Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kreis: So erkennt man eine Pilzvergiftung

Pilzsammler
Gallenröhrling: Ungekocht giftig! Und: Auch gekocht ungenießbar, weil sehr bitter. © Gabriel Habermann

Passionierte Pilzsammler können wieder ihrer Leidenschaft nachgehen und mit Korb und Messer durch die Wälder ziehen. Doch nicht jeder Pilz ist essbar – der Verzehr eines giftigen Pilzes kann folgenschwer sein. Die Johanniter-Unfall-Hilfe erklärt, welche Symptome auf eine Vergiftung hinweisen, was im Verdachtsfall zu tun ist und was die häufigsten Ursachen von Pilzvergiftungen sind.

Wichtigste Regel: Nur nehmen, was man genau kennt

Nur nehmen, was man genau kennt: Das ist die wichtigste Regel beim Pilzesammeln. Ist man sich nicht absolut sicher bezüglich der Genießbarkeit des Pilzes, sollte er auf keinen Fall gegessen werden. Bei Unsicherheit: Rat einholen. Viele Pilzratgeber geben einen guten Überblick über die heimischen Pilze und helfen bei der Erkennbarkeit. Auch kann der Rat der Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie befragt werden.

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Verwechslung, ist rasches Handeln geboten. Bereits geringste Mengen von Pilzgiften können schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen, bis hin zu tödlichem Ausgang.

Typische Symptome: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

„Typische Symptome, die auch erst Stunden oder sogar Tage nach der Mahlzeit auftreten können, sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweißausbrüche oder eine Gelbfärbung der Haut“, erklärt Sven Rausch, stellvertretender Rettungsdienstleiter der Johanniter im Rems-Murr-Kreis. „Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte man sofort den Rettungsdienst rufen sowie alle Pilzreste und gegebenenfalls Erbrochenes aufbewahren.“ Ärzte können so die Art des Giftes feststellen lassen und die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten.

Keine Eigenbehandlung, sondern Notruf wählen

Von Eigenbehandlungen raten die Johanniter dringend ab. Es gibt keine Hausmittel gegen Pilzvergiftung, die ohne ärztlichen Rat eingesetzt werden sollten. Erbrechen sollte nicht aktiv herbeigeführt werden. „Ruhe bewahren und unter der Notrufnummer 112 professionelle Hilfe rufen, das sind die besten Hilfsmittel. Wer nach einem Pilzessen bewusstlos wird, sollte sofort in die stabile Seitenlage gebracht werden“, empfiehlt Rausch. Da sich der Zustand von Menschen mit Vergiftungen jederzeit verschlechtern könne, sollten Betroffene nicht selbst ins Krankenhaus oder zum Arzt fahren, sondern transportiert werden.

Nicht nur Giftpilze sind gefährlich, Gefahr lauert insbesondere auch bei der Lagerung und Zubereitung: Zu Vergiftungserscheinungen kommt es laut der Deutschen Gesellschaft für Mykologie sogar am häufigsten dann, wenn Speisepilze zu lange aufgehoben, falsch gelagert oder nicht richtig zubereitet wurden. Denn auch genießbare Pilze sind im rohen Zustand meistens giftig. Ausnahmen bilden Zuchtchampignons und Steinpilze. „Achten Sie auch bei Speisepilzen auf Frische und ein appetitliches Aussehen. Sicherheit geht in jedem Fall vor“, rät Sven Rausch.

Passionierte Pilzsammler können wieder ihrer Leidenschaft nachgehen und mit Korb und Messer durch die Wälder ziehen. Doch nicht jeder Pilz ist essbar – der Verzehr eines giftigen Pilzes kann folgenschwer sein. Die Johanniter-Unfall-Hilfe erklärt, welche Symptome auf eine Vergiftung hinweisen, was im Verdachtsfall zu tun ist und was die häufigsten Ursachen von Pilzvergiftungen sind.

Wichtigste Regel: Nur nehmen, was man genau kennt

Nur nehmen, was man genau kennt: Das ist die

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