Rems-Murr-Kreis

Heimspiel 2022: Farbenfrohes Spektakel mit Andrea Berg und mehr als 35.000 Fans

// 15. Heimspiel Open-Air, Andrea Berg in der Großaspacher Wir-machen-Druck-Arena
Auftakt im Konfettiregen: In einem Regenbogenkleid begrüßt Andrea Berg ihre Fans zum Heimspiel 2022. © Alexander Becher

„Das sieht schon geil aus, wenn man von hier oben in die Arena schaut“, Uli Ferber hält inne und freut sich: „Sensationell.“ Der Ehemann von Andrea Berg steht mit SWR4-Moderator Matthias Methner auf der großen Bühne im Fautenhau. In wenigen Stunden wird seine Frau nach zwei Jahren Corona-Pause wieder ohne Auflagen mit ihrem Publikum ihr traditionelles Heimspiel feiern – mittlerweile das 15.

Sonne satt, keine Regenwolke in Sicht, gut gelaunte Fans und eine spektakuläre Bühne mit einem langen Steg, der mitten in die Menge reicht. Während in der „Wir-machen-Druck“-Arena das Vorprogramm – unter anderem mit DJ Thommy, Madeline Willers, den Schlagerpiloten, der Rebel Tell Band, Melissa Naschenweng (die Österreicherin konnte aus Termingründen nur am Freitag auftreten) und Sunrise – die vielen Fans in Sommerparty-Feierlaune versetzt, laufen die letzten Vorbereitungen hinter den Kulissen.

Die Tänzer dehnen sich, gehen nochmals die Schritte und Drehungen durch. Andrea Berg gibt in den Katakomben noch Interviews. Creative Director Curtis Burger und Musikproduzent DJ BoBo stimmen sich nochmals ab. Die beiden werden das Geschehen auf der Bühne die ganze Zeit genau im Blick behalten.

Ritual: Vor dem Auftritt einen Jägermeister

Wenige Minuten vor dem Auftritt – das Ritual direkt hinter der Bühne. Andrea Berg und ihr Team stehen im Kreis, schwören sich ein und stoßen mit Jägermeister an. Und dann – ab auf die Bühne. Lautstark wird das Erscheinen der Musikerin umjubelt. Die Fans im ausverkauften Stadion (mehr als 35.000 Menschen insgesamt an beiden Konzerttagen) stimmen direkt mit ein, als Andrea Berg mit einem Kleid in Regenbogenoptik und im Konfettiregen den Titel ihres neuen Albums interpretiert: „Ich würd’s wieder tun.“

Dass sie nun endlich wieder ein Bad in der Fanmenge nehmen kann – für die Musikerin ein Augenblick, der sie bewegt: Sie hat Freudentränen in den Augen. „Mann! Hab’ ich mich auf euch gefreut!“, ruft sie. „Ich habe euch alle so vermisst. Heute feiern wir das Leben“ – genug der Worte, schließlich soll ausgelassen getanzt und die Zeit genossen werden.

Ist Corona Geschichte? – Kaum jemand trägt eine FFP2-Maske

Corona ist Geschichte – zumindest für diese drei Konzertstunden mit der 56-Jährigen. Unter den Zuschauern und Zuhörern sind wenige, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diejenigen, die es tun, wollen sich ein persönliches Sicherheitsgefühl geben: „Das ist meine erste Großveranstaltung nach zwei Jahren. Ich bin überrascht, dass so gut wie niemand eine Maske trägt. Wir sind zwar unter freiem Himmel und es ist warm – aber in dieser Enge habe ich für mich entschieden, dass ich mich mit der FFP2-Maske besser fühle“, sagt Kai Elverts, der aus Rheinland-Pfalz zum Konzert angereist ist und die Konzertkarten seit zwei Jahren in der Schublade aufbewahrt hatte.

Marlene und Hendrik haben eine Maske dabei, aber: „Wir stehen etwas abseits und wollen tanzen. Da ziehen wir keine Maske übers Gesicht. Endlich wieder feiern! Es ist ein Wahnsinnsabend. Andrea ist mega!“

Rote Wurst im Brötchen für 6 Euro

Während legendäre Berg-Titel wie „Ich sterbe nicht nochmal“, „Du kannst noch nicht mal richtig lügen“ und „Kilimandscharo“ ins Ohr klingen, staunen manche an den Ständen über das Essensangebot: 6 Euro für die Rote Wurst, 9,50 Euro für das Schnitzelbrötchen, 7,50 Euro für die Schale Pommes – „Das muss wohl in diesen Zeiten sein“, kommentiert ein 63-Jähriger im Berg-Fan-Outfit. Er zeigt Verständnis: „Die Vereine, die hier arbeiten, müssen unterstützt werden, und die Gastronomen haben es auch nicht einfach.“ Dennoch wird mit den Getränken der meiste Umsatz gemacht – bei Temperaturen zwischen 25 und 29 Grad Celsius nicht verwunderlich.

Heimspiel-Termin für 2023 steht fest

Heiß geht es auf der Bühne zu. Mehrfach wechselt die Musikerin ihre Garderobe: Regenbogenfarben, Gold, Gelb und viel Glitzer. Farblich ist alles dabei. Die Liedauswahl – ein Streifzug durch die 30-jährige Karriere der 56-Jährigen: von „Feuervogel“ , „Schenk mir einen Stern“, „Ich schieß dich auf den Mond“ über „Piraten wie wir“, „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ und „Sternenträumer“ bis hin zu Ohrwürmern wie „Hallo Houston“, „Mosaik“ und „Jung, verliebt und frei“.

Das Publikum singt textsicher und lauthals mit. Das genießt auch Andrea Berg: „Das hier ist für mich heute mit euch der Himmel auf Erden! Aspach, ihr seid der Hammer!“ Mit den Songs „Du hast mich tausendmal belogen“ und „Ja ich will“ verabschiedet sich Andrea Berg nach dem dreistündigen Konzert – gerührt und dankbar: „Wir teilen das Glück und auch die Tränen. Und wenn ihr sagt, machen wir weiter? Vielleicht noch zehn Jahre? Wisst ihr, was ich sage? Ja, ich will!“

Zum krönenden Abschluss gibt es das große Feuerwerk, zu dem Andrea Berg ihre Version von „Music was my first love“ (im Original von John Miles) singt.

Übrigens: Den Termin für das 16. Heimspiel 2023 dürfen sich Fans schon dick im Kalender vermerken: 14. und 15. Juli.

In diesem Jahr wird aber erst mal weitergefeiert, nämlich am 29. und 30 Juli – mit der Jubiläumsshow „30 Jahre Andrea Berg“.

„Das sieht schon geil aus, wenn man von hier oben in die Arena schaut“, Uli Ferber hält inne und freut sich: „Sensationell.“ Der Ehemann von Andrea Berg steht mit SWR4-Moderator Matthias Methner auf der großen Bühne im Fautenhau. In wenigen Stunden wird seine Frau nach zwei Jahren Corona-Pause wieder ohne Auflagen mit ihrem Publikum ihr traditionelles Heimspiel feiern – mittlerweile das 15.

Sonne satt, keine Regenwolke in Sicht, gut gelaunte Fans und eine spektakuläre Bühne mit einem

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