Rems-Murr-Kreis

Sind viele Lehrer nach der Corona-Impfung krank? "Eine Immunantwort ist wichtig und Schmerzmittel sind nicht zu empfehlen"

Zweite Impfung
„Ich kann bestätigen, dass es bei vielen mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpften Personen unabhängig vom Beruf zu einer deutlichen Immunreaktion kommt“, sagt Dr. Jens A. Steinat, Pandemiebeauftragter des Rems-Murr-Kreises. © ALEXANDRA PALMIZI

„Schlappheit, ein bisschen Schwindel, aber vor allem tut mir der linke Arm weh, in den ich die Spritze bekommen habe, so als hätte ich einen blauen Fleck, wo jedoch keiner ist. Mittlerweile geht’s mir aber auch wieder besser“, berichtet eine Lehrerin dieser Redaktion am Tage nach ihrer Astrazeneca-Impfung gegen Corona im Kreisimpfzentrum in der Rundsporthalle in Waiblingen. „Das ist aber alles nicht so schlimm, ich hatte früher auch schon mal nach einer anderen Impfung ähnliche Symptome. Ich hatte den Impftermin so legen lassen, dass ich am Folgetag eh einen freien Tag habe.“

Auch andere geimpfte Lehrkraft-Kolleginnen und Kollegen hätten von ähnlichen Symptomen berichtet. „Aber die umsorgen einen im Kreisimpfzentrum wirklich sehr und klären einen darüber auf, und man verweilt nach der Impfung noch eine Viertelstunde dort, falls ja eine schlimmere Reaktion nach der Impfung auftauchen sollte.“ Unklarheit herrsche nur, ob man vorher und nachher Ibuprofen oder Paracetamol nehmen dürfe, erzählt die Lehrerin.

Den Impftermin habe sie ohne Probleme bekommen können. „Ich war aber auch schnell, und habe mich sofort nach Bekanntgabe, dass Lehrer dürfen, darum bemüht.“ Sie wisse von Kollegen aus anderen Landkreisen, die später dran waren, dass sie noch keinen Impftermin ergattern konnten, so die Lehrerin.

Das sagt der Pandemiebeauftragte

„Ich kann bestätigen, dass es bei vielen mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpften Personen unabhängig vom Beruf zu einer deutlichen Immunreaktion kommt“, sagt Dr. Jens A. Steinat, Pandemiebeauftragter des Rems-Murr-Kreises. Dies sei jedoch als positives Zeichen zu werten, als Zeichen der Wirksamkeit des Impfstoffes, und trete bei Impfstoffen der anderen Hersteller ebenso in verschiedenen Ausprägungen auf. „Die Impfung soll ja eine Immunreaktion auslösen, damit Antikörper und Gedächtniszellen gebildet werden können.“

Schmerzstillende oder fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol und nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen könnten zur Behandlung von lokalen oder systemischen Symptomen nach der Impfung eingenommen werden, wenn dies medizinisch sinnvoll ist, sagt Dr. Steinat. „Eine routinemäßige prophylaktische Verabreichung dieser Medikamente zur Vorbeugung von Symptomen nach der Impfung wird jedoch nicht empfohlen.“ Eine medizinische Fachstudie aus dem Jahre 2009 zeigte, dass es bei Einnahme dieser Medikamente zu einer verschlechterten Immunreaktion mit nachfolgend schlechterer Impfwirkung kommen könne.

Das sagt die Leiterin des Schulamts 

Im Schulamt in Backnang kommen ganz unterschiedliche Rückmeldungen an, sagt dessen Leiterin Sabine Hagenmüller-Gehring. „Es gibt Lehrkräfte, die auf die Impfung mit Krankheitssymptomen reagieren und sich krank melden müssen. Viele berichten jedoch, dass es nach einem Tag bereits wieder vorbei war. Andere haben nach der Impfung keinerlei Beschwerden.“

„Schlappheit, ein bisschen Schwindel, aber vor allem tut mir der linke Arm weh, in den ich die Spritze bekommen habe, so als hätte ich einen blauen Fleck, wo jedoch keiner ist. Mittlerweile geht’s mir aber auch wieder besser“, berichtet eine Lehrerin dieser Redaktion am Tage nach ihrer Astrazeneca-Impfung gegen Corona im Kreisimpfzentrum in der Rundsporthalle in Waiblingen. „Das ist aber alles nicht so schlimm, ich hatte früher auch schon mal nach einer anderen Impfung ähnliche Symptome. Ich

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