Zu Fuß auf Jakobswegen durch Europa
SCHORNDORF. Wer in Deutschland wandert, stößt immer wieder auf die markante Muschel: Wegweiser, die auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela hinweisen. Doch was steckt hinter diesen Routen, die quer durch Europa führen, und was macht ihre Faszination heute noch aus? Unter dem Titel "Unterwegs auf Jakobswegen" berichtet Eberhard Bolay in der Cafeteria des Mühlbachhauses in der Bismarckstraße 11 von seinen Erfahrungen, Erlebnissen und Erkenntnissen aus zehn Jahren auf unterschiedlichen Jakobswegen. Beginn ist um 19 Uhr, Ende gegen 21 Uhr.
Seit 2015 ist Bolay Jahr für Jahr auf den historischen Pilgerstrecken unterwegs, in Spanien, Portugal, Frankreich, der Schweiz und in Deutschland. Rund 7000 Kilometer hat er dabei bereits zu Fuß zurückgelegt. Vieles davon habe er "erlebt und erfahren oder besser erlaufen". Im Vortrag nimmt er die Gäste mit auf seine Wege und geht dabei auch den grundlegenden Fragen nach: "Was ist das? Was soll das? … ist der Jakobsweg überall und wir sind immer dorthin unterwegs?" Und: Beginnt der Jakobsweg wirklich immer direkt vor der eigenen Haustür und hat doch stets Santiago zum Ziel?
Ein weiterer Aspekt des Abends ist die Veränderung des Pilgerns in Zeiten des Massentourismus. Längst ist vom "over-touristed" Jakobsweg die Rede, und an manchen Orten regt sich Widerstand von Anwohnenden gegen die wachsenden Pilgerströme. Zugleich stellt sich die Frage, ob Menschen heute überhaupt noch mit einem besonderen Anliegen oder inneren Beweggrund aufbrechen, wie es früher üblich war.
Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Spenden sind jedoch willkommen; sie kommen Projekten im Klimaschutz in Amazonien zugute.

