Rems-Murr-Kreis

Virtual Reality aus Fellbach: Wie kann man 3D-Simulationen im Alltag einsetzen?

Virtuelle Produktionsplanung im Virtual Dimension Center Fellbach
Im Zuge einer virtuellen Produktionsplanung kann man eine Fabrik bereits betreten, bevor sie physisch existiert. Das Fellbacher Virtual Dimension Center agiert als Kompetenznetzwerk im Bereich computergenerierter Realitäten. © Virtual Dimension Center Fellbach

Mit computergenerierten Realitäten könnten Unternehmen sehr viel mehr anstellen, als sich der eine oder die andere träumen lässt. Unter anderem darum geht’s bei einer Messe, die noch bis 16. September im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfindet. Ein im Rems-Murr-Kreis verortetes Kompetenznetzwerk spielt eine entscheidende Rolle überall dort, wo es um diese virtuellen Realitäten geht.

Computerspielbegeisterte tauchen ohne Scheu in diese Welten ein, doch von Software erzeugte Realitäten sind schon lange nicht mehr nur für die Gaming-Szene von Interesse. Gemeint sind beispielsweise Wirklichkeiten, innerhalb derer man digitale Objekte in die physische Welt hineinprojiziert – oder umgekehrt: Nutzer/-innen interagieren in einer Welt, die nur digital existiert, mit Objekten, die man ganz konkret anfassen kann. Fachleute sprechen je nach Ausgestaltung von virtueller, erweiterter oder vermischter Realität.

Täuschend echte Eindrücke

Was man sich darunter vorstellen kann, zeigt das VDC in Fellbach ganz konkret: In den Ausstellungsräumen des Virtual Dimension Center, so heißt das eingangs erwähnte Kompetenznetzwerk, kann man durch Fabriken spazieren, die es noch gar nicht gibt. VR-Brillen – wobei VR für virtuelle Realität steht – vermitteln täuschend echt den Eindruck, man befinde sich tatsächlich mitten in einer Produktionshalle oder dergleichen. Mittels Tablet und entsprechender Software kann man beispielsweise viel schneller und genauer überprüfen, ob ein Bauteil ganz genau passend produziert ist oder nicht: Eine Kamera nimmt das Bauteil auf, vergleicht die Aufnahme blitzschnell mit dem Prototyp – und die Technik meldet es sofort, sofern irgendwas nicht stimmt.

Anbieter, Dienstleister und Forscher

Das sind nur zwei Anwendungsbeispiele unter vielen weiteren. Diese Woche treffen sich sowohl online als auch in Präsenz im Haus der Wirtschaft Industrie-Anwender, Technologie-Anbieter, Content-Dienstleister und Forscher zu Workshops und Vorträgen: Wie kann man erweiterte Realitäten im Werkzeugbau und in der Qualitätssicherung einsetzen, welche Plattformen eignen sich für welche Art der Zusammenarbeit, und welche Neuigkeiten gibt’s im Bereich 3D-Simulation und 3D-Visualisierung?

Das 2002 gegründete Virtual Dimension Center bezeichnet sich selbst als „Deutschlands führendes Kompetenznetzwerk für Virtuelles Engineering“. Zum Netzwerk zählen mehr als 120 Mitglieder, Partner und Assoziierte, darunter Großkonzerne, kleine und mittelständische Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Mit computergenerierten Realitäten könnten Unternehmen sehr viel mehr anstellen, als sich der eine oder die andere träumen lässt. Unter anderem darum geht’s bei einer Messe, die noch bis 16. September im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfindet. Ein im Rems-Murr-Kreis verortetes Kompetenznetzwerk spielt eine entscheidende Rolle überall dort, wo es um diese virtuellen Realitäten geht.

Computerspielbegeisterte tauchen ohne Scheu in diese Welten ein, doch von Software erzeugte

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