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Kickboxer aus Berglen will zur WM: Spendenkampagne für Simon Hemminger

Simon Hemminger hat sich mit starken Leistungen für die Kickbox-WM in Madrid qualifiziert. Nun hofft der 17-Jährige auf Unterstü
Simon Hemminger hat sich mit starken Leistungen für die Kickbox-WM in Madrid qualifiziert. Nun hofft der 17-Jährige auf Unterstützung für seinen Weg zur internationalen Bühne. © Privat

Berglen. Ein 17-Jähriger, acht Trainingseinheiten pro Woche – und ein großer Traum: Simon Hemminger aus Berglen hat sich für die Kickbox-WM in Madrid qualifiziert. Doch bevor er dort antreten kann, muss noch eine andere Hürde fallen: das Geld für die Reise. Warum der WM-Traum auch von der Unterstützung der Region abhängt.

Madrid ist noch ein gutes Stück entfernt. Für Simon Hemminger beginnt die Reise dorthin allerdings längst – acht Trainingseinheiten pro Woche, dazu Disziplin, Schweiß und jene eigentümliche Mischung aus Ehrgeiz und Geduld, die man im Kampfsport offenbar früh lernen muss. Der 17-Jährige aus Berglen hat sich für die ISKA-Weltmeisterschaft der Amateure im Kickboxen qualifiziert. Vom 5. bis 8. November trifft sich die Szene in Madrid, und Hemminger möchte dabei sein.

Kampfsportclub Backnang muss die Reise finanzieren

Dass er dort nicht nur zum Zuschauen hinfliegt, dafür hat er in diesem Jahr einiges getan. Hemminger wurde ISKA- und zweifacher WMAC-Deutscher Meister, bei den ISKA European Open belegte er Rang drei. Nun wartet die große internationale Bühne. Es gibt nur ein Problem: Der Weg nach Madrid ist teuer. Gemeinsam mit der 15-jährigen Selina Correia, die sich ebenfalls für die WM qualifiziert hat, und einem Trainer muss der Kampfsportclub Backnang die Reise finanzieren. Rund 3500 Euro werden für das Projekt veranschlagt – für Flüge, Hotel, Start- und Teilnahmegebühren, Verpflegung, Transport und Teamkleidung. Nach Angaben der Initiatoren fehlen derzeit noch 2050 Euro (Stand: 06.10./11.30 Uhr).

Im olympischen Sport würde sich für einen solchen Weg möglicherweise leichter Unterstützung finden. Kickboxen gehört jedoch nicht dazu. „Verbände und Vereine sind in der Regel nicht in der Lage, finanzielle Zuwendungen zu leisten“, schreibt Dieter Hemminger vom Kampfsportclub Backnang, der die Spendenaktion initiiert hat. Auch Unternehmen seien bei einer nichtolympischen Sportart als Sponsoren zurückhaltend.

Also muss die Region helfen. Berglens Bürgermeister Holger Niederberger hat über seine Profile in den sozialen Netzwerken bereits zum Unterstützen aufgerufen. Sein Appell ist denkbar einfach: Simon soll seinen WM-Traum nicht am Geld scheitern lassen. Die Spenden fließen an den gemeinnützigen Kampfsportclub Backnang, der die beiden Nachwuchsathleten auf ihrem Weg unterstützt. Auch Unternehmen aus Berglen und der Region können sich beteiligen und etwa über eine Unterstützung der Teamkleidung sichtbar werden. Hemminger hat seinen Teil längst erledigt. Er hat trainiert, gekämpft, gewonnen und sich das Ticket nach Madrid verdient. Jetzt fehlt nur noch das Geld für die Reise.

Hier geht’s zur Spendenkampagne

  • Wer Simon Hemminger und Selina Correia unterstützen möchte, kann dies über die Spendenkampagne des Kampfsportclubs Backnang bei der Spendenplattform „betterplace“ tun: www.wirwunder.de/projects/185478
  • Die Kampagne sammelt für die WM-Teilnahme der beiden Nachwuchsathleten und ihres Trainers.

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