Rems-Murr-Kreis

Warum ab Mittwoch, 17.11., die Alarmstufe greift und welche Regeln jetzt gelten

Warnapp
Die Corona-Lage ist ernst. © Joachim Mogck

Was lange schon absehbar und nur noch eine Frage der Zeit war, ist jetzt eingetreten: Zwei Werktage hintereinander waren in Baden-Württemberg mehr als 390 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt, die Alarmstufe tritt damit am Mittwoch, 17. November 2021, in Kraft. Aber was heißt das? Die wichtigsten Regeln im Schnelldurchlauf.

Die Lage in den Kliniken

407 mit Corona-Kranken belegte Intensivbetten landesweit am 15. November, bereits 424 dann am 16. November: Die Kriterien für die Ausrufung der Alarmstufe sind erfüllt. Klar scheint derzeit: Die Zahl wird weiter steigen bis tief in den Dezember hinein, denn hohe Infektionszahlen heute wirken sich erfahrungsgemäß immer erst um etwa zwei Wochen verzögert in den Kliniken aus.

Die Tendenz ist jedenfalls eindeutig. Noch Mitte Oktober lagen landesweit nur 180 Covid-Patienten auf den baden-württembergischen Intensivstationen, der Wert hat sich also binnen eines einzigen Monats fast verzweieinhalbfacht. Man mag sich nicht ausmalen, dass die Entwicklung sich so fortschreiben könnte - denn das hieße, dass Mitte Dezember beinahe 1000 Intensivbetten virusbedingt belegt wären. Das klinische System könnte das wohl nicht verkraften. Aber auch ein Wert von 600 bis 700 würde das Krankenhauspersonal an Grenzen birngen.

Die neuen Regeln im Überblick

Mit der Corona-Alarmstufe setzt die Landesregierung in zahlreichen Bereichen des öffentlichen Lebens auf das sogenannte 2G-Modell - nur noch Geimpfte und Genesene dürfen in Restaurants und Kinos, Bäder und das Theater. Wer ungeimpft ist und nur einen Test vorweisen kann, bleibt außen vor.

Wesentlicher Grund für die strengeren Vorgaben für Ungeimpfte ab diesem Mittwoch ist die bereits jetzt sehr angespannte Situation in den Krankenhäusern. Mit der letzten Eskalationsstufe der derzeit geltenden Corona-Verordnung möchte die Landesregierung diese Lage im Gesundheitswesen so gut wie möglich entspannen. Deshalb wurde bereits Anfang September der Schwellenwert von 390 festgelegt.

  • Für viele Bereiche des öffentlichen Lebens ist nun also der Zugang nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt. Das gilt unter anderem fürs Kino, fürs Museum und auch fürs Schwimmbad oder für ein Fitnessstudio, fürs Theater und die Oper, Volkshochschulkurse und Musikschulen.
  • Im Restaurant oder Café reicht in Innenräumen künftig ein Test ebenfalls nicht mehr aus, auch hier gilt nun 2G. Die Beschäftigten in der Gastronomie müssen die Einhaltung der Regel kontrollieren. Selbst im Freien - witterungsbedingt dann wohl unterm Heizpilz - dürfen Ungeimpfte und nicht Genesene nur einkehren, wenn sie einen negativen PCR-Test vorweisen können.
  • Von der 2G-Regel ausgenommen sind öffentliche Verkehrsmittel und Religionsveranstaltungen.
  • Im Einzelhandel gilt in der Alarmstufe die einfache 3G-Regel. Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, erhalten bei negativem Schnelltest Zutritt, der aufwendigere PCR-Test ist nicht nötig.
  • Keine Einschränkung gilt in der Alarmstufe für Geschäfte der Grundversorgung, zum Beispiel Supermärkte.
  • Für die Übernachtung im Hotel müssen Ungeimpfte einen PCR-Test vorlegen.
  • Beim Friseur oder im Nagelstudio gilt in der Alarmstufe verschärftes 3G mit PCR-Test-Pflicht.
  • Etwas komplizierter stellt sich die Lage bei Weihnachtsmärkten dar: Wer eine Bratwurst oder einen Glühwein möchte, braucht einen Impf- oder Genesenen-Nachweis. Für den reinen Warenverkauf soll das nicht nötig sein. Das heißt, auch ungeimpfte Personen können auf dem Weihnachtsmarkt einkaufen.

Treffen sind in der Alarmstufe nur noch für einen Haushalt und eine weitere Person erlaubt. Gewichtige Einschränkung: Geimpfte, Genesene, Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sowie Kinder und Jugendliche unter 18 zählen nicht mit.

Die Alarmstufenregeln gelten so lange, bis der Schwellenwert von 390 an fünf Werktagen in Folge unterschritten wird. Dann träte wieder die Warnstufe in Kraft. Damit aber ist im Jahr 2021 eher nicht mehr zu rechnen.

Was lange schon absehbar und nur noch eine Frage der Zeit war, ist jetzt eingetreten: Zwei Werktage hintereinander waren in Baden-Württemberg mehr als 390 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt, die Alarmstufe tritt damit am Mittwoch, 17. November 2021, in Kraft. Aber was heißt das? Die wichtigsten Regeln im Schnelldurchlauf.

Die Lage in den Kliniken

407 mit Corona-Kranken belegte Intensivbetten landesweit am 15. November, bereits 424 dann am 16. November: Die Kriterien

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