Rems-Murr-Kreis

Corona Rems-Murr: Inzidenz am 11. Mai sinkt stark - und das sind die weiteren Aussichten

Notbremse
Das kann natürlich keine Dauerlösung sein - wann gibt's wieder Click & Meet? © ALEXANDRA PALMIZI

Gleich mehrere hoffnungsvoll stimmende Nachrichten gibt es zur Corona-Situation im Rems-Murr-Kreis zu vermelden. Die magische Inzidenz-Marke von 100 rückt immer näher; und damit das Ende der Ausgangssperre. Aber wie stabil, wie nachhaltig, wie verlässlich ist der Abwärtstrend? Gesicherte Aussagen dazu lassen sich zwar nicht treffen - aber es gibt Indizien ... 

Die Inzidenz – Neu-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen – sinkt im Rems-Murr-Kreis weiter. Sie liegt, Stand 11. Mai, nun bei 146 (Vortag: 154).

Dass es am Dienstag doch recht schwungvoll bergab ging, nachdem die Inzidenz zuvor mehrere Tage lang wie bei 154 festgetackert gewirkt hatte, ist mathematisch leicht zu erklären: Am 4. Mai waren besonders viele Neu-Ansteckungen verbucht worden, nämlich 162. Diese Tagesmeldung ist nun aber endlich aus der Sieben-Tage-Kalkulation herausgerutscht. Stattdessen wurden 110 Neu-Infektionen aufgenommen, die am 11. Mai verzeichnet wurden.

Prognose: Die Inzidenz dürfte am Mittwoch, 12. Mai, noch weiter runtergehen. Denn auch am 5. Mai wurden überdurchschnittlich viele Infektionsfälle gemeldet, nämlich 141 – und die purzeln als Nächstes aus der Sieben-Tage-Bilanz heraus.

Danach könnte sich der Abwärtsschwung fürs Erste wieder verlangsamen, da ab dem 6. Mai in der Regel pro Tag weniger als 100 Neu-Infektionen gemeldet worden waren. Es könnte durchaus passieren, dass die Inzidenz-Fieberkurve auch mal ein bisschen zu zittern beginnt und sich zwischenzeitlich einen Aufwärts-Ausschlag erlaubt. Allerdings: Nach einer unerwünschten Trend-Umkehr sieht es momentan nicht aus.

Inzidenz sinkt: Was das bedeutet

Mit Blick auf die Schulen bedeutet das: Die kritische Inzidenz-Marke 165 ist mittlerweile derart dauerhaft und dermaßen weit unterschritten, dass ab Montag, 17. Mai, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit statt Fern- wieder Wechselunterricht stattfinden kann.

Das nächste wichtige Etappenziel auf dem Weg aus der Coronakrise wäre dann Inzidenz 100.

Noch am 25. April verzeichnete der Rems-Murr-Kreis den traurigen Rekordwert von 245, der selbst die höchste Spitze der zweiten Welle übertraf. Seither aber – und damit nun bereits seit satten zweieinhalb Wochen – geht es recht steil bergab. Wenn diese Tendenz sich so fortsetzt, dürfte die 100er-Schwelle um oder kurz nach Pfingsten erreicht sein.

Pegelt die Inzidenz sich aber unter 100 ein, wird die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben, und der Einzelhandel darf dann wieder unter überschaubaren Auflagen öffnen.

Blick in die Nachbarschaft: Inzidenz dort ähnlich

Wichtig: Die Entwicklung im Rems-Murr-Kreis vollzieht sich nicht isoliert – auch in den angrenzenden Landkreisen ist der Inzidenz-Trend ähnlich. Die Gefahr, dass ein heftiges Infektionsgeschehen aus der Nachbarschaft zu uns überspringt, ist derzeit also gering. Laut Robert-Koch-Institut lag die Inzidenz am 11. Mai ...

  • im Landkreis Böblingen bei 92,
  • im Kreis Schwäbisch Hall bei 140,
  • im Kreis Esslingen bei 143,
  • im Kreis Ludwigsburg bei 152,
  • im Kreis Göppingen bei 162,
  • im Ostalbkreis bei 164.

Ungut sticht momentan nur der Stadtkreis Stuttgart heraus: Inzidenz 211.

Wichtige Indikatoren: Intensivbetten und Sterbefälle

Die Lage in den Rems-Murr-Kliniken bleibt derweil allerdings angespannt. Sie versorgen aktuell 59 Covid-Patienten; 23 von ihnen liegen auf der Intensivstation. Das sind mehr als auf dem Gipfel der zweiten Welle Ende Dezember. In ganz Baden-Württemberg ist das ärztliche und pflegerische Personal weiterhin heftig gefordert. 614 Intensivbetten im Südwesten sind momentan mit Corona-Kranken belegt, seit etwa zwei Wochen ist die Zahl fast unverändert so hoch und die Lage damit vergleichbar mit der härtesten Phase der zweiten Welle.

Die Zahl der Todesfälle nach Corona-Infektion seit Beginn der Pandemie hat sich im Rems-Murr-Kreis auf 341 erhöht. Allein 186 Menschen starben in den Monaten November, Dezember und Januar. Im April und in den ersten elf Mai-Tagen waren es hingegen nur 26. Grund: Aufgrund der Impfungen sind derzeit viel weniger alte Leute unter den Infizierten.

Gleich mehrere hoffnungsvoll stimmende Nachrichten gibt es zur Corona-Situation im Rems-Murr-Kreis zu vermelden. Die magische Inzidenz-Marke von 100 rückt immer näher; und damit das Ende der Ausgangssperre. Aber wie stabil, wie nachhaltig, wie verlässlich ist der Abwärtstrend? Gesicherte Aussagen dazu lassen sich zwar nicht treffen - aber es gibt Indizien ... 

Die Inzidenz – Neu-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen – sinkt im Rems-Murr-Kreis weiter. Sie liegt, Stand

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