Rems-Murr-Kreis

Prozess um Holzstapel-Brandserie im Rems-Murr-Kreis: Angeklagter zu Bewährungsstrafe verurteilt

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Symbolfoto. © Joachim Mogck

Der Angeklagte im Prozess um die Holzstapel-Brandserie im Rems-Murr-Kreis ist am Donnerstag (18. März) zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Gegen den heute 40-Jährigen war Anklage wegen Brandstiftung in 36 Fällen erhoben worden. Im Prozess am Amtsgericht Waiblingen räumte der Mann Brandstiftungen in zwölf Fällen ein. 

Über drei Monate hinweg trieb der Feuerteufel in den Jahren 2018 und 2019 ein unheimliches Spiel, hielt Polizei und Feuerwehr in Atem und entkam ein ums andere Mal. Die Brandserie endete Anfang des Jahres 2019. Am 23. Januar 2019 klingelte die Kripo an der Wohnungstür eines Mannes im Raum Fellbach – und nahm den Mann fest. Menschen kamen während der Brandserie nicht zu Schaden. Der Sachschaden dürfte sich auf Zehntausende Euro belaufen. 

Im März 2019 hieß es, der Mann habe zugegeben, zumindest für einen Teil der Holzstapel-Brände verantwortlich zu sein. Nach einer Wohnungsdurchsuchung war der Mann zunächst in U-Haft genommen worden. Einige Wochen später kam er gegen Kaution frei. Die Ermittlungen zogen sich auch deshalb sehr lange hin, weil für eine Anklage zunächst zu klären war, welche Holzstapel-Brände auf das Konto des Mannes gehen dürften.