Rems-Murr-Kreis

Dringende Warnung der Polizei: Telefonbetrüger massiv zugange, in Winnenden hoher Schaden

trickbetrüger
Achtung! Helfen Sie Älteren! Warnen Sie vor Telefonbetrug: Die Polizei wird niemals Geld, Wertsachen oder Kontoauskünfte verlangen. © HighwayStarz - Fotolia

Achtung! Vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger sind wieder in Gefahr, Opfer von Betrugsversuchen am Telefon zu werden. Die Polizei teilt mit, dass es auch im Rems-Murr-Kreis derzeit wieder vermehrt zu solchen Anrufen kommt. Im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Aalen wurden im vergangenen Monat insgesamt 41 dieser Anrufe bekannt. Einmal waren die Betrüger erfolgreich: Das Opfer, wohnhaft in Winnenden, verlor 100 000 Euro. Insbesondere die Betrugsmaschen „Enkeltrick“, „falsche Polizeibeamte“ und die „Schockanrufe“ werden häufig registriert.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei den Opfern zwar meist um ältere Menschen handelt, diese aber häufig noch rüstig sind. Die meisten Geschädigten hatten bereits vielfach von der Masche gehört und gelesen. „Wie kann man auf so etwas nur hereinfallen? Das würde mir nie passieren“, dachten sie. Dann aber waren die Angerufenen derart überrascht, dass es dennoch zu erheblichen Schäden gekommen ist.

Bei den Anrufern handelt es sich um rhetorische Profis. Eine ehemalige Chefsekretärin schilderte den Anruf so: „Mit der ganzen Geschichte des angeblichen Polizeibeamten wurde so viel Druck aufgebaut, dass ich gar nicht mehr klar denken konnte. Ich war wie gefangen. Mein Verhalten kann ich mir bis heute nicht erklären.“

Der Enkeltrick:

Der Anruf der Enkeltrickbetrüger beginnt meist mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder Ähnlichem. Der Angerufene nennt einen Namen – und schon ist’s passiert. Meist geben sich die Anrufer als Verwandte oder gute Bekannte aus und täuschen einen finanziellen Engpass beziehungsweise eine Notlage vor. Deshalb würde dringend eine größere Menge Bargeld benötigt werden. Hierbei werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe massiv unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer die geforderte Summe bezahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt. Wenn der Betroffene die geforderte Summe nicht im Haus parat hat, wird er angewiesen, unverzüglich zur Bank zu gehen, um dort den Betrag abzuheben. Häufig bestellen die Täter hierfür sogar ein Taxi zur Wohnanschrift der Geschädigten.

Der falsche Polizist:

Ebenfalls zu den gängigsten Betrugsmaschen zählt der falsche Polizeibeamte. Ähnlich wie beim Enkeltrick werden auch hier meist ältere Menschen zunächst telefonisch kontaktiert und unter unterschiedlichen Vorwänden und mit massivem Aufbau von Druck dazu gedrängt, Bargeld und sonstige Wertgegenstände an der Haustüre zu übergeben. Sehr häufig geben sich die Betrüger als Beamte der Kriminalpolizei aus und behaupten, dass in der Nachbarschaft Einbrecher festgenommen worden wären. Bei diesen sei eine Notiz mit den Daten des Angerufenen aufgefunden worden. Da nun ein Einbruch unmittelbar bevorstünde, seien die Wertgegenstände im Haus nicht mehr sicher und müssten an die Polizei übergeben werden. Gibt das Opfer an, sämtliches Bargeld und Wertgegenstände bei der Bank deponiert zu haben, wird häufig suggeriert, dass auch Bankmitarbeiter bei den Einbrüchen beteiligt seien und das Geld auch bei der Bank nicht mehr sicher sei.

Der Schockanruf:

Auch beim sogenannten „Schockanruf“ sind in der Vergangenheit verschiedenste Variationen bekannt geworden. Den Angerufenen wird eine prekäre Notlage eines nahestehenden Menschen vorgegaukelt, wie ein schwerer Verkehrsunfall oder eine lebensbedrohliche Erkrankung. Nun würde dringend Geld zur Durchführung einer medizinischen Behandlung benötigt oder um beispielsweise eine Haftstrafe abzuwenden. Auch bei dieser Masche wird am Telefon massiver Druck auf die Geschädigten aufgebaut und angegeben, dass das Geld sofort benötigt würde, um die schlimmen Folgen abzuwenden. Bis es schließlich zur Geldübergabe an einen angeblichen Geldboten kommt, werden die Geschädigten oftmals angewiesen, in der Leitung zu bleiben und niemanden zu kontaktieren.

Das kann Sie retten:

Insbesondere folgende Verhaltenshinweise sind laut Polizei dringend zu beachten:

  • Ganz wichtig! Geben Sie den Tätern keinen Hinweis durch Ihren auffälligen Telefonbucheintrag.
  • Haben Sie eine alte kurze Telefonnummer? Lassen Sie sie in eine aktuelle, längere Rufnummer abändern.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen. So stechen Sie den Tätern nicht mehr ins Auge. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Telekommunikationsanbieter.
  • Geben Sie niemals Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen.
  • Rufen Sie die jeweilige Person oder die angegebene Polizeidienststelle unter der Ihnen bekannten Nummer an. Verwenden Sie hierzu niemals die Rückruftaste, sondern geben Sie die Nummer in Ihrem Telefon ein oder benutzen die bei Ihnen gespeicherte Nummer.
  • Wenn der Anrufer Geld oder andere Wertgegenstände von Ihnen fordert, besprechen Sie dies mit Familienangehörigen und anderen Ihnen nahestehenden Personen. Die Polizei fordert niemals von Ihnen Geld oder Wertgegenstände.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an Unbekannte.
  • Lassen Sie niemals Unbekannte in Ihre Wohnung.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. Beenden Sie davor die Verbindung durch Auflegen des Hörers.
  • Bewahren Sie höhere Geldbeträge und Wertgegenstände nicht zu Hause auf, sondern bei der Bank.

Weitere Hinweise der Polizei über diese und andere Betrugsmaschen finden Sie online

Achtung! Vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger sind wieder in Gefahr, Opfer von Betrugsversuchen am Telefon zu werden. Die Polizei teilt mit, dass es auch im Rems-Murr-Kreis derzeit wieder vermehrt zu solchen Anrufen kommt. Im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Aalen wurden im vergangenen Monat insgesamt 41 dieser Anrufe bekannt. Einmal waren die Betrüger erfolgreich: Das Opfer, wohnhaft in Winnenden, verlor 100 000 Euro. Insbesondere die Betrugsmaschen „Enkeltrick“, „falsche

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