und Vorweihnachtszeit mehren sich die Geschichten und Meldungen über nun aufzustellende Weihnachtsbäume. Und was diese Aufgabe mancherorts mit sich brachte. Ein paar davon lesen Sie hier bei mir.

Eine Art Fluch scheint auf dem Weihnachtsbaum zu lasten, der alljährlich auf der Fläche zwischen Gedächtniskirche und Breitscheidplatz in Berlin aufgestellt wird. Irgendwas ist immer: mal ist der Baum zu lang, mal zu kurz, einmal ist er auf dem Transportweg zerbrochen. Im Jahr 2000 hatte man sich gar ein derart mickriges Gewächs ausgesucht, dass es, anstatt geschmückt bestaunt zu werden, an die Elefanten im Zoo verfüttert wurde.

Dieses Jahr schien alles gut zu laufen: Der auf 18 Meter gestutzte Baum war pünktlich gefällt worden und sollte außerhalb des Berufsverkehrs, zu seinem Bestimmungsort gebracht werden. Nur eines hatte man leider nicht bedacht: Falschparker, die im entscheidenden Moment den Ort der Aufstellung blockierten. Die gute Nachricht: Etwas später, im Laufe des Vormittags, konnte der Baum dann endlich doch noch aufgestellt werden.

Ebenfalls eine Überraschung erlebten die Arbeiter, die in New York den Festtagsbaum am Rockefeller-Center aufstellten. Ein besonderer Fan der über 20 Meter hohen Tanne war ihr heuer besonders treu geblieben: Ein kleiner Sägekauz hatte offenbar seit dem Fällen des Baumes nördlich der Metropole in den Zweigen ausgeharrt und war dann bei dessen Transport nach Manhattan einfach mitgefahren. Ein Arbeiter entdeckte dann die verängstigte kleine Eule und rettete sie aus dem Geäst. Er Kauz wurde ins örtliche „Ravensbeard Wildtierzentrum“ gebracht und erstmal aufgepäppelt. Sobald er wieder bei Kräften ist, geht es wieder zurück in die Natur.

Besser geht’s nicht?– Doch! Für ein Plüschtier hielt eine Australierin einen Koala, der sich an den Stamm ihres Weihnachtsbaumes klammerte – doch plötzlich bewegte er sich! Das Tier war wohl über die Terrassentür in das Haus in Adelaide gelangt und hatte es sich im Baum zwischen Kugeln und Lichterketten gemütlich gemacht. Der alarmierte Koala-Rettungsdienst glaubte zunächst an einen Scherz, eilte dann aber doch zur Rettung: Nach Entwirrung aus ein er Lichterkette ließ sich die Koala-Dame aus dem Baum nehmen und in den Vorgarten setzen – wo sie sogleich auf den nächsten Baum kletterte.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach