VfB Stuttgart

Nach Gonzalez-Interview: So reagiert der VfB auf den Wechselwunsch des Stürmers

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Wird Nicolas Gonzalez auch in der kommenden Bundesliga-Saison mit seinen Teamkollegen Marc-Oliver Kempf und Hamadi Al-Ghaddioui jubeln? © ZVW/Benjamin Büttner

Mit 14 Treffern war Nicolas Gonzalez der beste Torschütze des VfB Stuttgart  in der abgelaufenen Zweitliga-Saison. Der 22-Jährige hat damit einen großen Anteil am direkten Wiederaufstieg der Schwaben. Doch den jungen argentinischen Nationalspieler zieht es wohl weg vom VfB. In einem Interview mit dem italienischen Portal „Tuttomercatoweb.com“ am Montagmorgen berichtet, hat sich Gonzalez entschieden, den Verein in diesem Sommer zu verlassen. Demnach habe er den Club bereits über seinen Wechselwunsch informiert.

"Es war eine großartige Geschichte in Deutschland. Aber jetzt habe ich mich entschieden: Ich will weg, ich will eine Luftveränderung. Ich will Stuttgart verlassen", sagte Gonzalez. "Ich habe schon mit dem Club gesprochen, und ich bin bereit für ein neues Kapitel meiner Karriere." Gerüchten zufolge sind der FC Valencia und der SSC Neapel an einem Transfer interessiert, auch Scouts des AC Mailand waren vor der Corona-Unterbrechung oft in Stuttgart vor Ort.

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: "Uns liegt keine Anfrage eines anderen Clubs vor"

Nun hat sich der VfB Stuttgart in Person des Sportsirektors Sven Mislintat zum Wechselwunsch des 22-jährigen Stürmers geäußert. "Nico ist ein wichtiger Spieler für uns und steht beim VfB langfristig unter Vertrag", so der 47-Jährige. "Wir kennen seine Gedanken über einen Vereinswechsel, uns liegt aber keine Anfrage oder ein Kauf-Angebot eines anderen Clubs für ihn vor."

Der VfB Stuttgart plant gerade für die neue Bundesliga-Saison, ein Abgang des besten VfB-Torschützen wäre ein herber Verlust. Auch deshalb sieht Mislintat wohl keinen Grund, den jungen Angreifer ziehen zu lassen. Ein Angebot für Gonzalez müsse "finanziell außerordentlich reizvoll gestaltet sein, damit wir uns damit beschäftigen würden", so der Sportdirektor. Wie hoch die Schmerzgrenze der Schwaben ist, die laut Mislintat in etwa fünf Millionen Euro in neue Transfers investieren können, ist unklar. Mit einem teuren Verkauf von Gonzalez hätte der VfB zumindest mehr Spielraum auf dem Transfermarkt.