Handball im Rems-Murr-Kreis

Ständiger Streitpunkt im Handball: Das Zeitspiel

RandT16
Trainer Thomas Randi vom TV Bittenfeld II sieht trotz aller Kritik keinen Grund, die Zeitspielregel zu verändern. Foto: Steinemann © Ralph Steinemann Pressefoto

In unserer Serie geht es heute ums Zeitspiel. Zwar gibt es Regeln, doch ebenso regelmäßig fühlen sich Mannschaften benachteiligt. Warum das so ist, erläutert Thomas Randi, der gerade seine letzte Saison als Trainer der Oberliga-Männer des TV Bittenfeld II absolviert hat. Die Fragen stellte Sportredakteur Mathias Schwardt.

Herr Randi, erst mal allgemein: Was bedeutet Zeitspiel und warum gibt es die Regel?

Zeitspiel ist der umgangssprachliche Begriff für passives Spiel. Dies bedeutet, dass die sich im Angriff befindliche Mannschaft nicht erkennbar versucht, ein Tor zu erzielen. Diese Regel soll folglich verhindern, dass eine Mannschaft Angriffe in die Länge zieht.

Über kaum etwas wird aber so leidenschaftlich diskutiert und gestritten. Warum eigentlich? Seit ein paar Jahren darf die angreifende Mannschaft ja nur noch sechs Pässe spielen, sobald die Schiedsrichter den Arm heben. Danach wird Zeitspiel gepfiffen …

Vor allem bei knappen Spielen in der Schlussphase hört man von den Zuschauerrängen sehr schnell die Rufe „Zeitspiel“. Wenn passives Spiel angezeigt ist, dann gibt es mittlerweile tatsächlich eine klare Vorgabe, die Sechs-Pässe-Regel. Die Frage, die sich stellt beziehungsweise das Problem ist oft: Wie lange wird gewartet, bis der Arm zum Anzeigen des Zeitspieles gehoben wird? Wenn man in Führung liegt, geht es uns Trainern oft zu schnell und wenn man hinten liegt, dann zu langsam. Wichtig ist, dass die Schiedsrichter hier eine klare Linie haben, damit man sich entsprechend darauf einstellen kann.

Hat sich die Regel trotzdem bewährt oder gibt es Verbesserungsvorschläge?

Immer wieder kommt der Vorschlag einer „Shot-Clock“ auf. Dies ist eine Parallele zum Basketball, wobei eine Mannschaft nur eine bestimmte Zeit, beispielsweise 30 Sekunden, für einen Angriff hat. Wie sich das im Handball konkret umsetzen lassen würde, ist schwierig zu prognostizieren. Man kann aber mit großer Sicherheit sagen, dass sich das Spiel dann komplett verändern würde. Aus meiner Sicht hat sich die Regel mit den sechs Pässen aber bewährt, und ich sehe deshalb keinen Grund für eine Veränderung.

In unserer Serie geht es heute ums Zeitspiel. Zwar gibt es Regeln, doch ebenso regelmäßig fühlen sich Mannschaften benachteiligt. Warum das so ist, erläutert Thomas Randi, der gerade seine letzte Saison als Trainer der Oberliga-Männer des TV Bittenfeld II absolviert hat. Die Fragen stellte Sportredakteur Mathias Schwardt.

Herr Randi, erst mal allgemein: Was bedeutet Zeitspiel und warum gibt es die Regel?

Zeitspiel ist der

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper