VfB Stuttgart

Remis gegen Osnabrück: Der VfB lässt im Aufstiegskampf wichtige Punkte liegen

Fußball  2. Bundesliga  VfB Stuttgart vs. VL Osnabrück
Für Nicolas Gonzalez und die VfB-Offensive gab es gegen den VfL Osnabrück kein Durchkommen. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat am Sonntagnachmittag wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen gelassen. Im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück kamen die Schwaben nicht über ein 0:0 (0:0) hinaus. In einer äußerst zähen Partie gab es für die harmlosen Hausherren gegen die gut gestaffelte Abwehr des VfL kein Durchkommen. Sollte der Hamburger SV am Montagabend gegen Holstein Kiel gewinnen, verlieren die Stuttgarter aufgrund des schlechteren Torverhältnisses ihren direkten Aufstiegsplatz an die Hanseaten. Der Vierte 1. FC Heidenheim verpasste es beim 1:2 (0:2) gegen Hannover 96, nachdrücklich Druck auf das Spitzentrio auszuüben und auf einen Top-Drei-Platz zu springen. 

Badstuber in der Startelf, Didavi nicht im Kader

Im Vergleich zum 2:0-Sieg in Dresden hatte Trainer Pellegrino Matarazzo seine Startelf lediglich auf einer Position verändert: Holger Badstuber verdrängte nach seiner Gelbsperre Kapitän Marc Oliver Kempf wieder auf die Bank. Im Sturmzentrum erhielt Hamadi Al Ghaddioui erneut den Vorzug vor Mario Gomez. Der angeschlagene Spielmacher Daniel Didavi (Knieprellung) stand nicht im Kader. 

Auf dem Platz entwickelte sich für die Stuttgarter schnell eine äußerst unangenehme Partie. Gegen kompakte und gut organisierte Gäste aus Niedersachsen gab es für die VfB-Offensive in den ersten 45 Minuten kein Durchkommen. Präzision, Vertikalität und Tempo fehlten, das Zentrum war dicht - ein zäher Zweitligakick ohne nennenswerte Torchancen. Zwar hatte der VfB in Halbzeit eins 71 Prozent Ballbesitz, einen wirklich gefährlichen Abschluss auf den Kasten von VfL-Keeper Philipp Kühn brachten Gonzalez und Co. allerdings nicht zustande. Die Szene der ersten Hälfte gehörte sogar dem VfL: Nach einem Konter kam der eingewechselte Benjamin Girth frei zu Abschluss, das Tor war leer - aber der VfL-Angreifer setzte den Ball an den linken Torpfosten (40.). Kleiner Trost: Aufgrund einer Abseitsstellung hätte der Treffer ohnehin nicht gezählt.

Osnabrück bleibt stabil: Kein Durchkommen für harmlosen VfB

Auch im zweiten Durchgang änderte sich an der Statik des Spiels kaum etwas. Die Hausherren spielten bemüht, aber uninspiriert und behäbig nach vorne; der VfL Osnabrück verteidigte giftig und behielt seine defensive Stabilität bei.

Im engmaschigen Abwehrverbund der Lila-Weißen öffnete sich nur selten eine Lücke. Nach einer Stunde wechselte VfB-Coach Matarazzo erstmals und brachte mit Klement und Wamangituka zwei neue Offensivkräfte aufs Feld. Frischer Schwung kam dadurch aber nicht auf den Rasen. In der Schlussphase schickte Matarazzo mit Sasa Kalajdzic (für den schwachen Al Ghaddioui), Darko Churlinov (für den angeschlagenen Stenzel) und Mario Gomez (für den blassen Förster) weitere Angreifer in die Partie. Ohne Erfolg. Es blieb beim torloses Remis, mit dem die Osnabrücker deutlich besser leben können als der VfB.

VfB Stuttgart - VfL Osnabrück 0:0 (0:0)

Stuttgart: Kobel - Mola (60. Klement), Kaminski, Badstuber, Stenzel (75. Churlinov) - Endo, Castro, Mangala (60. Wamangituka) - Gonzalez, Förster (85. Gomez), Al Ghaddioui (75. Kalajdzic)

Osnabrück: Kühn - Heyer, Gugganig, Trapp - Engel (60. Agu), Taffertshofer, Blacha (90. Köhler), Ajdini - Schmidt (60. Ouahim), Henning, Amenyido (30. Girth/90. Heider)

Tore: -

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Castro (26.), Mola (57.), Gonzalez (76.) / Schmidt (42.), Trapp  (59.), Agu (69.)