Rems-Murr-Sport

Ringer des ASV Schorndorf wieder in stärkster Bundesliga-Staffel - doch ein Gegner fehlt

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Vorstandsmitglied Sedat Sevsay freut sich mit dem ASV Schorndorf auf die Bundesliga-Runde. Doch er bedauert, dass es diesmal kein Derby gegen Heilbronn geben wird. © Ralph Steinemann

In der Ringer-Bundesliga wird es in dieser Saison vier statt nur drei Staffeln geben. Der ASV Schorndorf bleibt in der Südost-Staffel, die wieder als die stärkste gilt. Der Verein findet die Umstrukturierung der Liga grundsätzlich gut. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen.

Aus Sicht der Schorndorfer hätte die geografische Einteilung der Mannschaften besser sein können. „Was uns schon schmerzt, ist, dass das Derby gegen Heilbronn diesmal nicht stattfindet“, sagt ASV-Vorstandsmitglied Sedat Sevsay. Denn die Red Devils und ihr vom ASV zurückgekehrter Star Frank Stäbler, dreimaliger Weltmeister, starten in der Staffel West.

Ansonsten sind nicht nur die Schorndorfer aber zufrieden. In den vergangenen Jahren gliederte sich die Ringer-Bundesliga in drei Staffeln. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten qualifizierten sich direkt für die Endrunde. Um die nötige Anzahl von acht Teams zu erreichen, kamen zwei der drei Drittplatzierten ebenfalls in die Play-offs. Über die Teilnahme entschied das Los.

Keine Auslosung mehr vor den Play-offs

Dieses Vorgehen wurde von allen Bundesligisten für suboptimal gehalten. So traf es in der Saison 2019 den ASV. Als Aufsteiger hatte er sich nach einer tollen Saison mit einem Sieg am letzten Kampftag noch auf Platz drei vorgeschoben, war dann aber bei der Auslosung im Pech: Die Endrunde fand ohne das Team statt.

Nach Abstimmung mit allen Vertretern der Bundesliga hat es nun eine Umstrukturierung gegeben. Die 26 Mannschaften kämpfen zunächst in vier regionalen Gruppen. Dank des neu eingeführten Play-off-Achtelfinals qualifizieren sich die ersten vier Teams jeder Gruppe für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft.

Der ASV Schorndorf bleibt mit dem neuen Coach Volker Hirt in der Südost-Staffel und trifft zum Saisonauftakt am 11. September auf den AC Lichtenfels. Der Gegner, der Verein feiert heuer seinen 100. Geburtstag, ist wegen guter Neuzugänge stärker einzuschätzen als vor zwei Jahren. 2019 gewann der ASV zweimal deutlich.

Der Deutsche Meister kommt nach Schorndorf

Im zweiten Kampf der Saison 2021/22 kommt es zum ersten Kracher: Der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen tritt am 25. September in Schorndorf an. Am 16. Oktober folgt der erste Auswärtskampf beim Staffel-Neuling SCR Viernheim, bevor es erneut in Schorndorf zum nächsten Duell mit einem Gruppen-Mitfavoriten kommt (23. Oktober). Zu Gast ist der SV Johannis Nürnberg.

Zum Abschluss der Vorrunde fahren die Remstäler zum Kampf bei der RKG Reilingen-Hockenheim. Die Teams kennen sich noch aus gemeinsamer Regionalliga-Zeit. Die Gastgeber haben mittlerweile einen starken Bundesliga-Kader.

Die Rückrunde startet am 13. November und endet am 11. Dezember. Dann beginnt für die Besten die Endrunde im K.-o.-Modus mit Vor- und Rückkampf. Die Achtelfinals werden am 8. und 15. Januar 2022 ausgetragen, das Finale findet am 19. und 26. Februar statt.