Rems-Murr-Kreis

Der Rems-Murr-Kreis ist bereits heute klimaneutral! Zumindest in gewisser Weise ...

Biogasanlage
Die Biovergärungsanlage in Backnang-Neuschöntal. © Gabriel Habermann

Klimaneutral: Mit diesem ehrenhaften Etikett darf sich die Verwaltung des Rems-Murr-Kreises behängen; zumindest in gewisser Weise. Damit man das „In gewisser Weise“ streichen kann, gibt es bis 2030 aber noch dies und das zu tun.

Das Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität der Hochschule Esslingen hat für das Landratsamt eine CO2- und Energie-Bilanz erstellt. Dabei kam Bemerkenswertes heraus: Die Kreisverwaltung darf durchaus bereits jetzt für sich in Anspruch nehmen, dass sie ihrer ökologischen Vorbildrolle gerecht wird.

Ein Verwaltungsgebäude oder Verwaltungsstandort gilt dann als klimaneutral, wenn auf ein Jahr gerechnet eine ausgeglichene CO2-Bilanz vorliegt. Dabei aber kann man sozusagen Kompensationsgeschäfte zur Anrechnung bringen: Treibhausgas-Emissionen, die durch den Energieverbrauch eines Gebäudes verursacht werden, können ausgeglichen werden, wenn es gelingt, im Gegenzug „gebäudenah“ erneuerbare Energie zu produzieren und zu exportieren.

Wir ahnen: Das Wort „gebäudenah“ lässt sich verschieden auslegen. Aber halten wir gegeneinander:

  • Einerseits: in normalen, sprich coronafreien Zeiten 406 Tonnen pro Jahr CO2-Ausstoß bei den kreiseigenen Gebäuden, weitere 330 Tonnen durch dienstliche Mobilität und 2190 Tonnen durch den Betrieb der Kreisberufschulen. Macht böse 2926 Tonnen.
  • Andererseits: Energiegewinnung auf kreiseigenen Liegenschaften, vor allem durch die Biovergärungsanlage der Abfallwirtschaft Rems-Murr in Backnang-Neuschöntal und Fotovoltaik-Freiflächen-Anlagen. Macht gute 6415 Tonnen!

Nach dieser Rechnung hat der Rems-Murr-Kreis sein Soll schon weit übererfüllt. Aber das Wort „gebäudenah“ wurde dabei natürlich etwas großzügig ausgelegt, denn die Schorndorfer Berufsschule liegt ja nun nicht direkt bei Neuschöntal.

Deshalb will die Kreisverwaltung sich noch weiter verbessern und die Kreisgebäude bis 2030 in einem engeren Sinne klimaneutral machen: zum Beispiel durch energetische Sanierung oder via Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern.

Es geht also weiter, und eine Pressemitteilung aus dem Landratsamt zeugt durchaus von ökologischem Schwung: „Ein zentrales Klimaziel für den Rems-Murr-Kreis ist, seiner Vorbildrolle gerecht zu werden.“

Klimaneutral: Mit diesem ehrenhaften Etikett darf sich die Verwaltung des Rems-Murr-Kreises behängen; zumindest in gewisser Weise. Damit man das „In gewisser Weise“ streichen kann, gibt es bis 2030 aber noch dies und das zu tun.

Das Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität der Hochschule Esslingen hat für das Landratsamt eine CO2- und Energie-Bilanz erstellt. Dabei kam Bemerkenswertes heraus: Die Kreisverwaltung darf durchaus bereits jetzt für sich in Anspruch nehmen,

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