Stuttgart & Region

Bonobos in der Wilhelma freuen sich über Familienzuwachs

KW 21b Zuwachs bei den Bonobos 22.05.2020 Bild 1
Bonobo-Weibchen Liboso drückt ihr Neugeborenes, das am 5. Mai in der Stuttgarter Wilhelma zur Welt kam, dicht an sich. © Wilhelma Stuttgart / Inga Dauter

Wer hätte gedacht, dass Corona auch etwas Gutes an sich haben könnte. In einer aktuellen Pressemitteilung gibt das Team der Wilhelma in Stuttgart bekannt, dass die Bonobo-Sippe seit dem 5. Mai um ein weiteres Familienmitglied gewachsen ist. Und weil der Zoologisch-Botanische Garten aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen hatte, verbrachte das kleine Bonobo-Baby die ersten Tage ganz unbeobachtet von den Besucherinnen und Besuchern in den Armen seiner Mutter Liboso.
Mit etwas Verspätung können die Wilhelma-Besucher nun die ersten Blicke auf den jüngsten Zuwachs werfen. Das Menschenaffenhaus sei zwar aus Gründen des Infektionsschutzes weiterhin geschlossen, Besucher können aber die 22-jährige Mutter Liboso und ihren jüngsten Sohn bei Sonnenschein bereits auf der Außenanlage beobachten.

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Bonobo-Weibchen Liboso drückt ihr Neugeborenes, das am 5. Mai in der Stuttgarter Wilhelma zur Welt kam, dicht an sich. © Wilhelma Stuttgart / Inga Dauter

Die beiden älteren Geschwister, Lubao und Kolela, sind dabei meist ganz in der Nähe ihres neuen Bruders. „Obwohl sie schon sieben und vier Jahre alt sind, hängen die beiden großen Geschwister noch ziemlich an ihrer Mutter“, erklärt Tierpflegerin Malisa Fassnacht. „Liboso kann sich aber eben nicht um drei Kinder gleichzeitig kümmern. Da sind die zwei schon ein wenig eifersüchtig.“

Mit dem Neuzugang sei die Bonobo-Gruppe der Wilhelma nun auf 21 Tiere angewachsen. 

In ihrer Heimat, den Wäldern des Konogbeckens, sind Bonobos übrigens erheblich gefährdet. Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten verringern den Bestand immer mehr.