Rems-Murr-Kreis

Wieder brennen Holzstapel im Rems-Murr-Kreis: Ist dies der Beginn einer neuen Serie?

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Waiblingen-Beinstein: Brand auf Gartengrundstueck
Die Holzstapel brannten lichterloh: Brandstiftung sehr wahrscheinlich. © SDMG / Kohls
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Waiblingen-Beinstein: Brand auf Gartengrundstueck
Die Holzstapel brannten lichterloh: Brandstiftung sehr wahrscheinlich. © SDMG / Kohls

Die Feuerwehr musste über Ostern zwei Holzstapelbrände im Rems-Murr-Kreis löschen. Ist ein weiterer Täter, sind andere Brandstifter nach wie vor am Werk? Oder ist dies der Beginn einer „neuen“ Holzstapelbrand-Serie eines Trittbrettfahrers? Zur Erinnerung: Ein heute 40-Jähriger aus dem Fellbacher Raum ist kurz vor Ostern vom Amtsgericht Waiblingen zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Brandstiftung in 36 Fällen in den Jahren 2018 und 2019 war ihm vorgeworfen worden. Nicht alle Holzstapelbrände der vergangenen Jahre konnten ihm nachgewiesen werden.

Und nun? Am Ostersonntag gegen 0.45 Uhr geriet ein auf einem Gartengrundstück im Bereich der Pfahlbühlstraße in Waiblingen-Beinstein (auf der Kuppe in Richtung Kleinheppach) angelegter Holzstapel aus derzeit noch unbekannten Gründen in Brand. „Als wir mit zwei Fahrzeugen und 18 Mann zum Löschen anfuhren, konnten wir den Feuerschein schon aus der Ferne sehen“, sagte Axel Heyd, Abteilungskommandant der Beinsteiner Feuerwehr. „Als wir am Brandort ankamen, stand ein circa drei mal zwei mal drei Meter großer Holzstapel in Vollbrand.“ Ein beherzter Löschangriff konnte verhindern, dass angrenzende Hütten Feuer fingen. Aber auch Wiesenflächen brannten und mussten gelöscht werden.

Als Feuerwehrmann sei seine Aufgabe, zu löschen und nicht über Brandursachen zu spekulieren, betonte Heyd, der nur so viel sagen wollte: Zwar seien Boden und Gras ausgetrocknet gewesen, aber nachts scheint ja keine Sonne, und: Eine Lagerfeuer- oder Grillstelle habe man in der Umgebung nicht gesehen. „Der Holzstapel brannte lichterloh, auch größere und dickere Holzstücke.“

Der Polizist vom Dienst (PvD) des Präsidiums Aalen dazu: „Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Ob es Brandstiftung war, dazu können wir derzeit noch nichts sagen.“ Ebenso nicht zu einem weiteren Vorfall in Althütte. Dort musste die Feuerwehr am frühen Ostermontag. kurz nach 6 Uhr, ausrücken:

„In einem Stücklesgebiet am Ortsrand von Kallenberg stand ein etwa neun Meter langer Brennholzstapel in Vollbrand“, so Ortskommandant Marc Hettich. „Ein nebenstehender Baum wurde angesengt.“ Das gestapelte Holz sei wohl als Grillholz gelagert gewesen, denn „fünf, sechs Meter entfernt befindet sich eine Feuerstelle, mit noch geringer Glut womöglich vom Vorabend“. Aber sehr wahrscheinlich zu weit weg, um einen solchen Vollbrand auszulösen.

Die Feuerwehr musste über Ostern zwei Holzstapelbrände im Rems-Murr-Kreis löschen. Ist ein weiterer Täter, sind andere Brandstifter nach wie vor am Werk? Oder ist dies der Beginn einer „neuen“ Holzstapelbrand-Serie eines Trittbrettfahrers? Zur Erinnerung: Ein heute 40-Jähriger aus dem Fellbacher Raum ist kurz vor Ostern vom Amtsgericht Waiblingen zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Brandstiftung in 36 Fällen in den Jahren 2018 und 2019 war ihm vorgeworfen worden. Nicht alle

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