Rems-Murr-Kreis

Hochwasser im Rems-Murr-Kreis? So ist die aktuelle Lage

Rems
Zwischen Hegnach und Hohenacker plätschert es kräftig in der Rems. © ALEXANDRA PALMIZI

Zumindest bis Freitag, 16. Juli, 10 Uhr ist im Rems-Murr-Kreis in Sachen Hochwasser alles im grünen Bereich. Die Hochwassergefährdungskarte der Hochwasservorhersagezentrale der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg warnt nur für den Bodenseeraum mit kräftigem Orange vor „markantem Wetter“. Der Rest von Baden-Württemberg, und damit auch alle an Rems und Murr, können sich entspannen. Die Kartenfarbe spielt ins Lindgrüne – sehr beruhigend. Aber wie sieht's die Tage danach aus?

Auch, wenn’s die letzten Tage noch mal kräftig geregnet hat, auch wenn hier und da doch ein Keller vollgelaufen war und auch, wenn die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes noch ziemlich nass klingt – die Feuerwehren im Kreis, die ja oft mit zu viel Wasser kämpfen, sind zwar wachsam, haben keine Schweißperlen auf der Stirn. So heißt es jedenfalls unisono aus den verschiedenen Kommunen im Rems-Murr-Kreis.

Der Deutsche Wetterdienst kündet am Donnerstag, 15. Juli, um 11 Uhr noch von „lokal kräftigen Gewittern mit heftigem Starkregen“, an den Alpen sogar von „Dauerregen“. Doch von Nordwesten rückt die „Wetterberuhigung“ näher. Trotzdem: Am Freitag könnten sich noch lokale Gewitter mit Starkregen bilden. Die bringen dann in kurzer Zeit bis zu 20 Liter auf den Quadratmeter. Bei manchem Unwetter können sogar 25 Liter auf den Quadratmeter runterkommen. Das sei „nicht ganz ausgeschlossen“, sagen die Meteorologen und sind so auf der sicheren Vorhersageseite. Nur im Westen und Nordwesten Deutschlands soll es meist trocken bleiben, in Zentral- sowie Nordostbayern kaum Gewitter geben.

Kein Starkregen mehr im Kreis

Am Samstag dann ist Baden-Württemberg von den Gewittern verschont: Nur noch von Oder und Neiße bis zu den Alpen und zum Hochrhein droht Starkregen. Ab dem Abend kann im östlichen Alpenraum Dauerregen aufkommen – das aber geht den Rems-Murr-Kreis mit Rems und Murr und all den anderen Bächen und Flüssen ja auch nix an.

Rems, Murr und Wieslauf, deren Pegelstände von der Hochwasserzentrale überwacht werden, zeigten sich in den letzten Tagen zwar durchaus bewegt, aber dennoch nicht überbordend. Und so kennzeichnet die Hochwasservorhersagezentrale den gemessenen Pegelstand bei Murr an der Murr für Donnerstag auch mit Blau: weniger als Mittelwasser. Das liegt dort bei etwa 45 Zentimetern.

Die Rems bekommt Grün. Das heißt: weniger als zweijährliches Hochwasser. Klingt schon ein bisschen gefährlich, ist es aber nicht. Bei Neustadt hat der Wasserstand nicht mal einen Meter erreicht, bei Schorndorf sind’s auch nur knappe 90 Zentimeter. Die Wieslauf bei Haubersbronn – durchaus auch zu kräftigen Überflutungen fähig – plätschert sogar nur mit 35 Zentimetern durchs Bett. Die Hochwassergefährdung sei „gering“.

Kreis ist „glimpflich“ davongekommen

Auch René Wauro, Kreisbrandmeister und Mann für den Katastrophenschutz im Rems-Murr-Kreis, kann von nichts Schlimmem berichten. So komisch es klänge, meint er, zumal andere Gegenden in Baden-Württemberg mit den Fluten kämpfen, der Kreis sei glimpflich davongekommen. Andauernder Landregen hin oder her. Abgesehen von den zwei Giganto-Güssen vor kurzem, als vor allem Kernen so unter Wasser stand, seien die Feuerwehren „nicht übermäßig beansprucht“ gewesen.

Zumindest bis Freitag, 16. Juli, 10 Uhr ist im Rems-Murr-Kreis in Sachen Hochwasser alles im grünen Bereich. Die Hochwassergefährdungskarte der Hochwasservorhersagezentrale der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg warnt nur für den Bodenseeraum mit kräftigem Orange vor „markantem Wetter“. Der Rest von Baden-Württemberg, und damit auch alle an Rems und Murr, können sich entspannen. Die Kartenfarbe spielt ins Lindgrüne – sehr beruhigend. Aber wie sieht's die Tage danach aus?

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