Rems-Murr-Kreis

Notfallsanitäter vom DRK Rems-Murr radelt unzählige Höhenmeter fürs Kinderhospiz

Hospizradeln
Notfallsanitäter Kai Frinke. © Gaby Schneider

Seit 20 Jahren arbeitet Kai Frinke als Notfallsanitäter beim Roten Kreuz Rems-Murr. Er hat schon viel gesehen. Schlimmes und noch Schlimmeres. Ums Leben von Kindern musste er zum Glück noch nie kämpfen. Und dennoch: Die Kinder, die lassen ihn nicht los. Wie, fragt er sich, leben die, die bald sterben müssen? Wie geht es ihnen? Den Eltern, Geschwistern? Wer sorgt sich? Kai Frinke besuchte das Stuttgarter Kinderhospiz, war zutiefst berührt und will jetzt Spenden sammeln. Dass er dafür was bieten muss, ist ihm klar. Und er wird!

Zwei Wochen die Berge rauf und wieder runter

Viele Hunderte Höhenmeter wird sich Kai Frinke erstrampeln. Mit dem Fahrrad. Er nimmt ein Gravelbike. Das ist eine Kreuzung zwischen Renn- und Geländerad. Denn Kai Frinke will nicht nur Asphalt sehen. Er liebt die Natur. Und die Berge. Drum startet er seine Tour in Sonthofen im Allgäu. Am Montag, 12. September, geht's dort los. Zwei Wochen hat er Zeit – er kann 80 Überstunden, die sich angesammelt haben, in seine Tour stecken.

Kai Frinke will bis an den Gardasee radeln. Und wieder zurück. Die Berge rauf, die Berge runter. Vielleicht nimmt er sogar noch die Zugspitze mit. Diese schweißtreibende Anstrengung, diese körperliche Herausforderung, für die er sich sogar einen ganz genau auf ihn angepassten Fahrradsattel hat fertigen lassen – bei so vielen Kilometern spürt man jeden Millimeter, der falsch sitzt –, macht er, ja freilich, auch zum Spaß. Vor allem aber will er, dass sein Engagement mit Spenden belohnt wird. Nicht, um seinen eigenen Geldbeutel zu füllen. Er wird von niemandem bezahlt, unterstützt, gefördert. Die Spenden, sagt Kai Frinke, gehen „zu hundert Prozent ans Stuttgarter Kinderhospiz“.

Das Kinderhospiz, das in Stuttgart in einer alten Jugendstilvilla untergebracht ist, oberhalb des Eugensplatzes, in einem großen Garten mit vielen alten Bäumen, hat Kai Frinke beeindruckt. Er durfte zu Besuch kommen. Es sei, sagt er, dort wunderschön. Es gebe einen Spielplatz, der so eingerichtet sei, dass alle kranken Kinder ihn nutzen könnten. Eine Brücke führe von den Appartements, in denen Eltern und Geschwister wohnen können, direkt hinüber. Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden, tatsächlich, eine unglaubliche Fröhlichkeit ausstrahlen. Das Hospiz, sagt Kai Frinke, lebt von Spenden. Er will so viele wie möglich zusammenbekommen.

Mit auf Tour: Das rosarote Schweinchen Lola, ein Geschenk aus dem Hospiz

Kai Frinke radelt im Übrigen nicht allein. Mit dabei ist das rosarote Schweinchen Lola. Lola ist ein speziell fürs Hospiz und seine Kinder ehrenamtlich handgearbeitetes Lieblingstier. Frinke hat es dort geschenkt bekommen. Als Maskottchen. Seine Tochter hat dem Schweinchen den Namen gegeben, Frinke wird Lola jeden Abend der Tour bei seiner Instagram-Story in Szene setzen.

Und nur, damit keine falschen Gerüchte entstehen – es kamen schon entsetzte Nachfragen: Kai Frinkes Tochter geht es gut. Sie ist gesund und munter. Dass ihm das Kinderhospiz so wichtig ist, liegt einzig und allein an Kai Frinkes großem Herzen.

Seit 20 Jahren arbeitet Kai Frinke als Notfallsanitäter beim Roten Kreuz Rems-Murr. Er hat schon viel gesehen. Schlimmes und noch Schlimmeres. Ums Leben von Kindern musste er zum Glück noch nie kämpfen. Und dennoch: Die Kinder, die lassen ihn nicht los. Wie, fragt er sich, leben die, die bald sterben müssen? Wie geht es ihnen? Den Eltern, Geschwistern? Wer sorgt sich? Kai Frinke besuchte das Stuttgarter Kinderhospiz, war zutiefst berührt und will jetzt Spenden sammeln. Dass er dafür was

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