Rems-Murr-Kreis

Coronakonform und nachhaltig: Tipps für Urlaub im Rems-Murr-Kreis und in der Umgebung

Paddeln
Urlaubsgefühle stellen sich auch vor der Haustür ein, zum Beispiel beim Paddeln auf der Rems. © Gabriel Habermann

Nachhaltig reisen liegt im Trend. Gemeinsam mit der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) und der Mobilitätsmarke bwegt werben Tourismusministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in diesem Sommer mit einer Kampagne für Ausflüge im eigenen Land. Über die kommenden Wochen liefern großflächige Plakate in landesweit 28 Städten Inspirationen für Urlaubsideen im Ländle.

Auch im Rems-Murr-Kreis gibt es viel zu entdecken. „Allgemein beginnt ein nachhaltiger Urlaub bereits bei der Planung“, sagt Marco Winterstein, ADAC-Reiseexperte und Leiter der ADAC-Geschäftsstelle und Reisebüro in Waiblingen. Wer sich für Urlaub in der Region entscheide, spare einen großen Teil an klimaschädlichen Emissionen ein. Häufig brauche man für Ausflüge noch nicht einmal das Auto. Viele Ziele sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar, mit E-Bikes sind auch längere Strecken kein Problem, so der Experte. Seine Ausflugstipps bieten etwas für jeden Geschmack und jedes Alter.

Geocaching und Kanufahren im Remstal

Geocaching-Touren im Remstal: Geocaching ist eine Art Schnitzeljagd mit dem Smartphone oder einem GPS-Gerät. „Anhand von Positionsangaben lassen sich so in der Natur versteckte Schätze aufspüren“, erklärt Winterstein. Entlang des Remstalwegs gibt es verschiedene Geocaching-Touren mit leichten und kniffligen Verstecken. Das Suchspiel eignet sich für Kinder und Erwachsene.

Genießen mit Aussicht: „In den Weinbergen über dem Weinstädter Stadtteil Großheppach gibt es von der Aussichtsplattform Luitenbächer Höhe einen atemberaubenden Blick ins Tal“, sagt Marco Winterstein. Von der S-Bahn-Haltestelle Endersbach aus erreicht man den Aussichtspunkt in rund 45 Minuten zu Fuß. Wengerter aus der Region bewirten Ausflügler nach dem Aufstieg am Wochenende in der „105 Grad Oex Sunset Lounge“. Freitags und samstags ist eine Reservierung nötig, der Eintritt kostet zehn Euro. Sonntags ist der Eintritt frei und auch eine spontane Einkehr möglich.

Kanufahren und Stand-up-Paddling: „Entlang der Rems gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich mit dem Kanu oder Kajak auf ihr fortzubewegen“, sagt Winterstein. Ein Highlight ist für ihn die Kanuroute von Weinstadt-Endersbach bis Waiblingen. Auch Stand-up-Paddling ist möglich, dabei paddelt man aufrecht stehend auf einer Art Surfbrett über das Wasser.

Kugelbahnen und historische Züge

Einfach mal rollen lassen: Insgesamt sechs Kugelbahnen gibt es im Remstal. Darauf können Kinder, aber auch Erwachsene, Kugeln durch die liebevoll gestalteten Bahnen kullern lassen. Die „Herzogliche Kugelbahn“ in Kernen verläuft auf insgesamt 800 Metern Länge durch die Weinberge und den Wald. „Weitere Kugelbahnen finden sich am Walderlebnispfad Bärenbach in Urbach, in Essingen am Remsursprung, in Winterbach, am Naturatum-Erlebniswaldpfad bei Schwäbisch Gmünd sowie in Böbingen“, sagt Marco Winterstein.

Mit Volldampf: Seit 2010 fahren wieder historische Züge der Schwäbischen Waldbahn durchs Wieslauftal. „Der Abschnitt von Schorndorf im Remstal hoch hinauf in den Welzheimer Wald gilt als eine der steilsten Bahnstrecken in Baden-Württemberg“, erklärt Marco Winterstein. „Während der Fahrt kann man mit dem Audioguide dem schwäbischen Zugbegleiter Christian Schnauffer lauschen.“ Auch für diesen Ausflug braucht man kein Auto, die historischen Züge starten nämlich am Bahnhof Schorndorf.

Streuobstwiesenbaden und Solarfähre fahren

Hoch hinaus: Soll es ein bisschen weiter weggehen? Zu den fünf Erlebnisregionen, die in einem Wettbewerb für die diesjährige Kampagne von TMBW und bwegt ermittelt wurden, zählt Ulm. Hoch hinaus geht es beim Besuch des Münsters oder des Berblinger Turms, von dem aus der Schneider von Ulm einst seinen Flugversuch startete. Die flachen Uferwege entlang der Donau eignen sich für kürzere oder längere Fahrradtouren.

Wasser und Wandern: Bei einem Ausflug an den Bodensee kommt Urlaubsstimmung auf. In Radolfzell kann man nicht nur baden, sondern den See auch von der klimafreundlichen Helio-Solarfähre aus entdecken. Eine Tour auf den nahe gelegenen Hegau-Vulkanen ist geeignet für Wanderer und Naturfreunde: Die Vulkanberge sind Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere.

Absolute Ruhe: Um Tübingen kann auf den Spuren riesiger Geschichte gewandert werden, zum Beispiel bei einem Ausflug zum Kloster und Schloss Bebenhausen. Wer im Urlaub einmal richtig zur Ruhe kommen möchte, könnte Streuobstwiesenbaden ausprobieren, den intensiven Aufenthalt in der Natur, der seit Frühjahr am Früchtetrauf möglich ist. Kurstermine können über die Tourismusförderung (tourismus@kreis-tuebingen.de, Tel 0 70 71/207-44 10) angefragt werden.

Natur erleben und Kunst entdecken

Adrenalinkick im Schwarzwald: Der Nördliche Schwarzwald gehört ebenfalls zu den fünf Erlebnisregionen und ist ein Paradies für Wanderer. Beste Aussichten über Schömberg bietet der Aussichtsturm „Himmelsglück“. Adrenalin-Junkies steigen die 300 Stufen nicht wieder herunter, sondern gelangen per Flying Fox und Flyline zurück in den Kurpark.

Kultur in Karlsruhe: Moderne und klassische Kunst gibt es im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe zu sehen. Außerdem lohnt ein Bummel durch die malerische Altstadt oder ein Besuch in einem der ältesten Zoos Deutschlands.

Nachhaltig reisen liegt im Trend. Gemeinsam mit der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) und der Mobilitätsmarke bwegt werben Tourismusministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in diesem Sommer mit einer Kampagne für Ausflüge im eigenen Land. Über die kommenden Wochen liefern großflächige Plakate in landesweit 28 Städten Inspirationen für Urlaubsideen im Ländle.

Auch im Rems-Murr-Kreis gibt es viel zu entdecken. „Allgemein

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