Rems-Murr-Kreis

Click & Meet im Rems-Murr-Kreis ab Freitag (21.05.): Diese Regeln müssen Sie beachten

Einkaufstag
Das war im März: Damals durften die Läden noch offen haben, und die Leute konnten durch die Einkaufsstraßen bummeln. Ab kommenden Freitag wird’s wohl endlich auch wieder möglich sein. © ALEXANDRA PALMIZI

Frohe Botschaft: Wenn die Inzidenzzahl im Rems-Murr-Kreis nicht einen unerwartet sehr großen Sprung von aktuell 111 nach oben macht, kann ab Freitag ganz in echt und vor Ort in den verschiedensten Geschäften eingekauft werden. Es gilt dann das Prinzip Click & Meet. Und außerdem – vom ganz normalen Vor-Corona-Leben sind wir halt doch noch weit entfernt – die eine und andere Regel.

Was ist Click & Meet?

Click & Meet funktioniert so: Wer Lust hat, einkaufen zu gehen und zum Beispiel die Jeans oder das neue Paar Schuhe im Laden anzuprobieren, muss vorher dort anrufen oder eine Mail schreiben und einen Einkaufstermin vereinbaren. Oder aber – ja, manchmal klappt das auch so – auf gut Glück gehen, an die Tür klopfen und fragen, ob Einlass möglich ist.

Der Einlass ist vom Kundenansturm und der Größe des Ladens abhängig: In den Geschäften darf nicht mehr als ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche anwesend sein. In einem Geschäft mit 420 Quadratmeter Verkaufsfläche dürfen also gleichzeitig zehn Kunden gucken, probieren und einkaufen. Kundinnen und Kunden und Beschäftigte müssen eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske beziehungsweise gleichwertige Produkte tragen.

Gibt es Ausnahmen?

Für Menschen, die ohne Begleitung beim Einkaufen nicht zurechtkommen, gibt es bei der strikten Personenbegrenzung eine Ausnahme. Es geht hier zum Beispiel um kleine Kinder, die nur zusammen mit Mama oder Papa oder einem anderen Erziehungsberechtigten in den Laden gehen können. In diesem Fall zählt das Kind nicht mit, auch wenn für dieses eingekauft wird.

Erwachsene Menschen, die mit einer Einschränkung leben, die ebenfalls eine Begleitung unerlässlich macht, dürfen ebenfalls jemanden zum Einkaufen mitbringen. Diese Begleitung wird dann nicht als Kunde mitgezählt. Um es ganz deutlich zu machen: Ist ein Laden so klein, dass laut Verordnung nur ein Kunde auf einmal Zutritt hat, dürfen in einem solchen Fall zwei Personen, nämlich sowohl der Mensch mit Behinderung als auch seine Begleitung, den Laden betreten.

Was muss mitgebracht werden?

Wer vor Ort einkaufen gehen will, muss ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen. Dieses Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein. Das heißt: Wer gleich am Freitagnachmittag zum Shoppen gehen will, kann schon am Donnerstagnachmittag einen Test machen. Die Tests können in den über 160 Testzentren im Rems-Murr-Kreis gemacht werden, die über das Cosan-Portal gebucht werden können. Die Tests heißen „Bürgertest“ und sind kostenlos. Es darf, so die Corona-Verordnung, mindestens ein Test pro Woche gemacht werden. Heißt im Klartext: Jeder darf auch mehr machen.

Wer die Cosima-App hat, bekommt das Ergebnis direkt aufs Handy. Die Cosima-App kann kostenlos beispielsweise im Google Play Store oder im Apple Store heruntergeladen werden.

Wer die Cosima-App nicht hat, bekommt das Testergebnis per Mail zugeschickt. Dann kann das Ergebnis auch ausgedruckt werden – hilfreich für diejenigen, die nicht mit mobilen Daten unterwegs sind.

Leider gilt der selbst und ganz allein am Frühstückstisch durchgeführte Schnelltest nicht als Eintrittskarte in die Läden. Zu groß die Gefahr, dass Schindluder getrieben wird. Aber: Wer beispielsweise in der Schule oder im Betrieb unter Aufsicht eines vom DRK oder dem Rems-Murr-Klinikum geschulten Testers – auch „geschulter Dritter“ – genannt, einen Test durchführt, bei dem gilt dieser Test. Der Tester bestätigt das Ergebnis dann in der Cosima-App.

Gibt es Alternativen?

Neben dem negativen Schnelltest gibt es noch andere Eintrittskarten in die Geschäfte. Vollständig Geimpfte nämlich können als Nachweis ihren Impfpass vorlegen. Wenn irgendwann die entsprechende App, die der Bund plant, fertig ist, geht dieser Nachweis dann auch digital. Von Corona Genesene können den schriftlichen Nachweis über einen positiven PCR-Test vorzeigen. Dieser darf allerdings nicht älter als sechs Monate sein. Wer dieses Testergebnis nicht in schriftlicher Form vorliegen hat, kann alternativ den Quarantänebescheid zeigen. Dort muss allerdings unbedingt vermerkt sein, dass ein PCR-Test positiv war und wann der Test erfolgte.

Wenn das auch nicht möglich ist, können sich Bürgerinnen und Bürger eine Mail an corona-zeugnis@rems-murr-kreis.de schreiben und sich so an das Gesundheitsamt wenden. Dort kann gegen eine Gebühr von 9 Euro eine Bescheinigung ausgestellt werden.

Wer das alles organisiert und geschafft hat und nachweislich nicht infiziert ist, darf losziehen und ein Stückchen Normalität genießen.

Und wieso das jetzt schon am Freitag?

Wie kommt’s, dass das schon ab Freitag der Fall sein kann, wo doch erst der Samstag als frühestmöglicher Termin im Gespräch war? Eine wundersame Vorverlegung? Nein – viel einfacher. Bei Corona wird viel mit Zahlen gearbeitet, und in deren Natur liegt es, dass auch viel gezählt werden muss. Und manchmal zählt der eine so und der andere so. Was zu Verwirrung führt.

Fakt ist – und das gilt jetzt: Damit die Geschäfte für Click & Meet öffnen können, muss die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter 150 liegen. Sonn- und Feiertage zählen dabei nicht mit, Samstage aber schon. Maßgeblich sind die Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Das Robert-Koch-Institut bekommt seine Zahlen von den Landkreisen, die jeweils abends ihre Zahl des Tages ans Institut übermitteln. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht diese dann am folgenden Morgen.

Der Rems-Murr-Kreis war schon am Donnerstag, 13. Mai, also an Himmelfahrt, unter 150 und ist es geblieben. Himmelfahrt ist ein Feiertag, zählt also nicht. Gezählt werden der Freitag, der Samstag, dann wieder der Montag, Dienstag und Mittwoch. Meldet das RKI am Mittwoch für den Rems-Murr-Kreis eine Inzidenz von unter 150, dann erlässt der Kreis eine „öffentliche Bekanntmachung“. Am zweiten Tag danach, also am Freitag, 21. Mai, kann’s losgehen.

Da das RKI ja aber für die Mittwochsmeldung auf die Zahl angewiesen ist, die der Kreis am Abend zuvor übermittelt, weiß das Landratsamt schon am Dienstagabend Bescheid: Dort also kann man schon ab Dienstagabend – wenn alles gut bleibt – in aller Ruhe alles vorbereiten und sich freuen.

Frohe Botschaft: Wenn die Inzidenzzahl im Rems-Murr-Kreis nicht einen unerwartet sehr großen Sprung von aktuell 111 nach oben macht, kann ab Freitag ganz in echt und vor Ort in den verschiedensten Geschäften eingekauft werden. Es gilt dann das Prinzip Click & Meet. Und außerdem – vom ganz normalen Vor-Corona-Leben sind wir halt doch noch weit entfernt – die eine und andere Regel.

Was ist Click & Meet?

Click & Meet funktioniert so: Wer Lust hat,

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper