Rems-Murr-Kreis

Sieben Tipps: So bleibt der Weihnachtsbaum lange schön

Christbaum
Den Christbaum in der Region zu kaufen, beispielsweise beim Weihnachtsbaumbetrieb Jörg Schaal in Auenwald-Unterbrüden, ist ökologisch sinnvoll. © Benjamin Büttner

Für die meisten gehört er zum Weihnachtsfest wie das Festessen und die Plätzchen: Ein Weihnachtsbaum. Rund 2,5 Millionen Weihnachtsbäume werden nach Angaben des Christbaumverbands Baden-Württemberg jedes Jahr verkauft. Häufig leuchten geschmückte Tannen und Fichten schon vor Heiligabend und den Feiertagen in den Wohnzimmern, damit man länger etwas von dem schönen Anblick hat. Doch worauf sollte man beim Kauf des Baumes achten, damit er lange frisch bleibt?

Woher sollte der Weihnachtsbaum kommen?

Gerhard Strobel vom Kreisverband Rems-Murr der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald rät zum regionalen Kauf. „Das ist, wie bei Gemüse und anderen Produkten auch, immer am ökologischsten und nachhaltigsten, allein schon, weil lange Transportwege wegfallen.“ Hinzu komme, dass man mit dem Produzenten sprechen könne, häufig würden bei den Weihnachtsbaumproduzenten aus der Region wie beispielsweise bei Schaal in Auenwald die Bäume „on demand“ geschlagen, also immer nur so viele, wie tatsächlich nachgefragt würden, sodass Frische garantiert sei.

Woran erkennt man die Frische?

Eine helle Schnittfläche zeigt, dass ein Baum erst vor kurzem geschlagen wurde. Sie verfärbt sich grau, wenn die Bäume länger liegen. Auch die Nadeln geben Hinweise: Sind sie spitz und stechen bereits, ist der Baum nicht mehr frisch.

Wie bleibt der Baum nach dem Kauf frisch?

Nach dem Kauf sollte man den Baum an einem kühlen, schattigen Ort lagern, zum Beispiel im Keller oder auf dem Balkon und ihn mit Wasser versorgen: „Bis zu zwei Liter braucht ein Weihnachtsbaum pro Tag“, sagt Strobel. Auch in der Wohnung sollte er weiterhin Wasser bekommen, ideal sind deshalb Christbaumständer mit Wasserbehälter. Achtung: Wird der Christbaum bis zum Aufstellen im Freien gelagert, sollte man ihn nicht in einen Eimer Wasser stellen, er könnte sonst festfrieren.

Worauf sollte man beim Kauf noch achten?

„Der Baum muss zur Wohnung passen“, sagt Gerhard Strobel. Man sollte sich also schon vor dem Kauf überlegen, wo er aufgestellt ist und welche Größe für diesen Platz geeignet ist. Außerdem spielt natürlich der persönliche Geschmack eine Rolle: „Ich zum Beispiel mag volle Bäume sehr. Wer seinen Baum üppig schmücken will, benötigt Platz für Kerzen und Kugeln und sollte deshalb ein etwas lichteres Exemplar wählen.“

Sind Plastikbäume eine Alternative, weil sie immer wieder verwendet werden können?

„Für mich persönlich nicht“, sagt Strobel. „Wer einen Weihnachtsbaum will, will einen Weihnachtsbaum und kein Holzgestell oder einen Plastikbaum.“ Denn auch wenn eine solche Plastiktanne immer wieder verwendet werden könne, bleibe sie doch immer Müll. Erst nach 17 Jahren entspricht die Ökobilanz eines Plastikbaums der eines Naturbaums. Strobel rät, sich auch beim Schmuck Gedanken zu machen. „Äpfel, Plätzchen und Strohsterne sind ökologisch sinnvoller als Lametta.“

Was darf der Christbaum kosten?

„Weihnachtsbäume sind in den vergangenen Jahrzehnten kaum teurer geworden“, sagt Strobel. Auch in diesem Jahr blieben die Preise stabil. Nordmanntannen kosten zwischen 21 und 27 Euro pro laufendem Meter, Blaufichten liegen bei 12 bis 16 Euro und für Fichten muss man zwischen 9 und 12 Euro rechnen. Häufig spiele auch der Wuchs eine Rolle, ein besonders gleichmäßig gewachsenes Exemplar ist in der Regel etwas teurer als ein Baum, der nicht ganz rund gewachsen ist. „Häufig spielt das aber gar keine Rolle, weil der Weihnachtsbaum sowieso mit einer Seite in eine Ecke des Zimmers zeigt“, gibt Strobel zu bedenken. Und wer sich für ein solches Exemplar entscheide, könne oft ein paar Euro sparen.

Wohin mit dem Baum nach dem Fest?

„Der Weihnachtsbaum ist kompostierbar. Ich nutze beispielsweise die Zweige, um andere Pflanzen im Garten abzudecken, der Stamm wird im nächsten Jahr zu Brennholz“, sagt Strobel. Wer keinen Garten hat, kann seinen Baum an einer Sammelstelle der Kommune ablegen. Die Bäume werden dann beispielsweise zu Humus verarbeitet. Unverkaufte Tannenbäume werden übrigens auch an Zootiere verfüttert

Für die meisten gehört er zum Weihnachtsfest wie das Festessen und die Plätzchen: Ein Weihnachtsbaum. Rund 2,5 Millionen Weihnachtsbäume werden nach Angaben des Christbaumverbands Baden-Württemberg jedes Jahr verkauft. Häufig leuchten geschmückte Tannen und Fichten schon vor Heiligabend und den Feiertagen in den Wohnzimmern, damit man länger etwas von dem schönen Anblick hat. Doch worauf sollte man beim Kauf des Baumes achten, damit er lange frisch bleibt?

Woher sollte der

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