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Beste Quote der Fußball-WM: 17 Millionen verfolgen Deutschland gegen Spanien

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Symbolfoto. © pixabay / S. Hermann / F. Richter

Erstmals seit Beginn der Fußball-WM in Katar hat es eine Partie auf über zehn Millionen Zuschauer bei den Einschaltquoten in Deutschland gebracht. Die Reichweiten lagen laut dem Onlinemagazin DWDL bei 17,05 Millionen. Dennoch blieben die Zahlen weiter hinter dem Finale der Frauen-WM im Sommer und auch hinter früher üblicher Reichweiten bei Weltmeisterschaften.

Die deutsche Nationalmannschaft konnte eine Niederlage gegen die Spanier gerade noch so abwenden. Die Partie endete 1:1. In der 83. Minute sorgte Niclas Füllkrug für den Ausgleich, nachdem Spanien in der 62. Minute durch ein Tor von Alvaro Morata in Führung gegangen war.

Sieg gegen Costa Rica muss dringend her

Somit bleibt dem Team um Trainer Hansi Flick die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Allerdings muss dringend ein Sieg gegen den nächsten Gegner, Costa Rica, her. Sonst heißt es für die deutsche Nationalmannschaft nach der Gruppenphase Abschied nehmen.

Nach der Niederlage gegen Japan hatte Trainer Hansi Flick die Konsequenzen gezogen. Nico Schlotterbeck stand nicht ihn der Startelf. Für ihn rückte Thilo Kehrer in die Startaufstellung. Schlotterbeck wurde erst in der 87. Minute eingewechselt.

Das Spiel Deutschland gegen Spanien ist das erste des Turniers, das überhaupt auf mehr als zehn Millionen Zuschauende in Deutschland kam. Zum Vergleich: Bei der WM 2018 gelang dies von den ersten 25 Spielen sechs Matches.

Etwa jeder Zweite, der zu dieser Zeit fernsah, verfolgte das WM-Spiel

Ab 20 Uhr schauten im Schnitt 17,05 Millionen Personen ab drei Jahren in Deutschland der WM-Partie zu. Das ist laut DWDL deutlich mehr als die weniger als zehn Millionen beim ersten Auftritt am Mittwochnachmittag. Das Match verpasste knapp einen Bestwert für 2022. Die meistgesehene Sendung des Jahres wurde es nicht. Das Finale der Frauen-WM hatte mit rund 17,9 Millionen Fans im Sommer höhere Werte erzielt.

Mit Blick auf den Gesamtmarkt ergab sich beim Spiel Deutschland gegen Spanien eine Quote in Höhe von 49,3 Prozent. Grob gesagt: Etwa jeder Zweite, der zu dieser Zeit in Deutschland fernsah, verfolgte das WM-Spiel. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 58,8 Prozent gemessen. Das sind starke Werte, die aber dennoch weit von früheren Ergebnissen, als bei großen WM-Spielen mehr als 75, teils gar über 80 Prozent möglich waren, entfernt liegen. Auch bei den Jungen ging der Tagessieg natürlich an den Auftritt der DFB-Elf, 5,96 Millionen 14 bis 49-Jährige verfolgten diesen.

Nicht mitgezählt wird nach Angaben von DWDL wie immer Public Viewing. Das fand aber wahrscheinlich deutlich weniger statt, als 2018 bei der Sommer-WM, so das Onlinemagazin. Nicht bekannt sei zudem, wie viele Menschen die Partie bei Magenta TV sahen. Reichweiten werden dort nicht veröffentlicht. Laut DWDL gab es 2018 bei der WM keinen weiteren deutschen TV-Sender abseits der öffentlich-rechtlichen Anstalten.

Das nächste Spiel der deutschen Nationalmannschaft findet am 1. Dezember um 20 Uhr statt. Möglicherweise dürften die Einschaltquoten dann noch einmal steigen.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV