Fitness und Gesundheit

Frühlingszeit ist Spargelzeit: Darum ist er so gesund

1/2
Grünspargel
Dank seiner wenigen Kalorien und gesunden Inhaltsstoffe eignet sich Spargel ideal für leichte Gerichte - frisch geerntet schmeckt das Frühlingsgemüse am besten. © AOK
2/2
Hartmann
Gudula Hartmann, Ernährungsfachkraft der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. © AOK

Früher war Spargel als Feinkost ein Privileg für exklusive Kreise. Heute wird er von vielen Menschen sehr geschätzt. Dafür gibt es allerlei gute Gründe - denn das Frühlingsgemüse ist nicht nur ein echter Hochgenuss, es bietet auch in Sachen Gesundheit reichlich Pluspunkte.

Bereits vor Jahrtausenden wurde wilder Spargel von den Ägyptern und Griechen als Medizin geschätzt. Die Römer begannen mit der Spargelzucht und kultivierten die Stangen in Europa. Später wurde es für längere Zeit still um den Spargel. Nur wenige Pflanzen wurden in Klostergärten gezüchtet. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts erlebte der Spargel eine Renaissance: Am Hofe von Ludwig XIV kam er zu königlichen Ehren: Der französische Sonnenkönig ließ die köstlich-feinen Stangen sogar im Winter in Gewächshäusern anbauen. So weit der Blick zurück in die Geschichte.

Tipps und Tricks rund um den Spargel

Damit der Spargelgenuss auch im Hier und Jetzt kulinarisch voll zur Geltung kommt, sind die folgenden Tipps und wissenswerten Hintergrundinformationen mit Sicherheit hilfreich.

Das steckt drin: Mit nur 18 Kalorien pro 100 Gramm gilt Spargel als sehr figurfreundlich. Dennoch enthält er viele wertvolle Mineralstoffe - vor allem Kalium, das den Blutdruck senkt, entwässert und damit entgiftet. Hinzu kommen Kalzium, Magnesium und das für die Zellteilung wichtige Folat. Auch der Gehalt an den Vitaminen B, C und K kann sich sehen lassen. Spargel fördert zudem die Ausdauer bei starker physischer Aktivität, die Mineralaufnahmefähigkeit aus dem Darm und die Milchproduktion bei stillenden Frauen. Außerdem hilft er beim Aufbau von Muskelgewebe.

Nicht für jedermann bestens geeignet

Allerdings enthält Spargel auch viele sogenannte Purine, die einen Gichtanfall auslösen können. Deshalb sollten Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion und Gichtkranke Spargel besser nicht, selten oder nur in geringen Mengen verzehren. Spargel ist harntreibend. Die Stangen enthalten auch einen hohen Anteil an Asparaginsäure. Diese wirkt einerseits abführend und kann dem Urin mitunter einen stechenden Geruch verleihen, andererseits schützt sie das zentrale Nervensystem. Sie kontrolliert die Stoffwechselaktivität im Hirn und in den Nerven und wird in der Medizin zur Behandlung von Schäden in diesen Bereichen verwendet.

Qualität und Frische

Beim Einkauf gilt: Ganz egal, ob grün, violett oder weiß - entscheidend ist immer die Qualität. Spargel schmeckt definitiv am besten, wenn er ganz frisch ist: Idealerweise wurde er morgens gestochen und mittags schon verzehrt. Wer nach dieser Faustregel Spargel aus der Region frisch einkauft und zubereitet, genießt das denkbar größte Spargelvergnügen.

Alles zu seiner Zeit. Wichtig in diesem Zusammenhang zu wissen: Geerntet wird der Spargel traditionell nur bis einschließlich 24. Juni. Danach soll er bis zum ersten Frost die nötige Ruhe zum Wachsen bekommen. Als Busch sammelt er seine Kräfte, um auch im nächsten Jahr wieder reichlich und geschmackvollen Ertrag zu bringen.

Quietschend frisch

Frische-Test: Sind die Schnittstellen des Spargels trocken und bräunlich, liegt die Ernte schon länger zurück. Biegsame Stangen deuten darauf hin, dass der Spargel bereits Feuchtigkeit verloren hat. Bei saftigen Enden sind die Stangen frisch und lassen sich leicht mit dem Fingernagel einritzen. Quietschen die Stangen beim Aneinanderreiben, ist das ebenfalls ein Zeichen von Frische.

Haltbarkeit und Lagerung: Ungeschälter Spargel, eingewickelt in ein feuchtes Geschirrtuch, hält nur kurze Zeit im Gemüsefach des Kühlschranks. Aber Vorsicht: Die Stangen sind empfindlich und nehmen leicht den Geruch anderer Gemüsesorten an. Ihr eigenes herzhaftes Aroma geht dann leider schnell verloren. Das ist ein weiterer Grund, den Spargel am besten immer frisch zu konsumieren. Keinesfalls sollte er gemeinsam mit Zwiebeln gelagert werden.

Ab in die Gefriertruhe

Wer außerhalb der Saison Spargel genießen möchte, kann die rohen und geschälten Stangen auch einfrieren. Bis zu acht Monate kann er in der Tiefkühltruhe lagern.

Zubereitung: Grünen Spargel schält man nur im unteren Drittel. Die Kochzeit beträgt fünf bis acht Minuten. Weißer Spargel wird dagegen überall geschält: von oben nach unten, den Kopf lässt man aus und schneidet die Enden ab. Die Kochzeit liegt zwischen zehn und 15 Minuten und erfolgt in leicht gesalzenem Wasser. Etwas Zucker dazugeben - das reduziert die Bitterstoffe.

Rezeptvorschlag: Lachs-Spargel-Quiche

Zutaten:

200 g Vollkornmehl

½ TL Backpulver

150 g Magerquark

4 EL Milch, 1,5% Fett

3 EL Rapsöl

400 g grüner Spargel

150 g Räucherlachs

1 TL Rapsöl

150 g saure Sahne, 10% Fett

2 Eier

2 EL Mehl

250 ml Milch, 1,5% Fett

etwas Dill, fein gehackt

Jodsalz

Pfeffer, frisch gemahlen

Und so funktioniert es:

Für den Teig Vollkornmehl, Backpulver und eine Prise Salz mischen. Mit Quark, Milch und Rapsöl zu einem glatten Teig verkneten. Diesen etwa eine Stunde kühl stellen. Die gefettete Quiche-Form mit dem Teig auskleiden, dabei einen circa zwei Zentimeter hohen Rand hochziehen. Den Teig mit der Gabel einstechen.

Für den Belag den Spargel waschen, das untere Drittel schälen und die trockenen Enden abschneiden. Den Spargel in Rapsöl anschwitzen und bissfest garen. Abkühlen lassen. Saure Sahne mit einem EL Mehl glatt rühren und auf den Teig geben. Dann den Räucherlachs und die Spargelstangen darauf verteilen. Zuletzt den Guss aus Eiern, 1 EL Mehl, Milch und etwas Dill bereiten, leicht salzen und pfeffern und gleichmäßig über den Lachs und den Spargel gießen. Bei 200 Grad Umluft circa 20 bis 25 Minuten backen. Am besten lauwarm servieren.

Info gesünder essen mit den AOK-Gesundheitskursen für Ernährung! Unter www.aok.de/bw/ernaehrungswerkstatt erfahren Sie mehr über unsere Vor-Ort-Angebote.

Früher war Spargel als Feinkost ein Privileg für exklusive Kreise. Heute wird er von vielen Menschen sehr geschätzt. Dafür gibt es allerlei gute Gründe - denn das Frühlingsgemüse ist nicht nur ein echter Hochgenuss, es bietet auch in Sachen Gesundheit reichlich Pluspunkte.

{element}

Bereits vor Jahrtausenden wurde wilder Spargel von den Ägyptern und Griechen als Medizin geschätzt. Die Römer begannen mit der Spargelzucht und kultivierten die Stangen in Europa. Später wurde es für

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper