Rems-Murr-Kreis

Remsbahn: Landrat Sigel fordert Doppelstockzüge und Entschädigungen

Go-Ahead Waiblingen_0
Symbolbild. © Joachim Mogck

Waiblingen.
Zu kurze Züge und technische Probleme sorgen auf der Remsbahn zur Zeit für Unmut. In einem Schreiben an Verkehrsminister Winfried Hermann hat Landrat Richard Sigel die Probleme auf der von Go-Ahead betriebenen Bahnstrecke geschildert - und neben Doppelstockzügen auch Entschädigungen für die Kunden gefordert.

Der Betreiber Go-Ahead startete im letzten Jahr mit neuen Flirt-Zügen auf der Remsbahn. „Die erhofften Verbesserungen sind seitdem aber leider nicht eingetreten“, schreibt Sigel an den Verkehrsminister. „Die Züge sind bis zum heutigen Tage oft überfüllt und die Technik der Fahrzeuge funktioniert offenbar immer noch nicht.“

„Mir ist bewusst, dass sich nach dem Einstieg eines Neubetreibers und der Umsetzung neuer Fahrpläne der Neuverkehr erst einmal einspielen muss", so Sigel weiter. Man habe deshalb abgewartet, und "der Aussage Ihres Ministeriums vertraut, dass Go-Ahead äußerst motiviert sei, die Probleme in den Griff zu bekommen".

Neues Jahr, alte Probleme

Nach monatelang anhaltender Beschwerden über deutlich zu geringe Kapazitäten, gravierende Verspätungen und ausgefallene Fahrten hat sich auch der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistages am 4. November 2019 mit der aktuellen Situation auf der Remsbahn befasst. Im Ergebnis sei von Seiten Go-Aheads die Zuversicht geäußert worden, dass nach Aufspielen eines Software-Updates in den neuen Flirt-Zügen bis zum Ende des vergangenen Jahres eine spürbare Verbesserung eintreten sollte.

„Zwischenzeitlich sind wir im neuen Jahr angelangt und die Kritik und Frustration der Fahrgäste an den immer noch nicht abgestellten unhaltbaren Zuständen hat sich nicht spürbar geändert“, so der Landrat.

Mit Sorge nehme man im Landratsamt Rems-Murr-Kreis zudem zur Kenntnis, dass in Presseberichten von einer Umverteilung von Wagenmaterial in Richtung Filsbahn die Rede ist. „Hier bitte ich um nähere Informationen und Bestätigung, dass weder von der Remsbahn noch von der Murrbahn (wo Go-Ahead seit dem Fahrplanwechsel Neubetreiber der zweistündlichen Regionalzüge nach Nürnberg ist) Wagenmaterial und damit Platzkapazitäten abgezogen wurden, noch, dass dies für die Zukunft geplant ist“, so der Landrat in seinem Schreiben an den Minister. „Für diese stark frequentierten Regionalbahnstrecken und die dort seit Jahren anhaltenden Kapazitäts- und Qualitätsprobleme wäre dies kontraproduktiv und das falsche Zeichen.“

Nachdem das Land einem Bericht zufolge 220 neue Doppelstockzüge mit bis zu 860 Sitzplätzen anschaffen und einsetzen möchte, bittet Landrat Sigel, diese Wagen auch auf der Remsbahn einzusetzen. Von Verkehrsminister Hermann fordert er außerdem, "dass die seit Jahren leidgeprüften Fahrgäste auf der Remsbahn großzügig für die Schlecht- bzw. „Nicht“-Leistungen von Go-Ahead entschädigt werden."

Waiblingen.
Zu kurze Züge und technische Probleme sorgen auf der Remsbahn zur Zeit für Unmut. In einem Schreiben an Verkehrsminister Winfried Hermann hat Landrat Richard Sigel die Probleme auf der von Go-Ahead betriebenen Bahnstrecke geschildert - und neben Doppelstockzügen auch Entschädigungen für die Kunden gefordert.

Der Betreiber Go-Ahead startete im letzten Jahr mit neuen Flirt-Zügen auf der Remsbahn. „Die erhofften Verbesserungen sind

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