Rems-Murr-Kreis

Erster Coronavirus-Fall im Rems-Murr-Kreis

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Das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden. © Benjamin Büttner

Rems-Murr-Kreis.
Eine Woche nach dem ersten Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg gibt es jetzt auch im Rems-Murr-Kreis eine infizierte Person. Das bestätigte das Sozialministerium am Dienstagnachmittag. Bei einem 44-jährigen Mann mit leichten Symptomen wurde demnach am Montag vom Hausarzt ein Abstrich entnommen. Das Testergebnis fiel positiv aus. Die Infektionskette wird derzeit noch ermittelt. Laut Mitteilung wurde die stationäre Aufnahme veranlasst. 

Rudersberger Schulzentrum vorsorglich geschlossen

Nach Angaben der Backnanger Schulamtsleiterin Sabine Hagenmüller-Gehring handelt es sich bei dem Infizierten um den Vater zweier Schüler, die in Rudersberg zur Schule gehen. Als am Dienstagmittag bekannt wurde, dass sich der Vater mit dem Coronavirus infiziert hat, wurden seine Kinder aus dem Unterricht genommen. Auch bei ihnen wurde nun ein Mundabstrich entnommen. Da die Ergebnisse des Tests erst am Mittwoch vorliegen, bleibt das Rudersberger Schulzentrum nach Angaben von Hagenmüller-Gehring vorsorglich geschlossen. Sollten die Testergebnisse positiv ausfallen, wird die weitere Vorgehensweise beraten. 

So reagiert das Landratsamt

Auch das Landratsamt reagiert auf den ersten Coronavirus-Fall im Rems-Murr-Kreis: Der Gesundheitszustand des Mannes, der eine Vorerkrankung hat, sei medizinisch stabil, so die Behörde in einer Mitteilung. Bereits am vergangenen Sonntag habe sich Landrat Richard Sigel mit den Landräten der Region Stuttgart in einem Brief an Sozialminister Manfred Lucha gewandt und mobile Abstrich-Dienste und die nötige Schutzkleidung eingefordert. Laut einer Pressemitteilung könne man mit mobilen Abstrich-Diensten Einrichtungen wie Gesundheitsämter, Kliniken und Arztpraxen entlasten, aber nicht länger auf diese warten. Deshalb wurden nun alle Vorbereitungen für eine zentrale Anlaufstelle für Verdachtsfälle im Kreis getroffen. 

Über seinen Instagram-Kanal hat sich inzwischen auch der Rudersberger Bürgermeister Raimon Ahrens zu Wort gemeldet:

Weiterer Fall im Kreis Ludwigsburg

Auch aus dem Landkreis Ludwigsburg wurde am Dienstag ein weiterer bestätigter Fall gemeldet. Ein 45-jähriger Reiserückkehrer aus Südtirol hatte sich zuvor mit einem leichten grippalen Infekt beim Hausarzt vorgestellt und befindet sich derzeit in häuslicher Isolation. Die Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Damit sind nun im Land 30 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert.

Die bekannten Fälle verteilen sich auf die Kreise Göppingen, Tübingen, Böblingen, Karlsruhe, Heilbronn, Ludwigsburg, Rottweil, Rhein-Neckar, Freiburg bzw. Breisgau-Hochschwarzwald, Alb-Donau und Zollernalb. landesweit rund 84 Notfallpraxen für den Umgang mit dem Coronavirus ausgerüstet, um rund um die Uhr als Anlaufstelle für erkrankte Menschen oder Verdachtsfälle dienen zu können. Um die medizinische Betreuung zu gewährleisten, werden laut Lucha auch pensionierte Ärzte reaktiviert.  


Experten-Telefone

Unter  07151/5013000 können sich Bürgerinnen und Bürger werktags von 8 bis 17 Uhr an das Gesundheitsamt Rems-Murr wenden. Nach wie vor hat auch das Landesgesundheitsamt eine Bürgerhotline geschaltet: Sie erreichen die Mitarbeiter von Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr, unter: 0711/90439555.