Rems-Murr-Kreis

Corona-Schnelltest in Winnenden: Persönlich Betroffene berichten

Corona-Testzentrum Winnenden
Dieses Bild hat unser Fotograf als Betroffener gemacht, weil er selbst mit seinem Sohn auf den Schnelltest wartete. © Benjamin Büttner

Die Einschläge kommen näher. Die Corona-Fallzahlen steigen, man erfährt immer öfter von Kollegen, Freunden oder der Familie, dass im persönlichen Umfeld ein Corona-Verdacht besteht. So war es auch bei Can Büttner. In seiner Schulklasse war ein Coronafall aktenkundig geworden. Also mussten alle in die Quarantäne.

Doch Can ist der Sohn unseres Fotografen Benjamin Büttner. "Ich machte mir Sorgen, weil wir nicht wussten, wie nah Can mit dem infizierten Schüler in Kontakt gekommen war. Und ich wollte ausschließen, dass ich das Virus unbemerkt weitertrage, zumal ich als Fotograf nicht im Homeoffice arbeiten kann", sagte Benjamin Büttner. Also sorgte er dafür, dass Can noch am Freitag einen PCR-Test beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt bekam. Das ging rasch. Der Arzt steckte Can das Abstrichstäbchen tief in den Rachen. Doch er wollte wohl besonders gründlich sein, und fuhr mit dem Stäbchen auch noch im Rachenraum nach oben. Heftiger Würgereiz löste bei Can sehr negative Gefühle aus: „Zum Kotzen!“

Doch wann kommt denn nun das Ergebnis?

Wohl nicht übers Wochenende. Also sorgte der Vater dafür, dass Can auch noch einen Schnelltest im Schnelltestzentrum des Rems-Murr-Klinikums Winnenden bekam. Die Nachricht vom Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises war eher knapp: „Für Ihren Sohn haben wir als Testtermin den 13. November, 14.10 Uhr zugewiesen.“

Also machten sich Vater und Sohn auf nach Winnenden. Kurz vor 14 Uhr waren Sie da, stellten sich in der kurzen Schlange an und wurden kurz vor ihrem Termin auch schon namentlich aufgerufen. Kurze Aufnahme der Daten und schon ging’s weiter zum eigentlichen Abstrich. In diesem Raum trug das Personal Schutzkleidung, anders als zuvor in der Registratur. Diesmal wurde der Abstrich in der Nase gemacht. Can fand das angenehmer. „Nur ein kurzer Schmerz, dann ein wenig Wasser in den Augen, das war’s eigentlich schon.“ Kaum zehn Minuten nach dem Betreten des Testzentrums waren die Büttners schon wieder draußen.

Schnelltest: Zuverlässigkeit von etwa 94 Prozent

Zu Hause wartete schon eine Mail vom Gesundheitsamt. Der wichtigste Satz: „Der Test ist negativ ausgefallen, das heißt, zum Zeitpunkt des Tests konnte kein Erreger in Ihrem Körper festgestellt werden.“ Die Büttners konnten aufatmen. Dann noch einige Erklärungen: „Generell ist der Antigen-Test weniger genau als der herkömmliche PCR-Test. Es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Infektion mit Sars-CoV-2 nicht zu 100 Prozent ausschließt. Die von uns verwendeten Antigen-Tests bieten jedoch eine Zuverlässigkeit von 94 Prozent, so dass wir einen zusätzlichen PCR-Test nicht für notwendig erachten, insbesondere, da Sie aktuell keine Symptome aufweisen. Sollten jedoch in den nächsten Tagen Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.“

"Wir waren echt überrascht!"

Für die Büttners war das Wochenende gerettet. Für Benjamin Büttner ist das neue Schnelltestzentrum ein Erfolg: „Wir waren echt überrascht, dass das Ergebnis schon vorlag, als wir zu Hause ankamen.“ Natürlich muss Can dennoch bis zum 19. November in Quarantäne bleiben.

Die Einschläge kommen näher. Die Corona-Fallzahlen steigen, man erfährt immer öfter von Kollegen, Freunden oder der Familie, dass im persönlichen Umfeld ein Corona-Verdacht besteht. So war es auch bei Can Büttner. In seiner Schulklasse war ein Coronafall aktenkundig geworden. Also mussten alle in die Quarantäne.

Doch Can ist der Sohn unseres Fotografen Benjamin Büttner. "Ich machte mir Sorgen, weil wir nicht wussten, wie nah Can mit dem infizierten Schüler in Kontakt gekommen war. Und

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