Handball im Rems-Murr-Kreis

Handball-Württembergliga: Schwaikheim und Alfdorf/Lorch punkten im Abstiegskampf

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Die SF Schwaikheim erkämpften sich gegen den Tabellennachbarn Laupheim zwei Punkte in der Württembergliga. Hier setzt sich Moritz Karcher durch (am Boden Lars Schulz, hinten Chris Hellerich). Die Laupheimer Kenan Durakovic (links), Tim Rodloff (verdeckt) und Timothy Anderson (rechts) können nicht mehr eingreifen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Gleich zweimal waren die Württembergliga-Handballer des TSV Alfdorf/Lorch am Wochenende im Einsatz. Mit der Ausbeute von drei Punkten aus den Partien gegen Leonberg und Schozach kann das Team von Trainer Pascal Diederich im Abstiegskampf zufrieden sein. Die ebenfalls abstiegsgefährdeten SF Schwaikheim landeten beim 33:28 gegen Laupheim einen wichtigen Sieg. Brisant: Am Samstag kommt’s zum direkten Duell der punktgleichen Alfdorfer und Schwaikheimer.

Männer. TSV Alfdorf/Lorch – SV Leonberg/Eltingen 30:28 (15:14). Der Alfdorfer Trainer Pascal Diederich brachte überraschend seinen Joker, den Co-Trainer Adrian Pfahl, da Robert Rinker und Kevin Neumaier fehlten. Pfahl behielt in der spannenden Schlussphase die Übersicht, setzte seine Mitspieler gut ein und erzielte selbst zwei wichtige Treffer. Die gesamte Mannschaft trat mit großem Siegeswillen auf und spielte viel konzentrierter und fehlerloser als in vielen Begegnungen zuvor. Großartig war das Zusammenspiel zwischen Spielmacher Jan Spindler und Linksaußen Aleksa Djokic, der alle Siebenmeter verwandelte und noch fünf Feldtore erzielte. Die Abwehr um Lars Rauch und Andi Maier stand gut und entschärfte in Zusammenarbeit mit Tom Plaschke im Tor viele Rückraumwürfe der Leonberger. Nach 22 Minuten führte der TSV mit 12:8, die Gäste verkürzten jedoch zum 14:15 aus ihrer Sicht zur Pause. Spannend blieb die Partie auch im zweiten Spielabschnitt. Bis zum 25:25 in der 55. Minute glich Leonberg siebenmal aus. Pfahl und Shane Lauber trafen zum 28:26. Leonberg erzielte noch zweimal den Anschlusstreffer, bevor Hannes Bihler zehn Sekunden vor Schluss zum 30:28-Endergebnis traf.

TSV Alfdorf/Lorch: Plaschke, Gentile; Bihler (1), Schuster, Bareiß (2), Reu (1), Rauch, Pfahl (2), Lauber (5), Maier (5), Sos, Spindler (4), Djokic (10).

Männer. TSV Alfdorf/Lorch – SG Schozach/Bottwartal 24:24 (13:11). Nicht einmal 20 Stunden Zeit zur Regeneration hatten die beiden Teams nach ihren Spielen am Samstag. Die Gastgeber mussten auf Markus Bareiß, Dominik Sos und Kevin Neumaier verzichten. Dafür war Pfahl wieder dabei. Die Partie war ein typischer Abschiedskampf. Die Gastgeber kamen besser ins Spiel, führten mit 6:2 (14.). Zwölf Minuten später hatte sich das Team von Henning Fröschle gefangen und zum 9:9 ausgeglichen. Robin Schuster, Andi Maier und zweimal Jan Spindler, der in Halbzeit eins überragend Regie führte, erzielten die 13:11-Pausenführung für Alfdorf/Lorch. In der 49. Minute führte der TSV mit 22:18. Dann machte sich beim Gastgeber der Kräfteverschleiß bemerkbar. Zudem bekam er den Schozacher Manuel Mönch nicht in Griff. Er brachte in der 57. Minute sein Team mit 24:23 in Führung. In der Schlussphase hielt der TSV-Torhüter Tom Plaschke einen Siebenmeter, den Schlusspunkt zum 24:24-Endstand setzte Aleksa Djokic 90 Sekunden vor Schluss.

Mit drei Punkten aus den beiden Spielen hatte Alfdorf/Lorch nicht unbedingt gerechnet. Allerdings wäre es besser gewesen, wenn der TSV gegen den direkten Konkurrenten Schozach/Bottwartal gewonnen hätte, weil der direkte Vergleich im Abstiegskampf ausschlaggebend sein kann.

TSV Alfdorf/Lorch: Plaschke, Gentile; Bihler, Schuster (3), Reu (2), Rauch, Rinker, Pfahl (3), Lauber (1), Maier (3), Spindler (4), Djokic (8).

Männer. SF Schwaikheim – HV RW Laupheim 33:28 (16:14). Gegen den Tabellennachbarn Laupheim gelang den Sportfreunden ein wichtiger Heimsieg. Außer der engagierten Teamleistung ragten vor allem der Torhüter Stefan Doll, der die Gäste zur Verzweiflung brachte, und der zehnfache Torschütze Simon Lorenz heraus. Da die Mitkonkurrenten Alfdorf/Lorch und Bottwartal ebenfalls punkteten, bleibt der Abstand zu den Abstiegsplätzen sehr knapp.

SF Schwaikheim: Doll, Kellner, Hellerich, Schulz (8/4), Karcher (3), Lorenz (10), Eckstein (4), Schweikhardt (3), Klöpfer (1), Müller (1), Baumholz, Mamoka (3).

Frauen. TV Nellingen II – SV Remshalden 21:26 (11:12). Nach ausgeglichenem Beginn (5:5/13.) setzte sich Nellingen II mit einem Drei-Tore-Lauf erstmals ab beim 8:5. Die SVR, ohne die verletzte Leistungsträgerin Ellen Görke angetreten, ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich zurück. So ging sie dank einer souveränen Torwart- und Abwehrleistung mit einem Tor Vorsprung (12:11) in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel nutzte der TV Nellingen II seine Stärken im individuellen Angriff und hielt die Begegnung spannend. Bis zum 15:16 (38.) schenkten sich die Mannschaften nichts. Dann ging ein Ruck durch die Reihen der SVR, die den Gegner immer wieder ausspielte. Die Abwehr unterband die Angriffe der Gastgeberinnen. Die Remshaldenerinnen bauten ihren Vorsprung auf drei Tore aus, ließen nichts mehr zu und siegten verdient mit 26:21. Beste Torschützin war Janina Schandl mit sieben Treffern. Die SVR etabliert sich damit auf dem achten Tabellenplatz und hat wichtige Punkte zum Klassenverbleib gesammelt.

SV Remshalden: Melzer, Wahler; Schandl (7), Xander (6), Traub (4), Hauser (3), Kiara Nagler (2), Leonie Nagler (1), Koltermann (1), Fischer (1), Auracher (1), Medinger, Heidenwag.

Frauen. VfL Waiblingen II – HSG Fridingen/Mühlheim 22:28 (9:9). 0:1, 0:2, 0:3: So hatte sich der VfL II den Start des Spitzenspiels Dritter gegen Zweiter nicht vorgestellt. Die Waiblingerinnen liefen in den ersten 30 Minuten immer einem Rückstand hinterher, schafften dreimal den Ausgleich. Beim 9:9 ging’s in die Kabine. Der erste Spielabschnitt war geprägt von starken Torhüterleistungen auf beiden Seiten, immer wieder scheiterten die Angreiferinnen an Evita Merlin und der gegnerischen Torhüterin. Die Fridingerinnen machten ihre körperliche Unterlegenheit mit enormen Kampfgeist wett. Fridingen übernahm nach der Pause das Kommando, so stand es in der 40. Minute 14:18 aus Sicht des VfL II. Bis auf 20:23 kämpfte er sich heran. Dann verhinderte eine doppelte Unterzahl die Aufholjagd und das Spiel ging verdient mit 22:28 verloren. Fridingen war reifer.

VfL Waiblingen II: Ionita, Merlin; Mainka, Wenta, Beilschmied (2), Kristmann, Lösch (2), Klopfer (1), Klingler (11/5) , Müller (1), Illi, Kuhn (4), Zerweck (1), Raic.

Gleich zweimal waren die Württembergliga-Handballer des TSV Alfdorf/Lorch am Wochenende im Einsatz. Mit der Ausbeute von drei Punkten aus den Partien gegen Leonberg und Schozach kann das Team von Trainer Pascal Diederich im Abstiegskampf zufrieden sein. Die ebenfalls abstiegsgefährdeten SF Schwaikheim landeten beim 33:28 gegen Laupheim einen wichtigen Sieg. Brisant: Am Samstag kommt’s zum direkten Duell der punktgleichen Alfdorfer und Schwaikheimer.

Männer. TSV Alfdorf/Lorch –

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