Rems-Murr-Kreis

Die Würgeschlange aus Weinstadt: Wohlauf und bald wieder daheim

Boa
Im Umzugskarton wurde die Madagaskarboa in die Wilhelma gebracht. © Polizeipräsidium Aalen

Die Würgeschlange, die ein Mann aus Weinstadt am Montag in seinem Garten entdeckt hat, ist wohlauf, sei überhaupt in einem guten Zustand und hat ihren Ausflug offenbar bislang gut überstanden. Das jedenfalls teilt die Wilhelma mit, wo das Tier zurzeit untergebracht ist. Das Tier war am Montag von einem Weinstädter in seinem Garten entdeckt worden.

Schlange wurde in die Wilhelma gebracht

Der vom exotischen Besuch überraschte Mann alarmierte die Polizei, die dann auch in den Enzianweg kam und die Schlange mittels Karton und mit der Unterstützung eines sachkundigen Kollegen einfing und in den Stuttgarter Zoo verfrachtete. Der exotische Besuch entpuppte sich als Madagaskar-Boa. Diese Tiere sind nur auf Madagaskar und den umliegenden Inseln beheimatet. Die Art ist streng geschützt. Laut Internetlexikon Wikipedia leben heute wahrscheinlich in den Terrarien von begeisterten Schlangenzüchtern mehr Exemplare als in freier Natur. 

In der Wilhelma war die Schlange natürlich bestens versorgt. Dennoch weist der Zoo darauf hin, dass dort keine Tierauffangstation sei. „Wir haben hier nicht die Kapazitäten, um aufgefundene Tiere aufzunehmen“, heißt es aus der Pressestelle. Die Schlange hätte eigentlich in ein Tierheim gebracht werden sollen.

Zuerst war nicht bekannt, woher die Schlange kam. Am Mittwoch hat sich dann die Besitzerin, die in der Nachbarschaft des Auffindeortes wohnt, gemeldet. Sie kann ihr Haustier in den nächsten Tagen in der Wilhelma abholen.

Die Tierschutzorganisation Peta hat sich auf den Schlangenfund hin ebenfalls zu Wort gemeldet. Peta weist darauf hin, dass die Haltung gefährlicher exotischer Tiere in neun von 16 Bundesländern bereits verboten ist oder unter Genehmigungsvorbehalt steht. In Baden-Württemberg sei die Privathaltung von Tieren wie Würgeschlangen, Tigern oder giftigen Tieren noch erlaubt. Peta verlangt hier ein Umdenken der Landesregierung. Die anspruchsvollen Tiere könnten, so Peta, in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden.

Die Würgeschlange, die ein Mann aus Weinstadt am Montag in seinem Garten entdeckt hat, ist wohlauf, sei überhaupt in einem guten Zustand und hat ihren Ausflug offenbar bislang gut überstanden. Das jedenfalls teilt die Wilhelma mit, wo das Tier zurzeit untergebracht ist. Das Tier war am Montag von einem Weinstädter in seinem Garten entdeckt worden.

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Schlange wurde in die Wilhelma gebracht

Der vom exotischen Besuch überraschte Mann alarmierte die Polizei, die dann auch

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