Rems-Murr-Kreis. Sie hatte einen Blick für soziale Ungerechtigkeiten, wollte das Elend einfangen und forderte Respekt. Denn Mitleid, so die Fotografin Hansel Mieth, sei das erste Unrecht. Die geborene Schwäbin riss früh aus ihrem Zuhause in Fellbach aus und emigrierte in den 30er-Jahren in die USA. Ihre sozialen Fotoreportagen zeigten den Alltag der armen Bevölkerung – bis sie schließlich des Kommunismus verdächtigt wurde. Mit der Verleihung des Hansel-Mieth-Preises