Fußball-Profi aus Weinstadt: Nico Schlotterbeck wechselt zum BVB
Nico Schlotterbeck wechselt zur neuen Saison vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund. Der Fußball-Profi aus Weinstadt absolvierte am Montag (02.05.) den Medizincheck in Dortmund und unterzeichnete einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2027.
BVB-Sportdirektor Zorc: „Sein Profil passt perfekt zum BVB“
„Nico Schlotterbeck ist ein junger deutscher Nationalspieler, der eine großartige Entwicklung genommen hat. Sein Profil passt perfekt zum BVB“, betont Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc laut einer Mitteilung. Zorcs Nachfolger Sebastian Kehl unterstreicht darin: „Nicos Weg erinnert mich an meinen eigenen, denn auch ich kam als junger Nationalspieler in seinem Alter aus Freiburg zum BVB. Ich hoffe, dass Dortmund für ihn genauso wie damals für mich zur neuen Heimat wird.“
Nico Schlotterbeck bestritt in seiner noch jungen Karriere bisher 53 Pflichtspiele im Trikot des SC Freiburg, während einer Leihe absolvierte er in der Saison 2020/21 obendrein 18 Partien für Union Berlin. Im vergangenen März feierte Schlotterbeck seinen ersten Startelf-Einsatz in der A-Nationalmannschaft. Aktuell kämpft er mit seinem gegenwärtigen Klub um einen Platz, der zur Teilnahme an der UEFA Champions League berechtigt. Am 21. Mai wird Schlotterbeck mit dem SC Freiburg im Berliner Olympiastadion zudem das DFB-Pokalfinale gegen Leipzig bestreiten.
Die Schlotterbeck-Brüder: Fußballerische Wurzeln im Rems-Murr-Kreis
Fußballerisch ausgebildet wurde Nico Schlotterbeck im Rems-Murr-Kreis. Nach seinen Ausbildungsjahren in Weinstadt wurde er zunächst bei den Stuttgarter Kickers nicht in die U15 übernommen und es benötigte mehrere Anläufe seitens des Vaters, bis er schließlichg beim VfR Aalen landete. Beim KSC reifte der gebürtige Waiblinger später zum U-18-Nationalspieler, ehe er in Freiburg landete, wo er zunächst mit den A-Junioren deutscher Pokalsieger wurde und dann als Nachfolger seines mittlerweile zu den Profis avancierten Bruders Keven in der zweiten Mannschaft spielte. Seinen Einstand bei den Profis gab er im März 2019, als er im Spiel gegen Hertha BSC zur Halbzeit für den verletzten Kollegen Lienhart eingewechselt wurde.
Eine Parallele zu seinem Bruder Keven insofern, als auch der kurz zuvor sein Profidebüt als Einwechselspieler für den verletzten Verteidigerkollegen Manuel Gulde gab – am 3. Februar 2019 beim VfB Stuttgart. Ein Pusch für den damals knapp 22-Jährigen, der seinen Weg zunächst einmal weniger zielstrebig gegangen ist als sein jüngerer Bruder und sich schon fast damit abgefunden hatte, sein Fußballerleben in der Verbandsliga (bei der TSG Backnang) oder in der Regionalliga (bei Freiburg II) zu fristen, nachdem auch er als Kind beziehungsweise Jugendlicher bei den Stuttgarter Kickers, die sich heute mit der Ausbildung der beiden Schlotterbeck-Jungs brüsten, nicht glücklich geworden war.



