Unwetter zog am Freitagabend über den Rems-Murr-Kreis: Und der City-Treff?
Die Besucher des Winnender City-Treff mussten sich ab circa 21.15 Uhr unterstellen, um nicht klitschnass zu werden. Erst nach 22 Uhr ließ der Niederschlag im Winnender Raum und im Schorndorfer Raum langsam nach. Im unteren Remstal regnete es da schon seit rund eine Stunde nicht mehr.
Unwetter im Rems-Murr-Kreis: Das sind die Auswirkungen
Laut Aussage des Polizeiführer vom Dienst des Polizeipräsidiums Aalen um 22.13 Uhr, habe das Unwetter aber nicht zu Notfällen geführt, die der Polizei gemeldet worden wären. "Alles ruhig diesbezüglich." Auch die Winnender Feuerwehr musste zu keinen EInsätzen ausrücken.
Raphael Rojas, Bereitschaftsleiter des DRK Winnenden, sagte auf Nachfrage dieser Zeitung um 22.20 Uhr am Freitagabend: "Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit. Aber es gab keine Notfälle wegen des Unwetters. Unserem Eindruck nach waren die Besucher des City-Treffs alle sehr umsichtig und haben sich schnell untergestellt und in Sicherheit gebracht. Das war schon viel Regen, aber der hatte sich ja auch angekündigt, so dass man sich vorbereiten konnte."
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte eine amtliche Gewitterwarnung für den Freitagabend (19.7.) und den Rems-Murr-Kreis herausgegeben, und zwar von 20.05 bis 21 Uhr, und eine zweite, als Verlängerung bis 22.30 Uhr. Es habe die Gefahr des Auftretens von starken Gewittern (Stufe 2 von 4) bestanden, mit Blitzgefahr, womöglich vereinzelt umstürzenden Bäumen, herabstürzenden Gegenständen, vereinzelten, raschen Überflutungen von Straßen/Unterführungen, Hagelschlag und Aquaplaning auf den Straßen.
25 Liter Regen auf den Quadratmeter: Das droht an Unwettern
Schaute man sich den aktuellen Regenaradar des DWD an, so zogen von gegen 20 Uhr an Gewitterzellencluster vom Südwesten kommend über den Stuttgarter Raum hinein in den Rems-Murr-Kreis, zunächst übers untere Remstal, Kernen und Weinstadt, streiften auch Waiblingen und Fellbach, und zogen weiter in Richtung Berglen und Winnenden. Die Regenintensität schwächte sich dann nur etwas ab (auf mäßig bis stark), es wurde jedoch ein eher dauerhafter Niederschlag daraus und die Regenwolken breiteten sich gegen 20.30 Uhr auch weiter nach Osten und Norden und Nordosten auch über das obere Remstal und Schorndorf und Schwäbisch Gmünd sowie in Richtung Welzheimer Wald aus.
"Ein Hoch mit Schwerpunkt zwischen Dänemark und Polen" bestimmte das Wetter des Freitags (19.07.) "in Verbindung mit sehr warmer bis heißer Luft", teilte der DWD schon am Morgen mit. Freitagnachmittag kam es zunächst im Bereich des Südschwarzwalds und der Südwestalb zu einzelnen Gewittern. "Am Freitagabend und in der ersten Nachthälfte zum Samstag auf Oberschwaben, eventuell auch auf die Ostalb ausgreifend." Dabei könne "eng begrenzt Starkregen mit Mengen um 15 bis 25 l/qm in kurzer Zeit, vereinzelt auch etwas mehr" herunterkommen. Daneben seien stürmische Böen um 60 bis 70 km/h sowie kleinkörniger Hagel möglich.




