Theatergruppe Grenzgänge fragt: Wer ist Nora heute?
WAIBLINGEN. Mit Henrik Ibsens Nora fing 1879 eine literarische Debatte um Frauenrechte an. Nun kehrt die berühmte Figur in ganz neuer Gestalt nach Waiblingen zurück: Am Freitag, 27. März, ist die Theatergruppe Grenzgänge mit dem Stück "Nora Nora Nora" im Kulturhaus Schwanen zu Gast. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr.
Die Schweizer Produktion entstand in Zusammenarbeit mit der Autorin Eva Rottmann frei nach Ibsens "Nora (Ein Puppenheim)". Auf der Bühne stehen drei Frauen, die ausloten, was Selbstbestimmung und Gleichstellung im Jahr 2026 bedeuten. Zwischen Care-Arbeit, Beruf, Pandemieerfahrungen und anhaltenden Debatten um Rollenbilder fragen sie: Wie frei ist die Frau von heute wirklich?
Im Mittelpunkt steht die Figur Nora als Projektionsfläche für viele Lebensentwürfe. Die Theatergruppe denkt Ibsens Stoff weiter, stellt Beziehungen, Erwartungen und die Sicht auf das eigene Leben auf die Probe. "Vielleicht bist du die freieste Frau von uns allen. Nora, Nora, Nora. Ich wüsste so gern, was aus dir geworden ist", heißt es im Stück. Angesichts von Millionen systemrelevanter Frauen stellt sich die Frage, was es braucht, um eine neue Rollenverteilung überhaupt denken zu können.
"Nora Nora Nora" ist Teil des Waiblinger Programms zum Internationalen Frauentag 2026 und wird gemeinsam mit dem Frauenrat Waiblingen präsentiert. Das Motto lautet #EachForEqual. Das Gastspiel verspricht einen klugen Theaterabend über Freiheit, Verantwortung und gesellschaftlichen Wandel.
Tickets gibt es ab 10 Euro im Vorverkauf über www.kulturhaus-schwanen.de, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0761 88849999 sowie an der Abendkasse ab einer Stunde vor Beginn. Zudem können dank Spenden aus dem "Obendrauf"-Glas einzelne Karten bezuschusst oder ganz übernommen werden. An der Abendkasse genügt dafür das Codewort "Ticket Obendrauf".

