674.000 Besucher auf dem Frühlingsfest in Stuttgart: Das ist die Halbzeitbilanz
674.000 Besucher und Besucherinnen haben in den ersten zehn Tagen das Frühlingsfest in Stuttgart 2024 auf dem Cannstatter Wasen bereits besucht. Die Veranstaltungsgesellschaft "in.Stuttgart" zieht nun eine Halbzeitbilanz.
Frühlingsfest Stuttgart: Vier Veranstaltungen am kommenden Wochenende
Das seien dieses Jahr bisher nur 100.000 weniger als vergangenes Jahr. "Das ist ein guter Wert. Wir hatten aufgrund des Wetters mit deutlich schlechteren Zahlen gerechnet“, erklärt Kroll. „In der zweiten Hälfte dürften die Besucherzahlen, vor allem mit Blick auf den Kalender und das kommende Wochenende mit gleich vier Veranstaltungen im Neckarpark, noch weiter steigen.“
Mehrwegbecher-System auf dem Wasen ein voller Erfolg
Sehr zufrieden fällt das Fazit zum Mehrwegbecher-System aus: „Das ist schon jetzt ein voller Erfolg“, freut sich Abteilungsleiter Marcus Christen, verantwortlich für die Feste und den Cannstatter Wasen. „Wer an besucherstarken Tagen, wie zum Beispiel den Familientagen, abends über das Wasen-Gelände läuft, kann sehen, dass deutlich weniger Müll herumliegt." Seit diesem Frühlingsfest haben sich rund 40 Imbiss-Stände verpflichtet, nur noch Mehrwegbecher gegen ein Pfand von 2,50 Euro auszugeben. Die Becher können an jedem beliebigem anderen Stand zurückgegeben werden.
Norovirus und ein Besucher mit Waffe auf dem Festplatz
Doch das Frühlingsfest hielt auch einige Herausforderungen für alle Beteiligten bereit, nachdem es zu Beginn eine Häufung von Infektionen mit dem Norovirus gab und ein Besucher mit Waffe auf dem Festplatz war. „Was das Norovirus angeht, haben das Gesundheitsamt und die Lebensmittelkontrolle der Stadt Stuttgart sehr schnell und gut reagiert“, sagt Kroll. „Das Team der Lebensmittelkontrolle hat direkt am Montag Vormittag, nachdem die ersten Fälle bekannt wurden, begonnen, das gesamte „Göckelesmaier“-Zelt zu überprüfen“, so Dr. Jana Lohmann, Dienststellenleiterin des Amts für öffentliche Ordnung, Lebensmittelüberwachung, Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Stuttgart. „Wir haben intensiv Proben genommen, sowohl von allen Lebensmitteln und Gegenständen als auch für alle möglichen Bakterien. Selbst die Reinigung der Mehrwegbecher, die seit diesem Jahr neu an den Imbiss-Ständen auf dem Frühlingsfest ausgeteilt werden, wurde geprüft. Und alles war negativ, somit war klar, das Norovirus muss von Mensch zu Mensch übertragen worden sein.“
„Es hat auch nach dem ersten Wochenende keine Fälle mehr gegeben, die in Zusammenhang mit dem Frühlingsfest standen“, erklärt Dr. Martin Priwitzer, stellvertretender Amtsleiter des Gesundheitsamtes Stuttgart. „Wer das Virus letztlich verbreitet hat, lässt sich nicht feststellen."
Sicherheitskonzept und Kamerasystem auf dem Frühlingsfest Stuttgart
Eine weitere Herausforderung war der plötzliche Vorfall um eine Waffe auf dem Frühlingsfest. „Was die Machete angeht, können wir in Abstimmung mit der Polizei sagen, dass das Sicherheitskonzept und das Kamerasystem auf dem Frühlingsfest funktioniert haben“, so Kroll. „Trotzdem nehmen wir den Vorfall sehr ernst und sind froh darüber, dass niemand verletzt wurde.“ Und Christen führt weiter aus: „Wir haben an allen Eingängen Kameras und insgesamt mehr als 70 Ordnungskräfte im Einsatz. Zusätzlich patrouillieren Polizist:innen in Streife und Zivil auf dem Gelände.“
Ausblick: Familienprogramm und eine Premiere
Mit dem Maskottchen-Treffen am Mittwoch, 8. Mai, bietet der letzte Familientag ein zusätzliches Spektakel: „17 Maskottchen haben sich angemeldet. Das sind nochmal mehr als vergangenes Jahr, entsprechend voll wird es auf dem Festplatz“, freut sich Christen. Neben „Hasi“ und „Wasi“ sind unter anderem auch „Fritzle“ vom VfB Stuttgart, „Äffle und Pferdle“ und „Lurchi“ von den Basketballern der MHP Riesen dabei. Als Stargast kommt „Albärt“, das Maskottchen der UEFA EURO 2024 exklusiv vorbei.
Am Sonntag, 5. Mai, wird es im Albdorf um 13, 14.30 und 16 Uhr erstmals Trachten-Modenschauen zur Württemberger Tracht geben. Danach biegt das Frühlingsfest mit dem langen Abschlusswochenende (9. Mai, Christi Himmelfahrt) und dem traditionellen Musik-Feuerwerk zum Abschluss (12. Mai, 21.30 Uhr) so langsam auf die Zielgerade ein.





