Rems-Murr-Kreis

Geflügelpest im Rems-Mur-Kreis: Hohe Ansteckungsgefahr geht von Wildvögeln aus

Ostern
Hühner in Gefahr. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Geflügelbestände im Rems-Murr-Kreis bleiben weiterhin - und wieder - von der Geflügelpest bedroht. Besonders von Wildvögeln geht dabei eine hohe Ansteckungsgefahr für Geflügelhaltungen aus. Darauf weist das Veterinäramt hin.

Das Risiko verdeutlichen die aktuellen Geflügelpest-Ausbrüche in Frankreich, Spanien, den Niederlanden, in Polen, aber auch in Deutschland – „nach Mitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums zeigt die aktuelle Seuchenlage in den anderen Mitgliedstaaten, insbesondere in Frankreich, dass mit einer deutlichen Verschlechterung der Lage auch in Deutschland zu rechnen ist“, so Dr. Thomas Pfisterer, Leiter des Veterinäramtes in Backnang.

Wird die Geflügelpest diagnostiziert, hat das drastische Folgen

Eine Seuchenfeststellung in Nutzgeflügelbeständen hat erhebliche Folgen für Geflügelhalter – „unter anderem Bestandstötungen, Verbringungsbeschränkungen und Vermarktungsverbote“.

Das mussten auch einige Betriebe im Rems-Murr-Kreis im Frühjahr 2021 erfahren. Um derlei zu vermeiden, rät Verbraucherschutzdezernent Gerd Holzwarth allen Geflügelhaltern im Rems-Murr-Kreis zu erhöhter Wachsamkeit und vor allem zu geeigneten Vorbeugungsmaßnahmen.

„Die meisten Betriebe mit Freilandhaltung haben Vorkehrungen zur Aufstallung ihres Nutz- oder Hobbygeflügels getroffen, setzen diese leider aber nicht freiwillig um und halten ihre Tiere weiterhin im Freien“, beschreibt Dr. Sonja Ruffer, Tierseuchenreferentin des Veterinäramtes, die aktuelle Situation. Zur Vorbeugung eines Geflügelpesteintrags wird deshalb dringend empfohlen, die Futter- und Tränkestellen sicher von Wildvögeln getrennt einzurichten. Darüber hinaus sind weitere Sicherheitsmaßnahmen wie etwa das Tragen einer separaten Schutzkleidung zu beachten.

Wo es Beratung und Hilfe gibt

„Eine besondere Aufmerksamkeit ist weiterhin dem Geflügelhandel im Reisegewerbe zu schenken“, sagt Veterinäramtsleiter Dr. Pfisterer. Er weist darauf hin, dass die Geflügelhalter ausschließlich gesunde Tiere aus unverdächtigen Beständen zukaufen sollten. „Hier ist es empfehlenswert, zum Beispiel Junghennen von bekannten Betrieben aus der Region zu erwerben“, so Pfisterer.

Für Fragen zum Thema und zu Maßnahmen in den Betrieben stehen die Mitarbeitenden des Veterinäramts Rems-Murr-Kreis, Tel. 0 71 91 / 8 95 40 62, veterinaeramt@rems-murr-kreis.de, zur Verfügung.

Die Geflügelbestände im Rems-Murr-Kreis bleiben weiterhin - und wieder - von der Geflügelpest bedroht. Besonders von Wildvögeln geht dabei eine hohe Ansteckungsgefahr für Geflügelhaltungen aus. Darauf weist das Veterinäramt hin.

Das Risiko verdeutlichen die aktuellen Geflügelpest-Ausbrüche in Frankreich, Spanien, den Niederlanden, in Polen, aber auch in Deutschland – „nach Mitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums zeigt die aktuelle Seuchenlage in den anderen Mitgliedstaaten,

Das Wichtigste aus der Region
  • Abo jederzeit kündbar
  • Ein Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
  • Täglicher Newsletter aus der Redaktion