VfB Stuttgart

Präsidium verschiebt Mitgliederversammlung auf den 28. März: Die Hintergründe zur erneuten Verlegung

Geschäftsstelle VfB Stuttgart, VfB, Symbolbild
Symbolbild. © Danny Galm

Die ursprünglich für den 18. März geplante Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart wird erneut verschoben. Allerdings nicht wie von Präsident Claus Vogt angestrebt in den September, sondern lediglich um zehn Tage auf Sonntag, den 28. März. Ein entsprechender Bericht der Stuttgarter Zeitung deckt sich mit den Informationen unserer Redaktion. Im Laufe des Donnerstags wird die Verlegung wohl über die offiziellen Vereinskanäle verkündet werden.

Mutschler und Gaiser überstimmen Vogt

Bei der entscheidenden Abstimmung am Mittwochnachmittag (10.02.) setzten sich die Präsidiumsmitglieder Bernd Gaiser und Rainer Mutschler gegen den Präsidenten durch. Über 140 Fanclubs und Gruppierungen sowie der Fanausschuss hatten sich zuletzt der Forderung des Präsidenten angeschlossen und für eine Verschiebung ins Spätjahr plädiert. Zuletzt hatte Vogt noch einen Termin Ende Mai, also nach Ablauf der Bundesliga-Saison, als Kompromissvorschlag eingebracht.

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Das Präsidium wird also gegen den Willen des Clubchefs zu einer außerordentlichen MV einladen. Auf der komplett digitalen Veranstaltung soll unter anderem die Wahl des Präsidenten über die Bühne gehen. Dabei ist immer noch nicht klar, wer überhaupt zur Wahl aufgestellt wird. Auch diese Entscheidung könnte nun in den kommenden Tagen fallen.

Neben dem Amtsinhaber Vogt steht aktuell mit Volker Zeh ein weiterer Bewerber bereit. Der für die Auswahl zuständige Vereinsbeirat sucht jedoch seit Mitte Januar mit einem Personaldienstleister nach einem weiteren Kandidaten. Nach wie vor ist es nicht ausgeschlossen, dass der amtierende Clubchef erst gar nicht zur Wahl zugelassen wird. Das Gremium teilt sich offensichtlich immer noch in ein Pro-Vogt-Lager, ein Contra-Vogt-Lager und eine weiter unentschlossene Gruppe.

Esecon-Abschlussbericht: Rechtliche Einordnung für den e.V. liegt bereits vor

Durch die Verschiebung der MV hat der Beirat in jedem Fall mehr Zeit gewonnen, um auch die juristische Bewertung des Esecon-Abschlussberichts in ihre Überlegungen mit einfließen zu lassen. Die Resultate der Ermittler liegen nach Informationen unserer Redaktion - zumindest was das Dossier für den e.V. betrifft - bereits vor.

Als das Präsidium Ende September 2020 die Berliner Kanzlei mit der Aufklärung der Daten-Affäre betraute, war die rechtliche Einordnung der Ermittlungsergebnisse in der Beauftragung bereits integriert.

Ebenfalls war geregelt, dass Esecon die rechtliche Einordnung per Untermandat an eine externe Kanzlei abgeben kann. Dies haben die Esecon-Ermittler auch getan, indem sie die Kölner Kanzlei Seitz beauftragten, ein Rechtsgutachten zu erstellen. Beides, sowohl der Abschlussbericht als auch die rechtliche Einordnung, liegen demnach dem Präsidium vor.

Für die AG - hier sollen die Esecon-Ergebnisse durch die Großkanzlei Gleiss Lutz geprüft werden - liegt die Bewertung offenbar noch nicht vor.