Rems-Murr-Kreis

Handwerk im Rems-Murr-Kreis: Wie läuft's und wer wurde geehrt?

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Symbolfoto. © pixabay.com

Handwerksbetriebe im Rems-Murr-Kreis sind zwar mit vollen Auftragsbüchern versorgt – doch drückt der Schuh an anderer Stelle. Vor allem die Inhaberinnen und Inhaber von Bäckereien und Metzgereien ächzen unter den hohen Energiekosten, „während die anderen Gewerke Probleme bei der Materialbeschaffung haben“, wie es in einer Mitteilung der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr heißt: „Wie es weitergeht und was noch alles auf uns zukommt, kann derzeit keiner beantworten.Wir bewegen uns dort, wo wir was bewegen können.“

Kürzlich ehrte die Kreishandwerkerschaft verdiente Meisterinnen und Meister bei einer Feier mit rund 80 Gästen in Backnang. Geehrt wurden Männer und Frauen, die vor 50 Jahren, also 1972, ihren Meisterbrief erhalten hatten. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Herbert Titze spräch folgenden Geehrten seine Glückwünsche aus: Karin Beinroth, Friseurmeisterin aus Backnang, Ingrid Branschädel, Friseurmeisterin aus Aspach, Klaus Winkle, Friseurmeister aus Schwaikheim, Herbert Bräuninger, Maler- und Lackierermeister aus Waiblingen, Ludwig Dippon, Malermeister aus Weinstadt, Franz Dexl, Raumausstattermeister aus Waiblingen und Manfred Fritz, Stuckateurmeister aus Plüderhausen.

Hat Handwerk noch goldenen Boden?

Herbert Titze ging in seiner Rede auf Geschehnisse des Jahres 1972 ein. 1972 war Willy Brandt Bundeskanzler und bis April 1972 war Heinrich Lübke Bundespräsident, der danach von Gustav Heinemann abgelöst wurde. Das Auto des Jahres war der Fiat 127, und der durchschnittliche Verdienst lag bei umgerechnet 695 Euro im Monat. Vieles hat sich sehr verändert, doch eines ist geblieben: „Das Handwerk hat goldenen Boden.“

Nichtsdestotrotz kämpft auch das Handwerk mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, wenngleich die Auswirkungen der globalen Krisen je nach Gewerk sehr verschieden ausfallen. Bereits im Oktober hatte Peter Friedrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart, gewarnt, gut jeder vierte Unternehmer rechne mit einer schwächeren Nachfrage und damit einer deutlichen Verschlechterung der Geschäftslage. Wesentliche Ursache sei der geschwächte private Konsum. Von einer bereits eingetretenen wirtschaftlichen Misere berichteten schon vor Wochen vor allem Betriebe des Nahrungsmittel- und Gesundheitsgewerbes. „Ernste Auswirkungen melden auch das Bauhauptgewerbe sowie das Ausbaugewerbe“, hieß es in einer Mitteilung der Handwerkskammer.

Handwerksbetriebe im Rems-Murr-Kreis sind zwar mit vollen Auftragsbüchern versorgt – doch drückt der Schuh an anderer Stelle. Vor allem die Inhaberinnen und Inhaber von Bäckereien und Metzgereien ächzen unter den hohen Energiekosten, „während die anderen Gewerke Probleme bei der Materialbeschaffung haben“, wie es in einer Mitteilung der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr heißt: „Wie es weitergeht und was noch alles auf uns zukommt, kann derzeit keiner beantworten.Wir bewegen uns dort, wo wir

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