Rems-Murr-Kreis

Warntag am Donnerstag (08.12.) aus Rems-Murr-Sicht: Alles hat bestens geklappt

Warntag
Der bundesweite Warntag am Donnerstag (8.12.) ist zwar viel besser gelaufen als der Warntag vor gut zwei Jahren - aber noch nicht perfekt. Auf sehr vielen Handys kam zumindest die zentral versandte Probe-Warn-SMS pünktlich an. © Benjamin Büttner

Der Warntag am Donnerstag (8.12.) ist aus Sicht der Rems-Murr-Verwaltung "gut und wie geplant verlaufen". Dies teilte am Abend eine Sprecherin des Landratsamtes auf Nachfrage mit. Weder die Integrierte Leitstelle noch die Polizei habe besorgte Anrufe erhalten, etwa weil jemand die Probe-Warnung fälschlicherweise als echten Alarm interpretiert hätte. Am Vormittag hatte die Integrierte Leitstelle in Absprache mit den Gemeinden die Sirenen in Murrhardt, Plüderhausen und Burgstetten angesteuert, teilte die Sprecherin weiter mit. 

Die Integrierte Leitstelle habe parallel zur bundesweiten Probewarnung technisch einwandfrei den Alarm auslösen können. "Die beiden mobilen Sirenenanlagen und die Lautsprecherdurchsagen in Waiblingen-Beinstein sowie die manuelle Auslösung und die Lautsprecherdurchsagen in Welzheim haben ebenfalls einwandfrei funktioniert", teilte die Sprecherin weiter mit. 

Auch die Stadt Waiblingen zeigte sich mit dem Test der mobilen Sirenen sehr zufrieden. Um 11 Uhr am Donnerstag (8.12.) wurden die Anwohner in den Bereichen Waiblinger Straße, Mühlweg, Seewiesenstraße sowie der Quellenstraße und im Wohngebiet In den Auen gewarnt. Die Stadt setzte zwei mobile Sirenen- sowie eine Lautsprecheranlage eines Feuerwehrfahrzeuges ein. Der Warnton war auch in den höher liegenden Wohngebieten in Beinstein (Hausweinberg, Obsthalde) deutlich wahrzunehmen. 

Flächendeckendes Sirenennetz wird im Rems-Murr-Kreis nach und nach aufgebaut

Im Rems-Murr-Kreis wird nach und nach ein flächendeckendes Sirenennetz aufgebaut. Ein Schallgutachten liegt bereits vor. Demnach sind 322 Sirenen nötig, um den Landkreis flächendeckend zu beschallen – davon 278 als Dachmontage und 44 als Mastmontage. Für 22 von 31 Städten und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis habe die Landkreisverwaltung bereits eine zentrale Ausschreibung für die Sirenentechnik auf den Weg gebracht. Der entsprechende Auftrag ist bereits im August vergeben worden, so eine Sprecherin am Montag (5.12.).

Die Fachfirma starte im Januar 2023 mit den Arbeiten vor Ort. Zeitgleich stecken Fachleute von der Rems-Murr-Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz mit Expert/-innen aus den Kommunen die Köpfe zusammen und hecken aus, wie Warnbezirke zugeschnitten sein sollten, damit im Notfall alles funktioniert, wie es soll, und die Integrierte Leitstelle zentral und zielgerichtet Warnungen dort auslösen kann, wo sie nötig sind. Beim Warntag hat genau das schon mal gut geklappt.

Der Rems-Murr-Kreis räumt dem  Katastrophenschutz einer Mitteilung zufolge "insgesamt eine hohe Priorität ein". Um künftig besser gegen Hochwasser gewappnet zu sein, arbeite der Kreis derzeit gemeinsam mit den Städten und Gemeinden an einem kreisweiten Pegelmessnetz. Mit dessen Hilfe soll die Bürgerschaft etwa bei Starkregen oder im Fall eines Hochwassers möglichst frühzeitig informiert werden können. Auch bei größeren Bränden oder beim Austritt von radioaktiver Strahlung unterstütze der Landkreis die Städte und Gemeinden. Im Mai 2022 habe der Kreis einen neuen Gerätewagen Atemschutz und Strahlenschutz angeschafft, der die Feuerwehren im Kreis mit Atemschutzgeräten bei größeren Brand- und Gefahrguteinsätzen ausrüste.

Der Warntag am Donnerstag (8.12.) ist aus Sicht der Rems-Murr-Verwaltung "gut und wie geplant verlaufen". Dies teilte am Abend eine Sprecherin des Landratsamtes auf Nachfrage mit. Weder die Integrierte Leitstelle noch die Polizei habe besorgte Anrufe erhalten, etwa weil jemand die Probe-Warnung fälschlicherweise als echten Alarm interpretiert hätte. Am Vormittag hatte die Integrierte Leitstelle in Absprache mit den Gemeinden die Sirenen in Murrhardt, Plüderhausen und Burgstetten angesteuert,

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