Ärger an der Grabkapelle in Stuttgart: Müll, laute Musik und Vandalismus
Beim Team der Grabkapelle auf dem Württemberg in Stuttgart herrscht Ärger und Unverständnis. Der Grund: In den letzten Monaten haben sich Einzelpersonen und Gruppen anderen gegenüber rücksichtslos verhalten. Das geht aus einer Pressemitteilung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg am Mittwoch (29.05.) hervor. Was war passiert?
Grabkapelle in Stuttgart wird als Feierlocation genutzt
"Der historische Ort wird zunehmend als Feierlocation genutzt und mit Flaschen zugemüllt – zusätzlich hat das Sicherheitspersonal mit Beschimpfungen zu kämpfen. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg appellieren an die Vernunft", heißt es.
Das Monument ziehe gerade am Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Doch in den letzten Monaten zeichne sich rund um das Mausoleum nicht immer ein schönes Bild. Während der regulären Öffnungszeiten weigern sich einige Radfahrende abzusteigen und würden somit, insbesondere an stark frequentierten Tagen, gefährliche Situationen in Kauf nehmen.
Müll- und Flaschenberge, laute Musik, Vandalismus und alkoholisierte Personen
Hinzu kommt, dass die historische Anlage zunehmend für Trinkgelage und als Feierlocation genutzt werde. Das habe Müll- und Flaschenberge, laute Musik, Vandalismus sowie stark alkoholisierte Personen zur Folge. Manuel Liehr, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, appelliert daher an alle Besucherinnen und Besucher: „Wir haben momentan mit einer massiven Verschmutzung durch alkoholisierte Gruppen zu kämpfen. Wir wünschen uns einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander und mit unseren historischen Monumenten.“ Der Geschäftsführer ergänzt: „Die wertvollen kulturellen Schätze des Landes zu bewahren und für alle zu öffnen, sind zwei unserer wichtigsten Aufgaben. Das ist jedoch nur möglich, wenn sich alle an die vor Ort geltenden Regeln halten.“
Sicherheitspersonal an der Grabkapelle in Stuttgart beschimpft und bedrängt
Auch Stephan Hurst, Leiter der Schlossverwaltung Ludwigsburg und damit auch zuständig für die Grabkapelle auf dem Württemberg, zeigt sich besorgt: „Unser gewissenhaftes Sicherheitspersonal wurde bereits mehrfach beschimpft und bedrängt, so dass Platzverweise ausgesprochen werden mussten.“ Um den Schutz der Grabkapelle, des Sicherheitspersonals und der Gäste vor Ort weiterhin gewährleisten zu können, reagieren die Staatlichen Schlösser und Gärten ab sofort mit einem verstärkten Sicherheitsaufgebot auf dem Gelände.
„Wir setzen auf das Verständnis unserer Gäste, an der Grabkapelle sollen sich alle wohlfühlen. Dabei hat niemand etwas gegen ein vor Ort konsumiertes Glas Wein oder Sekt", so Stephan Hurst . Damit die Gäste ihre Flaschen und andere Hinterlassenschaften entsorgen können, stehen am Eingangstor Müllcontainer bereit.



