Rems-Murr-Kreis

Neues Parkhaus am Rems-Murr-Klinikum Winnenden: Mehr als nur ein Parkhaus

Parkhaus
Das neue Parkhaus an der Rems-Murr-Klinik Winnenden. © Büttner

Dies ist nicht einfach ein Parkhaus – der zehn Millionen Euro schwere Neubau an der Winnender Klinik ist ein Stück Vergangenheitsbewältigung und ein Zukunftssymbol; steht für das Ende eines alten Ärgernisses und versinnbildlicht den Wachstumskurs unserer Kliniken. Und die Ticketkosten? Moderat!

Wegen diverser technischer und organisatorischer Details dauert es nun doch noch bis nach den Pfingstferien, dann können die 567 Stellplätze genutzt werden. In der zweiten Jahreshälfte kommt auch noch eine Fotovoltaikanlage aufs Dach (wegen Lieferengpässen später als ursprünglich geplant - siehe hier). Dass es ein paar Tage dauern wird, bis das Parkhaus wirklich öffnet, liegt unter anderem daran, dass die bereits eingereichten Unterlagen zum Sicherheitskonzept – etwa zur TÜV-Prüfung des Aufzugs und zum Brandschutz – noch nicht geprüft und abgestempelt sind. (Alles in allem eine verkraftbare Verspätung - mehr dazu hier.)

Rückblick: Das Reiz- und Dauerthema von Anfang an

Um ermessen zu können, was für ein Meilenstein dieses Gebäude ist, müssen wir zurückblenden. Nachdem die Winnender Klinik 2014 eingeweiht worden war, kristallisierte sich die Parknot schnell als „Reizthema“ heraus, wie sich Marc Nickel, Geschäftsführer der Kliniken erinnert. Parken sei ein „hochemotionales Thema, das unterschätzt man oft.“ Besucher, die eine Runde nach der anderen auf der vergeblichen Suche nach einer Lücke runterkurbeln mussten, wurden „richtig grantig“, die Nöte der Beschäftigten waren ein „Dauerthema im Betriebsrat“, und Anwohner beschwerten sich bei der Stadt Winnenden, weil die Leute die nahen Wohngebiete zuparkten.

Dieses Dauerärgernis, sagt Nickel, „findet endlich hier sein Ende“. So viel zur Vergangenheitsbewältigung – warum aber ist das Parkhaus auch ein Zukunftssymbol?

Mehr als genug Plätze für heute - und genug für morgen

Die jetzt verfügbare Parkfläche ist für den Ist-Zustand mehr als ausreichend; und doch gibt es bereits ein zweites Baufeld, in Modulbauweise kann eine Erweiterung bei Bedarf problemlos angedockt werden.

Seit 2014 sind unsere Kliniken stark gewachsen – sie machen heute 100 Millionen Euro mehr Jahresumsatz und beschäftigen 400 Leute mehr. Das Parkhaus aber wird nicht nur dem bereits gestiegenen Bedarf der Gegenwart gerecht – es deckt auch den weiter steigenden der Zukunft. Unter anderem ist nämlich am Standort Winnenden ein fünfstöckiger Ergänzungsbau für 30 Millionen Euro geplant, mit weiteren Betten. Voraussichtliche Kosten: 30 Millionen Euro. „Nur wenn wir die infrastrukturellen Voraussetzungen vor Ort erfüllen, können wir einem potenziell steigenden Patientenaufkommen wirklich gerecht werden“, sagt Marc Nickel. (Hintergründe zum Wachstumskurs siehe hier.)

Das Parkhaus sieht nicht aus wie ein nackter, nüchterner Zweckbau, es bildet nachgerade eine Art Entree bei der Einfahrt aufs Gelände, liegt vorne rechts und nimmt in der Fassade mit den lindgrünen, jadegrünen und orangefarbigen Blenden genau jene Töne auf, die auch die Optik der Hauptgebäude prägen. Am Sichtbeton-Turm mit dem verglasten Treppenhaus prangt ein Schriftzug: „Rems-Murr-Kreis – Willkommen in unseren Kliniken.“ Dies ist, sagt Landrat Richard Sigel, „ein Statement, dass wir stolz sind, solche Kliniken zu haben“.

Ganz wichtig: Sonnenstrom - und der Ticketpreis

„Zudem denken wir die Themen Energieversorgung und Mobilität bewusst weiter“, sagt Sigel – die Fotovoltaik-Anlage auf dem Parkhaus-Dach werde künftig „bis zu zehn Prozent des gesamten Strombedarfs des Klinikums decken. Damit vermeiden wir jährlich rund 224 Tonnen CO2 und werden gleichzeitig unabhängiger von anderen Stromquellen – was mit Blick auf den Ukraine-Krieg aktuell umso wichtiger ist.“ Auch Ladepunkte für E-Autos gibt es im neuen Parkhaus.

Eine letzte Info, für Besucher nicht die unwichtigste: Es gelten dieselben Ticketpreise wie auch auf den Parkplätzen im Freien: Die ersten 30 Minuten sind frei, jede weitere halbe Stunde kostet einen Euro, der Tageshöchstsatz beträgt acht Euro. Das Parken bei der Winnender Klinik ist damit deutlich billiger als zum Beispiel in der Tiefgarage am Katharinenhospital.

Dies ist nicht einfach ein Parkhaus – der zehn Millionen Euro schwere Neubau an der Winnender Klinik ist ein Stück Vergangenheitsbewältigung und ein Zukunftssymbol; steht für das Ende eines alten Ärgernisses und versinnbildlicht den Wachstumskurs unserer Kliniken. Und die Ticketkosten? Moderat!

Wegen diverser technischer und organisatorischer Details dauert es nun doch noch bis nach den Pfingstferien, dann können die 567 Stellplätze genutzt werden. In der zweiten Jahreshälfte kommt

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