Rems-Murr-Kreis

2G plus bei Veranstaltungen, 2G im Einzelhandel: Wann im Rems-Murr-Kreis?

Einkaufstag
Auch auf den Waiblinger Einzelhandel könnte bald 2G zukommen: Dann dürfen nur noch Geimpfte oder Genesene einkaufen. Ausnahme: Geschäfte der Grundversorgung. © ALEXANDRA PALMIZI

Um der Corona-Notlage in den Krankenhäusern und des Infektionsgeschehens Herr zu werden, verschärft die Landesregierung die Regeln ab Mittwoch (24.11.). Besonders Ungeimpfte werden noch mehr eingeschränkt. Für Veranstaltungen und Hotels gilt 2G plus. Für den Friseurbesuch 3G mit PCR-Test. Auf den Einzelhandel in Hotspot-Kreisen kommt 2G zu. Wir erläutern, welche neuen Regeln es geben wird und wann sie im Rems-Murr-Kreis in Kraft treten werden.

2G plus bei Veranstaltungen und körpernahen Dienstleistungen

Die am Dienstagabend (23.11.) verkündete neue Corona-Verordnung regelt einen landesweit gültigen neuen Stufenplan. Die höchste „Alarmstufe II“ wird in ganz Baden-Württemberg voraussichtlich bereits am Mittwoch (24.11.) in Kraft treten, weil der Grenzwert von 450 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen zum zweiten Mal in dieser Woche bei weitem überschritten wurde. Am Montag waren es 489 und am Dienstag 510 Covid-Intensivpatienten.

So gilt in der landesweiten Alarmstufe II von Mittwoch (24.11.) an 2G plus für viele Bereiche, etwa bei Veranstaltungen und Konzerten, in Clubs, Diskotheken oder Bars und auf Weihnachtsmärkten. Zu den betroffenen Veranstaltungen zählen auch Theater- und Opern-Aufführungen, Kino, Stadt- und Volksfeste, Stadtführungen, Informations-, Betriebs-, Vereins- sowie Sportveranstaltungen. Das heißt, dort haben Ungeimpfte gar kein Zutritts- oder Teilnahmerecht mehr, und Geimpfte oder Genesene müssen beim Eintritt zusätzlich ein negatives Testergebnis (Schnelltest oder PCR-Test) vorweisen.

2G plus gilt darüber hinaus in der Alarmstufe II auch

  • bei körpernahen Dienstleistungen (Ausnahme Friseure, siehe unten),
  • in Prostitutionsstätten,
  • für Chöre, Blasmusikensembles der Breitenkultur und ähnliches (nicht aber für beruflich Auftretende).

Besucherbeschränkungen: Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte werden schon ab der Alarmstufe I auf 50 Prozent der Kapazität/Maximalauslastung begrenzt. In der landesweiten Alarmstufe II gilt überdies ab Mittwoch eine maximalste Obergrenze von 25.000 Besuchern.

Und: "Veranstalter müssen Test-, Impf- und Genesenennachweise grundsätzlich mit digitalen Anwendungen (z. B. der CovPassCheck-App) kontrollieren und den Namen anhand von Ausweisdokumenten überprüfen. Damit ist der Zutritt allein mit dem gelben Impfpass nicht mehr möglich, es muss der QR-Code per App oder in Papierform mitgeführt werden." So möchte man offenbar, Impfpass-Fälschungen vorbeugen.

Und beim Friseur?

Für Friseurdienstleistungen gilt in der landesweiten Alarmstufe II ab Mittwoch eine 3G-Pflicht mit PCR-Tests. Nicht-Genesene und Ungeimpfte müssten also einen PCR-Test vor dem Friseurbesuch machen.

2G oder 3G im Einzelhandel, in Hotels und in der Gastronomie

In Hotspot-Kreisen (Inzidenz über 500 an zwei Tagen in Folge) sind während der geltenden Alarmstufe II der Einzelhandel und Märkte noch stärker von Einschränkungen betroffen: Dort gilt dann ab Mittwoch 2G, also Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene. Wie immer ausgenommen von Beschränkungen sind Geschäfte der Grundversorgung, also vor allem der Lebensmittelhandel (hier gelten weiterhin „nur“ die Maskenpflicht und die AHA-Regeln). 

Abholangebote und Lieferdienste – einschließlich solcher des Online-Handels – sind weiterhin uneingeschränkt möglich.

In der Alarmstufe II gilt in Kreisen mit einer Inzidenz von unter 500 hingegen für den Einzelhandel und Geschäfte weiter 3G (Ausnahme auch hier: Geschäfte der Grundversorgung).

In Hotels und Pensionen wiederum gilt in beiden Alarmstufen landesweit 2G. Ausnahme: dienstlich notwendige Übernachtungen, hier gilt weiterhin "nur" 3G.

In beiden Alarmstufen gilt zudem landesweit in der Gastronomie, in Betriebskantinen und Mensen im Innern 2G, in Außenbereichen 3G mit PCR-Test.

Kontaktbeschränkungen

"Ein Haushalt plus eine Person" lautet die landesweite Faustregel der geplanten neuen Coronaverordnung in beiden Alarmstufen, also schon ab Mittwoch (24.11.), für private Treffen. Geimpfte oder Genesene zählen nicht mit. Nicht mitgerechnet werden auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Die Rückkehr der Inzidenz als Grenzmarke für Ausgangsbeschränkungen

In Hotspot-Kreisen mit Inzidenzen von über 500 treten von Mittwoch (24.11.) an in der Alarmstufe II zudem nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Kraft. Diese dürfen dann zwischen 21 und 5 Uhr das Haus nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen – dazu zählen wie bei vorherigen Corona-Verordnungen

  • berufliche und dienstliche Gründe, also Arbeit und der Arbeitsweg;
  • medizinische Notfälle;
  • die Inanspruchnahme pflegerischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Leistungen;
  • die Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und
  • Minderjährigen, insbesondere die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich;
  • die Begleitung und Betreuung Sterbender und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen;
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren, etwa Gassigehen einer Person mit Hund(en).
  • der Besuch von Schulen, Kindertagesstätten und beruflichen sowie dienstlichen Bildungsangeboten;
  • der Besuch von Veranstaltungen des Studienbetriebs;
  • der Besuch religiöser Veranstaltungen;
  • der Besuch von Ehegatten oder Lebenspartnern;
  • Spazierengehen und körperliche Bewegung allein im Freien.

Welche Kreise sind als Erstes dran?

In drei Hochinzidenz-Kreisen Baden-Württembergs gilt schon seit Montag (22.11.) eine Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte, und zwar im (Impfquoten stammen von der letzten „aktuellen“ Meldung des Sozialmisteriums vom 14.11.)

  • Ostalbkreis: Inzidenz 686; Impfquote 63 %; 22 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Landkreis Biberach: Inzidenz 639; Impfquote 61 %; 37 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Schwarzwald-Baar-Kreis: Inzidenz 600; Impfquote 60 %; 33 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.

Folgende Stadt- und Landkreise kommen für die Verschärfungen der Alarmstufe II ab Mittwoch (24.11.), namentlich 2G im Einzelhandel und nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte, außerdem infrage, weil sie längst die 500er-Inzidenz-Marke überschritten haben:

  • Alb-Donau-Kreis: Inzidenz 560;
    Impfquote 63 %; 22 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Bodenseekreis: Inzidenz 553;
    Impfquote 65 %; 22 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Calw: Inzidenz 545;
    Impfquote 61 %; 17 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Enzkreis: Inzidenz 607;
    Impfquote 59 %; 8 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten; aber der mit im selben Boot befindliche . . .
  • Stadtkreis Pforzheim: Inzidenz 612;
    Impfquote 56 %; 36 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Esslingen: Inzidenz 509;
    Impfquote 63 %; 42 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Heidenheim: Inzidenz 569;
    Impfquote 58 %; 33 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Heilbronn: Inzidenz 514;
    Impfquote 62 %; 6 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten; aber der mit im selben Boot befindliche . . .
  • . . . Stadtkreis Heilbronn: Inzidenz 590;
    Impfquote 64 %; 61 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Hohenlohekreis: Inzidenz 540;
    Impfquote 60 %; 71 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Ortenaukreis: Inzidenz 550;
    Impfquote 63 %; 22 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Ravensburg: Inzidenz 544;
    Impfquote 62 %; 41 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Rottweil: Inzidenz 614;
    Impfquote 62 %; 85 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Sigmaringen: Inzidenz 536;
    Impfquote 59 %; 42 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • LK Tuttlingen: Inzidenz 624;
    Impfquote 59 %; 20 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Zollernalbkreis: Inzidenz 506;
    Impfquote 59 %; 46 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Stadtkreis Mannheim: Inzidenz 524;
    Impfquote 65 %; 27 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.
  • Stadtkreis Ulm: Inzidenz 527;
    Impfquote 70 %; 17 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten; und der mit im selben Boot befindliche . . .
  • . . . Alb-Donau-Kreis: Inzidenz 560;
    Impfquote 63 %; 22 % der Intensivpatienten sind Covid-Patienten.

Wann ist es im Rems-Murr-Kreis so weit?

Die landesweite Inzidenz betrug am Montag (22.11.) 460 und am Dienstag (23.11.) 470. Im Rems-Murr-Kreis lag die Inzidenz bei 458. Die 500er-Grenzmarke ist in unserem Landkreis also auch nicht mehr weit. Sie könnte schon zum Wochenende hin oder Anfang kommender Woche erreicht werden. Zumal, wenn man bedenkt, dass wie berichtet die Nachmeldungen bei den Infiziertenzahlen ein Ausmaß haben, dass sich reelle Inzidenzunterschiede von täglich 5 bis 32 Punkten ergeben können.

Um der Corona-Notlage in den Krankenhäusern und des Infektionsgeschehens Herr zu werden, verschärft die Landesregierung die Regeln ab Mittwoch (24.11.). Besonders Ungeimpfte werden noch mehr eingeschränkt. Für Veranstaltungen und Hotels gilt 2G plus. Für den Friseurbesuch 3G mit PCR-Test. Auf den Einzelhandel in Hotspot-Kreisen kommt 2G zu. Wir erläutern, welche neuen Regeln es geben wird und wann sie im Rems-Murr-Kreis in Kraft treten werden.

2G plus bei Veranstaltungen und

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