Rems-Murr-Kreis

Der Arbeitsmarkt im Juli: Arbeitslosenquote bleibt unverändert

Arbeitsagentur
Symbolfoto. © ZVW/Gaby Schneider

Der Juli brachte kaum Veränderungen bei den Arbeitslosenzahlen im Rems-Murr-Kreis. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich jedoch eine deutliche Verbesserung um 0,5 Prozentpunkte. „Zum Halbjahr erfolgen vergleichsweise viele Kündigungen und befristete Verträge laufen aus“, so die stellvertretende Leiterin der Waiblinger Arbeitsagentur, Verena Bischl. Der dennoch anhaltende Rückgang der Arbeitslosenzahlen sowie die zunehmende Nachfrage nach neuen Mitarbeitern sind in ihren Augen ein Indiz für den weiterhin positiven Trend auf dem lokalen Arbeitsmarkt.

Bei Arbeitsagentur und Jobcenter meldeten sich im Juli 779 Personen nach der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses arbeitslos, 159 mehr als im Juni dieses Jahres. Im gleichen Zeitraum konnten 742 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Diese Zahl entspricht dem Niveau des Vormonats, liegt aber um 165 Personen höher als im Juli letzten Jahres. Insgesamt sind bei der Arbeitsagentur Waiblingen und dem Jobcenter Rems-Murr Ende Juli 9887 Personen arbeitslos gemeldet, 169 weniger als im Monat zuvor und 1398 weniger als im letzten Jahr.

In Baden-Württemberg sank die Arbeitslosigkeit 

Die Arbeitslosenquote nahm in den letzten vier Wochen um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent ab.

Auch in diesem Berichtsmonat profitierten mehr Personen, die von der Agentur für Arbeit betreut werden, als Personen, die Grundsicherung beziehen, von der wiederauflebenden Einstellungsbereitschaft der Unternehmen im Bezirk. So konnten 539 Männer und Frauen aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden. Im Bereich des Jobcenters teilten 203 bislang Arbeitslose den Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses mit.

Anders als in den Vorjahren nahm in diesem Jahr insgesamt die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen zum Vormonat sowohl bei der Arbeitsagentur (- 26) als auch beim Jobcenter (- 143) ab. Derzeit werden 4.692 arbeitslose Personen von der Arbeitsagentur Waiblingen betreut, 5.195 erhalten Leistungen zur Grundsicherung vom Jobcenter Rems-Murr.

903 neuen Stellen

Zu Beginn der Ferien sind bei Arbeitsagentur und Jobcenter kreisweit 742 junge Erwachsene unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, 65 mehr als im Juni dieses Jahres. Die Arbeitslosenquote dieser Altersgruppe stieg von 2,7 Prozent auf 2,9 Prozent. „Aufgrund der Beendigung betrieblicher und schulischer Ausbildungen nimmt die Arbeitslosigkeit alljährlich über die Sommermonate vorübergehend zu“, ordnet Bischl diese Entwicklung ein, „in diesem Jahr wurden coronabedingt viele Prüfungstermine nach hinten verschoben. Daher rechne ich im August mit einer weiteren Zunahme bei den jungen Menschen“.

Mit 903 neuen Stellen meldeten die Unternehmen im Rems-Murr-Kreis 59 Angebote mehr als im Monat zuvor, 323 mehr als im Juli letzten Jahres (+ 55,7 %). „Die Zunahme an Stellenmeldungen zu Beginn des zweiten Halbjahres ist ungewöhnlich und deutet auf eine anhaltende Erholung des Arbeitsmarktes hin“, bewertet Bischl die aktuellen Zahlen. Arbeitsuchende finden auf der Jobbörse der Agentur für Arbeit derzeit rund 2.900 zu besetzende Arbeitsstellen aus dem Rems-Murr-Kreis.

Kurzarbeit weiterhin rückläufig

Die Anzeigen zu Kurzarbeit sind weiterhin rückläufig. Im Juli gingen 21 Anzeigen von Betrieben aus dem Rems-Murr-Kreis mit 172 Betroffenen ein. Nach der Hochrechnung für März 2021 wird mit einer Kurzarbeiterquote von 8,9 Prozent gerechnet.

Der Juli brachte kaum Veränderungen bei den Arbeitslosenzahlen im Rems-Murr-Kreis. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 4,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich jedoch eine deutliche Verbesserung um 0,5 Prozentpunkte. „Zum Halbjahr erfolgen vergleichsweise viele Kündigungen und befristete Verträge laufen aus“, so die stellvertretende Leiterin der Waiblinger Arbeitsagentur, Verena Bischl. Der dennoch anhaltende Rückgang der Arbeitslosenzahlen sowie die zunehmende Nachfrage nach

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