Rems-Murr-Kreis

Freilaufende Hunde können Schlimmes anrichten: Was für die Leine spricht

Hund Feature
Sein Halter/seine Halterin trägt die Verantwortung. © pixabay

Freilaufende Hunde können eine Menge Unheil anrichten. Klar ist, dass Hunde genügend Auslauf brauchen. Doch wer seinen Hund auch in nicht gut überschaubaren Bereichen frei laufen lässt, nimmt vielerlei potenzielle Schäden in Kauf, an die man vielleicht nicht sofort denkt. Das Landwirtschaftsamt Rems-Murr informiert über mögliche Gefahren und richtet einen unmissverständlichen Appell an Hundebesitzer/-innen:

Hundekot landet leicht unbemerkt auf Wiesen oder Äckern, sofern Hunde in großem Abstand frei laufen. Diese Hinterlassenschaften können Parasiten enthalten und deshalb Krankheiten bei Nutztieren wie Rindern, Pferden oder Schafen verursachen. „Bitte entwurmen Sie Ihren Hund regelmäßig und nehmen Sie den Hundekot auf und entsorgen ihn in den entsprechenden Behältern, nicht in der nächsten Hecke,“ appelliert daher der für Landwirtschaft und Verbraucherschutz zuständige Dezernent im Landratsamt, Gerd Holzwarth, an alle Hundehalterinnen und Hundehalter in einer Mitteilung.

Spielzeug landet im Futter

Nicht nur Kot sei ein Problem auf den Wiesen und Weiden, auch liegen gebliebenes Hundespielzeug wie Bälle oder auch Äste können erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Maschinen verursachen. Bei Plastikspielzeug besteht auch die Gefahr, dass Stücke davon im Futter der Tiere landen.

Vor allem wenn die Gassistrecke an einer Tierweide vorbeiführt, sollten Hunde generell entweder angeleint oder so trainiert sein, dass sie nicht unkontrolliert auf eingezäunte Weiden laufen und die Tiere aufschrecken, heißt es in der Mitteilung weiter: „Weidetiere können durch Hunde unter erheblichen Stress geraten und dann vor lauter Panik flüchten. Wenn Tiere ausbrechen und auf die Straße laufen, gibt es ein erhebliches Gefahrenpotenzial für Mensch und Tier,“ so Dezernent Holzwarth.

Ein gesunder Hase schafft's, ein kranker eher nicht

Freilaufende Hunde, die außerhalb der Sichtweite der Hundehalter laufen, können ferner Wildtiere gefährden, insbesondere dann, wenn sie ein Wildtier wittern und ihrem natürlichen Instinkt folgen. Es könne leicht vorkommen, so heißt es in der Mitteilung weiter, „dass der Hundehalter die Kontrolle über sein Haustier verliert“. Gesunde, ausgewachsene Rehe oder Hasen können den meisten Hunden davonlaufen, „aber vor allem kranke oder junge Tiere haben dann oft keine Chance zu entkommen“.

Unfallgefahr auf Straßen

Besonders im Winter belaste eine Flucht vor Hunden die Tiere extrem. In dieser Zeit ist der Stoffwechsel der Wildtiere reduziert, weil sie während der kälteren Jahreszeit Energie sparen. Zudem kommt es der Mitteilung zufolge immer wieder vor, dass aufgeschreckte Wildtiere in Panik über die Straße rennen und dann in Verkehrsunfälle verwickelt werden. In vielen Fällen endet das für die Wildtiere tödlich, und solche Vorfälle gefährden Autofahrer/-innen.

„Es ist sehr wichtig, dass Hundebesitzer immer und zu jeder Zeit auf ihre Hunde einwirken können, so dass Hunde in keinem Fall das Wild jagen oder aufhetzen“, betont Dezernent Gerd Holzwarth und ergänzt: „Wenn ein Halter keine Einwirkungsmöglichkeit auf seinen Hund hat, handelt er ordnungswidrig.“

Freilaufende Hunde können eine Menge Unheil anrichten. Klar ist, dass Hunde genügend Auslauf brauchen. Doch wer seinen Hund auch in nicht gut überschaubaren Bereichen frei laufen lässt, nimmt vielerlei potenzielle Schäden in Kauf, an die man vielleicht nicht sofort denkt. Das Landwirtschaftsamt Rems-Murr informiert über mögliche Gefahren und richtet einen unmissverständlichen Appell an Hundebesitzer/-innen:

Hundekot landet leicht unbemerkt auf Wiesen oder Äckern, sofern Hunde in

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