Stuttgart & Region

Anabolika in Erdnussflips-Tüte geschmuggelt

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"Gehaltvolle Erdnussflips" wurden laut Hauptzollamt gefunden. © Ramona Adolf

Stuttgart. Zollbeamte haben bei einer Kontrolle im Busterminal des Stuttgarter Flughafens ein umfangreiches Sortiment an geschmuggelten Dopingmitteln entdeckt. Wie das Hauptzollamt Stuttgart in einer Pressemitteilung am Dienstag bekannt gab, wurden die Medikamente in einer Erdnussflips-Tüte und einer Packung mit Gebäck versteckt.

Den Beamten war nach der Einfahrt eines Reisebusses aus Bosnien ein 29-Jähriger aufgefallen. Der Mann hatte an der Haltestelle auf die Ankunft des Busses gewartet und vom Busfahrer eine schwarze Sporttasche in Empfang genommen. Als die Zöllner ihn auf den Vorgang ansprachen, erklärte er, in der Sporttasche wären Geschenke, die seine Cousine in Bosnien dem Busfahrer mitgegeben hätte. Bei der Kontrolle der Tasche entdeckten die Beamten in einer Tüte Flips und einer Packung mit Gebäck diverse verschreibungspflichtige Arzneimittel, die oft als Anabolika für den Muskelaufbau zweckentfremdet werden. 

Die Einfuhr von Arzneimitteln aus dem Nicht-EU-Ausland auf dem Postweg oder als Kuriersendung ist grundsätzlich nicht erlaubt. Aufgrund der gefundenen Menge von 80 Ampullen und mehr als 300 Tabletten besteht außerdem der Verdacht, dass der 29-Jährige mit den Präparaten Handel betreibt. Gegen den Mann, der in Deutschland lebt, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen das Arzneimittelgesetz eingeleitet. Die Tabletten und Ampullen wurden beschlagnahmt. Das Zollfahndungsamt Stuttgart hat die Ermittlungen übermommen.