Rems-Murr-Kreis

Wählerwanderung: Jetzt anmelden zur Tour mit einem kontroversen Bundestagskandidat/-innen-Paar aus dem Wahlkreis Waiblingen

Wanderschuhe
Auf zur Wählerwanderung. © ZVW/Gaby Schneider

Jetzt beginnt die ganz heiße Phase. Die Pulsfrequenz steigt, die Spannung auch, denn so aufregend wie dieses Mal war’s lange nicht: Die Bundestagswahl rückt näher. Es geht ums Ganze.

Das zumindest sehen alle Parteien so. Nur definiert naturgemäß jede anders, wie man „das Ganze“ jetzt angehen muss. Wie geht’s weiter nach Corona? Worauf kommt’s jetzt mit Blick auf Klimaschutz vor allem an? Warum sollten Bürger/-innen diese Partei wählen – und nicht eine andere?

Kontroverse Ansichten werden aufeinandertreffen, dafür sorgen wir: Der Zeitungsverlag Waiblingen lädt Leser/-innen zu „Wählerwanderungen“ ein. Konkret bedeutet das: Am Freitagnachmittag, 17. September, treffen wir uns mit Bundestagskandidat/-innen des Wahlkreises Waiblingen und löchern sie im Gehen.

Schnell bewerben: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt

Drei Spaziergänge an drei verschiedenen Orten sind geplant – und in jedem Fall steckt Zündstoff drin. Wir bringen Kandidat/-innen zusammen, die die Dinge grundverschieden sehen, und schicken sie mit interessierten Bürger/-innen auf Wanderschaft. Möchten Sie dabei sein? Bewerben Sie sich! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; je Gruppe losen wir zehn Personen aus, die den Kandidat/-innen sodann von Angesicht zu Angesicht auf den Zahn fühlen können.

Diese drei Touren stehen zur Wahl:

  • Tour 1 mit Christina Stumpp (CDU) und Luigi Pantisano (Linke), Start um 15 Uhr in Winnenden
  • Tour 2 mit Urs Abelein (SPD) und Prof. Stephan Seiter (FDP), Start um 16 Uhr in Schwaikheim
  • Tour 3 mit Anne Kowatsch (Grüne) und Jürgen Braun (AfD), Start um 16.30 Uhr in Schorndorf

Die ausgelosten Teilnehmer/-innen erhalten von uns rechtzeitig weitere Infos zum genauen Startpunkt. Wir bitten um Anmeldung per Coupon auf dieser Seite – oder schneller und komfortabler via Internet: www.zvw.de/Wahlwanderung. Einsendeschluss ist Montag, 13. September.

Zugegeben: Das Wortspiel „Wählerwanderung“ ist einfach zu schön, als dass wir darauf hätten verzichten wollen. Etwa 90 Minuten sind für die Veranstaltung eingeplant. Für eine ausgiebige Wanderung wird die Zeit nicht reichen, aber ein Spaziergang lässt sich in anderthalb Stunden durchaus bewältigen.

Ziel ist, dass sowohl die beiden jeweiligen Kandidat/-innen miteinander ins Gespräch kommen – trotz oder gerade wegen ihrer jeweils höchst unterschiedlichen Positionen. Teilnehmende klinken sich ein, stellen Fragen, liefern Diskussionsstoff – so erhoffen wir uns das. Jede Wählerwanderung wird begleitet von einem Redakteur, einer Redakteurin. Keine Sorge, wir greifen moderierend ein, sollte der Ton zu rau werden – wovon wir nicht ausgehen.

Die Idee zu dieser Aktion ist entstanden im Zuge des Eindrucks, es wird sehr viel übereinander geredet – aber zu wenig miteinander. Zusammenkünfte sind jetzt wieder möglich – diese Gelegenheit wollen wir nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Zumal das Stichwort „Politikverdrossenheit“ auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) gleich 250 Treffer verursacht: Das Thema ist seit Jahren ein gewichtiges. In einem Beitrag auf den Seiten der BpB aus dem Jahr 2012 (!) heißt es:

„Politikverdrossenheit“ gehört zu den allgegenwärtigen Worten in unserer Gesellschaft. Verwiesen wird auf ein vermehrt gestörtes Verhältnis von größeren Teilen der Bevölkerung gegenüber der institutionalisierten Politik. Viele Umfrageergebnisse weisen in diese Richtung. Sie finden zumal dann in den Medien ihren Niederschlag, wenn die Befunde besonders drastisch ausfallen. So hieß es Anfang 2004 in der „Frankfurter Rundschau“: „Das Vertrauen in die Politik ist weg. Umfragen belegen einen eklatanten Verdruss über die Akteure auf der politischen Bühne (...). Die politische Klasse rätselt über einen historischen Ansehensverlust und hadert mit der Rolle der Medien. (...) Es ist eine besondere Stimmung, heißt es im Regierungslager, da sind Züge von Verachtung spürbar.“ Ähnlich klingt das heute immer noch. Wer sich politikverdrossen fühlt und etwas dagegen tun möchte – nutze die Wählerwanderung.

Online anmelden

Die Online-Anmeldung für eine der Wählerwanderungen ist hier zu finden: zvw.de/wahlwanderung.

Einsendeschluss ist Montag, 13. September. Wir informieren die ausgelosten Teilnehmer/-innen rechtzeitig.