Rems-Murr-Kreis

Maite Kelly über Andrea Berg: „Wir sind eng verbunden – wie Schwestern“

Andrea Berg und Maite Kelly
„Die Giovanni Zarrella Show“ vom 9. April 2022 im ZDF: Die Powerfrauen Andrea Berg (links) und Maite Kelly gemeinsam auf der Bühne – mit dem Song „Hallo Houston“. © Sascha Baumann

Maite Kelly (42), das zweitjüngste von 13 Kindern der Kelly Family, ist eine Powerfrau. Sie gehört zu den gefragtesten Schlagersängerinnen Deutschlands, komponiert, textet und ist Buchautorin. Außerdem ist sie alleinerziehende Mutter von drei Töchtern. Die erfolgreiche Solokünstlerin gehört zu den Gästen, die am 29. und 30. Juli zur Show „30 Jahre Andrea Berg – Ich würd’s wieder tun” in der Aspacher „WIRmachenDRUCK“- Arena auftreten wird. Wie eng sie mit Andrea Berg verbunden ist, wie sie die 56-Jährige kennengelernt hat, warum sie sich in Aspach wohlfühlt und über welche privaten Themen sich die beiden Musikerinnen austauschen, hat Maite Kelly im Interview verraten.

30 Jahre Andrea Berg – wie lange kennen Sie Andrea Berg schon und wie haben Sie sich kennengelernt?

Oh – mal überlegen. Ich kenne Andrea sehr, sehr lange. Wir sind uns immer mal wieder in TV-Shows begegnet. Das waren meistens nur flüchtige Begegnungen – immer mit einer sehr großen, kollegialen Wertschätzung von beiden Seiten aus. Erst viel später haben wir dann auf einer Gala die Nummern ausgetauscht. Diese Vertrautheit zwischen uns ist langsam gewachsen und immer größer geworden. Ich möchte das nicht mehr missen. Diese innige Verbundenheit ist sehr wertvoll und ein Geschenk.

In diesem Show-Business ist es nicht selbstverständlich, dass man sich so gut versteht. Trifft es in diesem Fall aber zu, dass aus Kolleginnen echte Freundinnen geworden sind?

Es ist viel mehr als das. Wir sind Schwestern – auch wenn sie für mich die große Schlagerqueen ist. Ich lerne aufgrund ihrer Erfahrung mehr von ihr als sie von mir, wir sind wie große und kleine Schwester. Andrea hat etwas sehr Beschützendes und Herzliches. Ich fühle mich sehr wohl mit ihr und aufgehoben bei ihr. Ich weiß, sie ist immer für mich da, und sie weiß von mir, dass ich immer für sie da bin.

Sie kommen selbst gerne nach Aspach. Beim Heimspiel 2019 konnten Sie am ersten Konzertabend krankheitsbedingt nicht auftreten und wurden von Andrea wieder aufgepäppelt. Im Februar 2020 und 2022 sind Sie im hoteleigenen Club Hazienda aufgetreten – vergleichsweise vor einem kleineren Publikum, als sie es sonst gewohnt sind – was bedeuten Ihnen diese Auftritte?

Was Andrea und mich innig verbindet, ist das Familienleben. Sie liebt ihr Zuhause, es herrscht immer Trubel bei ihr und sie würde alles für ihre Familie tun. Ich bin ebenso ein Familienmensch, sehr häuslich und zurückgezogen. In dieser Atmosphäre in Aspach aufzutreten, ist etwas ganz Besonderes. Die Größe des Publikums ist nicht ausschlaggebend. Andrea und ich sind uns da ähnlich – wir würden beide auch nur für einen Menschen singen. Das Zuhause von Andrea ist eine eigene kleine Welt mit den Happenings – für mich ist es wie ein Nachhausekommen, deshalb mache ich bei Andrea eine Ausnahme. Das Publikum spürt unsere Verbundenheit. Man merkt das. Auch wenn Andrea und ich eine andere Art von Schlager machen und eine andere Message vermitteln, so ist eines für uns am wichtigsten: das Menschliche. Die Liebe und die Herzlichkeit von Mensch zu Mensch.

Für Andrea Bergs neues Album, das ab 29. Juli im Handel erhältlich ist, haben Sie mit ihr einen ihrer Songs aufgenommen – warum ist es „Hallo Houston“ geworden?

Ich war bei Andrea privat zu Besuch. Wir sind gemeinsam in ihrem Naturpool geschwommen, als sie mir davon erzählte, zu ihrem 30-jährigen Jubiläum ein Album aufzunehmen, auf dem sie mit Freunden ihre Titel singt. Da musste sie mich nicht lange fragen – klar bin ich dabei. Sie schlug „Hallo Houston“ vor – das passt sehr gut. Wir unterhalten uns über die Unterschiedlichkeiten von Mann und Frau – und wenn wir manchmal nicht weiter wissen, heißt es „Hallo Houston, ich hab ein Problem, so kann das hier nicht weitergehen, ich brauch dringend ne Landebahn, damit ich landen kann“.

Wenn Sie mit Andrea zusammenkommen – worüber reden zwei Powerfrauen wie Sie?

Na, worüber Schwestern so alles reden. Ich genieße diese privaten Momente mit Andrea sehr und wir lachen viel zusammen. Wir tauschen uns aus, reden über Dinge, die uns Frauen eben beschäftigen. Mode zum Beispiel - das ist unsere Verrücktheit. Letztens habe ich ein Oberteil entdeckt, ein Foto davon gemacht und Andrea geschickt und gesagt: DAS musst du haben! Mit Schuhen ist es auch so. Und umgekehrt weiß sie, dass ich Taschen liebe. Sie hat mir auch schon die eine oder andere ausgesucht. Da sind wir noch wie Mädchen.

Sie schreiben erfolgreich für viele Kollegen Songs – für Andrea haben Sie aber noch keinen geschrieben, oder?

Doch – zwar keinen vollständigen Titel, aber einige Worte habe ich Andrea mal geschickt, als sie in den USA war und beim Texten nicht weiterkam. Das hat ihr dann geholfen. Ich muss für Andrea nichts schreiben. Sie hat ihre eigene Muse und schreibt wunderbare Songs. Aber wir beide philosophieren gerne über Ideen. Jede kann auf die Kompetenz der anderen zählen.

Sie geben Andrea also einen Rat?

Nein, so würde ich das nicht nennen. Wenn in Andreas Kopf eine Idee herumschwirrt, worüber sie singen möchte, dann kann es sein, dass sie mir das mitteilt und fragt, was ich davon halte. Und ich sage: „Mach es! Was du fühlst, ist richtig.“ Das finde ich fast noch intimer, mich mit ihr darüber zu unterhalten. Solche Gespräche finden häufig statt, wenn ich beispielsweise gerade Schnitzel für meine Kinder brate und Andrea mit den Hunden unterwegs ist. Oder wenn wir uns nebenher um unseren Haushalt kümmern oder kochen. Wir Frauen haben ja auch Alltägliches zu erledigen.

Sie haben nicht nur mit Andrea einen Song für ihr Album aufgenommen, Sie werden auch am 29./30. Juli zu Gast in Aspach sein, wenn die Jubiläumsshow präsentiert wird.

Ja! Und ich freue mich sehr, wieder in Aspach zu sein. Da packe ich immer meine Dirndl ein und das Schönste ist – ich kann meine Töchter dabei haben. Das ist das Schöne bei Andrea: Ich kann meine künstlerische Seite beim Auftritt ausleben, kann aber auch als Privatmensch mit meinen Kindern ausspannen und Spaß haben.

Wie sieht es eigentlich mit Ihrer eigenen Planung für Ihre Tour „Hello!“ aus? Die Konzerttour 2022 ist ja pandemiebedingt abgesagt worden. Gibt es neue Termine für 2023?

Leider mussten wir nach zweimaligem Verschieben die Tour ganz absagen, ja. Durch die ganzen Verschiebungen der Touren und Konzerte von allen Künstlern ist es nun schwer, Platz in den Arenen zu bekommen. Wir sind in Gesprächen. Aber ich möchte meine Tour nicht wieder verschieben müssen – keiner weiß, was im Herbst mit dem Coronavirus auf uns zukommt. Und wenn wir dann wieder Tourtermine festgelegt hätten, und müssten dann wieder verschieben oder absagen – das möchte ich nicht. Also warten wir ab, wenn es sicher ist, und geben dann Tourdaten bekannt. Aber bis dahin möchte ich nicht auf mein Publikum verzichten und werde bei vielen Schlagernächten und Shows dabei sein.

Maite Kelly (42), das zweitjüngste von 13 Kindern der Kelly Family, ist eine Powerfrau. Sie gehört zu den gefragtesten Schlagersängerinnen Deutschlands, komponiert, textet und ist Buchautorin. Außerdem ist sie alleinerziehende Mutter von drei Töchtern. Die erfolgreiche Solokünstlerin gehört zu den Gästen, die am 29. und 30. Juli zur Show „30 Jahre Andrea Berg – Ich würd’s wieder tun” in der Aspacher „WIRmachenDRUCK“- Arena auftreten wird. Wie eng sie mit Andrea Berg verbunden ist, wie sie

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